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Licht für die Nachbarin

Nachbarin · 22 Minuten lesen · 29 Minuten hören

Gelesen von Ivanna

Teil 2 der Serie Nebenan (6)

Der Koffer stand schon im Flur, der Reißverschluss zu, als hätte ich damit auch die Straße hinter mir geschlossen. Morgen um sechs sollte das Taxi kommen. Ich war einunddreißig, und die Wohnung, die ich acht Monate bewohnt hatte, roch bereits nach Putzmittel und leeren Schränken. Nur eine Sache war nicht gepackt: die Nacht, die ich Jonas versprochen hatte. Er war sechsunddreißig, mein Nachbar, und hinten in seinem Garten stand das kleine Haus aus Holz, in dem wir uns trafen, seit der Frühling die Fensterläden wieder offen gelassen hatte.

Ich zog die Sandalen an und ging nicht durch die Haustür zur Straße, sondern durch die Küche in den schmalen Gartenstreifen, der an seinen Zaun stieß. Die Latte, die sich heben ließ, kannte meine Hand. Das Holz war warm von dem Tag, der eben erst aus den Beeten gewichen war. Über den Tomaten hing noch der Geruch von Sonne und Grün, und irgendwo tropfte ein Schlauch, den er nicht ganz zugedreht hatte.

Ich blieb einen Atemzug stehen. Wenn ich jetzt umkehrte, wäre die Abreise sauber, ohne letzten Geschmack und ohne letzten Laut. Das wollte ich nicht. Ich wollte ihn, und ich wollte das Gartenhaus, in dem die Nachbarin seit Monaten mehr zu Hause gewesen war als in den Zimmern, die ich gerade leer geräumt hatte.

Das Gartenhaus brannte warm. Durch die Gardine sah ich die Lampe mit dem Papierschirm, und darunter seine Schulter, die sich bewegte, als er etwas auf dem Tisch zurechtrückte. Er hatte auf mich gewartet, obwohl ich keine Uhr genannt hatte. Das tat er immer. Ich klopfte nicht, denn die Tür war nur angelehnt, so wie er sie ließ, wenn er wusste, dass ich kommen würde.

Drinnen roch es nach gehobeltem Holz, nach dem Öl, mit dem er die Balken gepflegt hatte, und nach einem Hauch von Seife. Auf dem Tisch standen zwei Gläser und eine Karaffe Wasser, kein Wein, weil wir beide klar bleiben wollten. Die Decke auf dem schmalen Bett war zurückgeschlagen. Er hatte sich Mühe gegeben, ohne ein Fest daraus zu machen, und gerade das zog mir die Brust zusammen.

„Mara“, sagte er, und mein Name klang in dem kleinen Raum größer als draußen. „Ich bin da“, sagte ich und schloss die Tür hinter mir, ohne den Riegel vorzuschieben. Er stand auf. Das Hemd hatte er nicht zugeknöpft, die Ärmel hochgeschoben, und an den Unterarmen klebte noch ein wenig Erde, als hätte er bis zuletzt in den Beeten gearbeitet, um die Hände zu beschäftigen.

Sein Blick ging an mir herunter und wieder hinauf, nicht hastig, eher so, als wolle er sich merken, wie die Nachbarin an diesem Abend aussah. Das leichte Kleid, die bloßen Schlüsselbeine, die Haare, die ich nicht hochgesteckt hatte, weil ich seine Finger darin wollte: all das nahm er auf, ohne ein Wort zu verlieren. Ich ließ ihn sehen. Es war das Letzte, was ich ihm zum Ansehen geben konnte, bevor der Morgen die Konturen verwischte.

„Der Koffer ist zu“, sagte ich. „Ich weiß“, antwortete er und trat näher. „Du musst nicht bleiben, wenn es zu schwer ist.“ Ich schüttelte den Kopf und legte die Hand an seine Brust. Das Hemd war weich, darunter schlug sein Herz schneller, als seine ruhige Stimme verriet.

„Ich bin nicht gekommen, um zu gehen“, sagte ich. „Ich bin gekommen, weil es die letzte Nacht ist und ich sie mit dir verbringen will, ganz, wenn du das auch willst.“ Seine Hand legte sich über meine. „Ich will es“, sagte er. „Seit du mir heute Morgen über den Zaun gesagt hast, dass du wirklich fährst, will ich nichts anderes, als dich hierzuhaben, solange die Nacht reicht.“

Das genügte mir. Ich zog ihn an dem offenen Hemd zu mir, und er kam ohne Zögern. Sein Mund traf meinen, zuerst vorsichtig, dann mit dem Hunger, den wir beide seit Tagen unter höflichen Sätzen versteckt hatten. Er schmeckte nach Minze und nach dem Tee, den er offenbar getrunken hatte, während er wartete, und als ich die Lippen öffnete, fand seine Zunge meine, langsam und tief.

Die Vertrautheit dieses Kusses wollte mir die Knie weich machen. Seine Hände lagen an meiner Taille, groß und warm, und hielten mich, als fürchte er, der Morgen könne mich schon jetzt aus dem Raum ziehen. Ich stellte mich auf die Zehen, um näher an ihn heranzukommen, und spürte durch den Stoff seines Hemdes die Hitze seiner Brust. Wir küssten uns, bis mir die Luft knapp wurde und ich die Stirn an seine legen musste.

„Schließ die Tür richtig“, sagte ich leise. „Nicht mit dem Riegel. Nur ins Schloss. Ich will den Garten hören, aber niemanden sonst.“ Er nickte, drückte die Tür ins Holz, und das Schloss gab einen satten, kleinen Laut. Dann war der Raum unser: vier Wände, das schmale Bett, der Tisch, die Lampe, und an der Wand die Werkzeuge, ordentlich wie immer.

Neben den Werkzeugen hing ein Haken, an den ich im Mai mein Kleid gehängt hatte, an dem Abend, an dem aus einem Gespräch über Regen und Dachrinnen etwas anderes geworden war. Daran dachte ich nur einen Herzschlag lang. Diese Nacht sollte keine Wiederholung werden, sondern das Letzte, und deshalb ganz, mit nichts, das wir uns aus Scheu vorenthielten.

Jonas strich mir das Haar hinter das Ohr. „Sag mir, wenn ich langsamer werden soll“, sagte er. „Sag du mir, wenn du mich fester willst“, antwortete ich. „Ich bin nicht aus Glas. Ich fahre morgen, aber heute Nacht halte ich aus, was wir beide wollen, und ich werde es dir sagen, wenn sich etwas falsch anfühlt.“

Ein Lachen ging durch ihn, kurz und heiser, und dann küsste er mich am Hals, dort, wo die Haut dünn ist und jeder Atem sich verrät. Ich legte den Kopf zurück. Seine Lippen wanderten zur Mulde über dem Schlüsselbein, und seine Zunge zog eine feuchte Linie, die in der warmen Luft sofort kühl wurde. Ich griff in sein Haar, dicht und ein wenig zu lang im Nacken, und hielt ihn dort, wo ich ihn haben wollte.

„Das Kleid“, sagte ich. „Mach es auf.“ Seine Finger fanden die kleinen Knöpfe vorn und öffneten sie einzeln, nicht um mich zu quälen, sondern weil er zusah, wie der Stoff nachgab. Bei jedem Knopf atmete er aus, als hätte er etwas gefunden, das er kannte und trotzdem neu sah. Als der Stoff auseinanderfiel, schob er ihn von meinen Schultern, und das Kleid blieb an den Ellbogen hängen wie ein weiches Band, das mich nicht wirklich festhielt.

Darunter trug ich kein festes Oberteil, nur ein dünnes Hemdchen, das meine Brüste mehr zeigte als verbarg. Die Brustwarzen zeichneten sich dunkel ab, schon hart, bevor er sie berührt hatte. „Schön“, sagte er, und das schlichte Wort traf mich trotzdem mitten in die Brust. Er beugte sich und küsste durch den Stoff, zuerst links, dann rechts, der Mund heiß, die Zähne nur ein Hauch.

Ich stöhnte leise, weil das Haus nah an der Hecke stand und die Nacht Stimmen weitertrug, als man dachte. Er hörte es und wurde mutiger. Er schob das Hemdchen hoch, und dann lag sein Mund auf meiner nackten Haut, nahm eine Brustwarze zwischen die Lippen, saugte, ließ die Zunge kreisen. Ein Ziehen ging von dort direkt zwischen meine Schenkel, und ich drückte mich ihm entgegen, die Hand fest in seinem Haar.

„Jonas“, sagte ich, und mehr brauchte es nicht, weil er schon verstand. „Ich will dich schmecken, überall, darf ich?“, fragte er, die Stimme vibrierend an meiner Haut. „Ja“, sagte ich, schnell und klar, „ich will deinen Mund, und ich will, dass du dir Zeit lässt, bis ich es nicht mehr aushalte.“ Er nickte an meiner Brust, als hätte er auf genau dieses Ja gewartet.

Er zog mir das Kleid ganz von den Armen und hängte es über den Stuhl, als wäre ein Rest Ordnung noch wichtig, und gerade das rührte mich. Dann kniete er sich auf die Dielen, die unter seinem Gewicht kaum knarrten, weil er sie selbst gelegt hatte. Seine Hände glitten an meinen Waden hinauf, über die Knie, an die Innenseite der Oberschenkel, langsam genug, dass ich jede Stelle einzeln spürte. Ich stand vor ihm, nur noch in einem einfachen Slip, und der Stoff war bereits feucht, dort, wo ich ihn am meisten wollte.

Er bemerkte es, ohne dass ich es sagen musste. Sein Daumen strich über die feuchte Stelle, langsam, und ich zuckte, nicht weg, sondern näher. „So nass“, murmelte er, nicht als Spruch, eher erstaunt und dankbar. „Wegen dir“, sagte ich, „schon auf dem Weg hierher, schon als ich die Latte gehoben habe und das Licht gesehen habe.“

Er küsste mich durch den Stoff, den Mund fest auf meine Mitte gepresst, und die Wärme drang sofort durch. Meine Hände suchten Halt an seinen Schultern. Er zog den Slip zur Seite und leckte einmal lang über die bloße Haut, und ich keuchte, weil der Unterschied zwischen Stoff und Zunge so plötzlich war. Die Lampe warf sein Profil an die Wand, die Bewegung seines Mundes, meinen Bauch, der sich spannte.

Dann hatte er Erbarmen mit dem Stoff und zog den Slip an meinen Beinen herab. Ich stieg heraus, eine Hand an seinem Kopf, um das Gleichgewicht nicht zu verlieren. Er warf den Slip nicht fort, er legte ihn neben das Kleid, und diese kleine Sorgfalt machte mich weich und gleichzeitig ungeduldig. Danach schob er meine Schenkel auseinander, so weit, wie ich im Stehen konnte, und legte den Mund ganz auf mich.

Seine Zunge war geduldig und genau, denn er kannte mich. Er wusste, dass ich es nicht mochte, wenn man sofort hart auf die Klitoris drückte, und dass ich zuerst die breiten, langsamen Striche brauchte, die alles warm und offen machten. Genau das gab er mir. Er leckte von unten nach oben, die Zunge flach, und am Ende jedes Zuges setzte er einen kleinen Kreis, der mich zittern ließ, ohne mich zu überrennen.

Ich griff in sein Haar und hielt ihn nicht fest, ich führte ihn nur ein wenig, und er folgte, ohne Eitelkeit. Als ich die Hüften nach vorn schob, nahm er es an und leckte fester. Als ich „langsamer“ hauchte, wurde er langsamer und küsste mich stattdessen an der Innenseite des Schenkels, bis ich ihn wieder zurückholte. Das Vertrauen darin machte mich fast ebenso an wie seine Zunge, weil ich wusste, dass mein Nein hier genauso galt wie mein Ja.

Meine Knie fingen an zu zittern. „Aufs Bett“, sagte ich, die Stimme dünn. „Ich will liegen, und ich will die Beine für dich öffnen, richtig, nicht nur so weit, wie das Stehen es erlaubt.“ Er stand auf und küsste mich, und ich schmeckte mich auf seinen Lippen, salzig und hell, ein Geschmack, der mich nicht verlegen machte, sondern noch näher zu ihm zog.

Er hob mich nicht, er führte mich, die Hand an meiner Hüfte, und ich legte mich auf die Decke. Das Bett war schmal, meine Schulter streifte die Holzwand, und es roch nach Wolle und nach dem Lavendel, den er im Juni zwischen die Latten gesteckt hatte und der längst trocken war. Ich spreizte die Beine. Er kniete sich zwischen sie, schob die Hände unter meine Oberschenkel und zog mich ein Stück zu sich, bis mein Hintern an der Kante lag und er freien Zugang hatte.

Dann senkte er den Kopf wieder, und diesmal war nichts mehr zwischen uns. Seine Zunge teilte mich, fand die Feuchtigkeit, die schon aus mir lief, und verteilte sie mit langsamen Zügen. Er saugte leicht an meinen Schamlippen, küsste sie, leckte wieder hinauf, und jedes Geräusch war deutlich in dem kleinen Raum, feucht und ehrlich. Als er die Klitoris in den Mund nahm, tat er es weich, die Lippen darum geschlossen, die Zunge darunter in einem stetigen Takt.

Ich bog den Rücken durch. Ein Laut kam aus mir, den ich nicht mehr klein hielt, und draußen raschelte die Hecke, als antworte der Garten. Drinnen war nur sein Atem, meiner, und das feuchte Arbeiten seines Mundes. Ich griff in die Decke, stemmte die Fersen gegen seinen Rücken und sagte seinen Namen, dann nur noch Bruchstücke, dort, ja, genau so.

„Finger“, bat ich. „Bitte. Ich will dich in mir spüren, während du das tust.“ Er sah kurz auf, die Augen dunkel, die Lippen glänzend. „Zwei?“, fragte er. „Zwei, langsam“, sagte ich, „und sag nichts, wenn ich laut werde, außer du willst, dass ich leiser bin.“

Er nickte und führte zwei Finger ein, vorsichtig, drehte sie, bis er den Winkel fand, den ich mochte. Ich war so feucht, dass er leicht hineinglitt, und trotzdem spürte ich die Dehnung, das willkommene Ausgefülltsein, das mich die Zehen krümmen ließ. Er krümmte die Finger und bewegte sie in einem ruhigen Rhythmus, während sein Mund an meiner Klitoris blieb. Die beiden Empfindungen liefen ineinander, bis ich nicht mehr sagen konnte, welche mich höher trug.

Die Spannung zog sich zusammen, tief im Bauch, in den Oberschenkeln, hinter den Knien. Ich versuchte, sie zu halten, weil ich die Nacht lang machen wollte, aber mein Körper hatte andere Pläne und ließ sich nicht mehr verhandeln. Ich kam mit einem heftigen Zittern, die Innenwände zogen sich um seine Finger, und ich presste mir die freie Hand auf den Mund, um nicht den ganzen Garten zu wecken. Er blieb bei mir, die Zunge nur noch streichelnd, die Finger still, bis die Wellen nachließen und ich ihn an den Haaren nach oben zog.

„Komm her“, flüsterte ich. „Ich will dich küssen, und ich will dich sehen, nicht nur spüren.“ Er kam über mich, die Hose noch an, der Stoff rau an meinen nackten Schenkeln, und der Gegensatz machte mich ungeduldig. Ich öffnete seinen Gürtel mit Fingern, die nicht mehr zittern wollten und es trotzdem taten. Knopf, Reißverschluss, dann schob ich Hose und Shorts zugleich hinunter, und sein Schwanz sprang frei, hart, warm, die Spitze schon feucht.

Ich umfasste ihn und strich einmal von der Wurzel bis zur Eichel, langsam, der Daumen über die feuchte Spitze, und er stöhnte in meinen Mund. „Du auch“, sagte ich. „Zieh das aus. Ich will deine Haut auf meiner, nicht nur deinen Schwanz in der Hand.“ Er richtete sich auf, streifte Hemd und Hose ab und stand einen Atemzug lang nackt im Lampenlicht, bevor er sich wieder zu mir herunterbeugte.

Im Lampenlicht war er braun an den Armen und blasser an der Brust, ein Körper, der arbeitete und nicht für Blicke geformt war, und gerade deshalb wollte ich ihn. Breite Schultern, ein weicher Zug am Bauch und die dunkle Linie Haar führten hinunter zu seinem Schwanz, der schwer und hart stand. Ich setzte mich auf, nahm ihn wieder in die Hand und dann in den Mund, weil ich ihn schmecken wollte, bevor er in mir war. Er roch nach Haut, nach Seife und nach der Erde, die er den ganzen Tag angefasst hatte.

Er schmeckte nach Salz und nach warmer Haut. Ich ließ die Zunge um die Eichel kreisen, nahm ihn tiefer, nicht bis zum Würgen, sondern so weit, wie es gut war, und saugte auf dem Weg zurück. Meine Hand arbeitete mit, feucht von meinem Speichel, und drehte sich leicht an der Wurzel. Jonas legte die Hand in mein Haar, hielt mich nicht fest, strich nur, und das Zittern in seinen Fingern verriet, wie sehr er sich zurücknahm.

„Mara, wenn du so weitermachst, bin ich zu schnell“, sagte er heiser. Ich ließ ihn aus dem Mund gleiten und sah hinauf, die Lippen nass, die Hand noch um ihn geschlossen. „Noch nicht“, sagte ich. „Ich will dich in mir, wenn du kommst, aber ich wollte dich schmecken, einmal noch, richtig, weil es die letzte Nacht ist und ich nichts davon nur halb haben will.“

„Einmal noch“, wiederholte er, und in den zwei Wörtern lag die ganze Abreise, der Zug, die leere Wohnung, das Wissen, dass Wiederholung kein Versprechen war. Ich nahm ihn wieder auf, langsamer, genussvoller, die Wange kurz an seinem Bauch, eine Hand an seinem Hoden, vorsichtig, so wie er es mochte. Er atmete abgehackt. Als seine Hüften anfingen, sich zu bewegen, zog ich mich zurück und küsste die Spitze, ein kleiner Abschied von diesem Teil der Nacht, nicht vom Rest.

„Leg dich hin“, sagte ich. „Ich will oben sein. Ich will dein Gesicht sehen, wenn du in mir bist, und ich will bestimmen, wie tief du gehst, bis ich mehr verlange.“ „Wie du willst“, sagte er und legte sich auf den Rücken, der Kopf auf dem Kissen, das zu flach war und nach ihm roch. Ich stieg über ihn. Meine Knie fanden Platz links und rechts von seinen Hüften, knapp, und die Holzwand lag kühl an meiner Wade.

Ich rieb mich an ihm, ohne ihn schon aufzunehmen, glitt mit meiner feuchten Mitte an seinem Schaft entlang, und wir stöhnten beide über dieselbe Berührung. Seine Hände lagen an meinen Hüften, die Daumen strichen über die Knochen, wartend. „Jetzt?“, fragte er. „Jetzt“, sagte ich und griff zwischen uns, setzte ihn an und ließ mich sinken, den Atem angehalten, bis die erste Dehnung mich zwang, ihn wieder auszustoßen.

Die Welt wurde eng: nur dieses Nachgeben, dieses Gefülltwerden, der leise Laut, den ich nicht verhindern konnte. Er war dick genug, dass ich langsam gehen musste, und lang genug, dass ich ihn nicht auf einmal nahm. Ich atmete, senkte mich weiter, und er hielt still, die Kiefer angespannt, die Augen auf meinem Gesicht, die Hände locker, damit ich führen konnte. „Gut?“, fragte er. „Gut“, sagte ich, und es war mehr als gut, es war genau der Punkt, an dem Lust und Dehnung sich die Waage hielten.

„Warte“, sagte ich. „Ich will dich ganz.“ Ich setzte mich tiefer, Millimeter um Millimeter, bis ich auf seinen Hüften saß und er vollständig in mir war. Ein Schauer lief mir über den Rücken, und ich blieb einen Augenblick so, die Hände auf seiner Brust, und spürte ihn pochen. Draußen tickte etwas, vielleicht der Schlauch, vielleicht ein Insekt am Fenster, und drinnen war ich voll von ihm.

Der Gedanke, dass dies das letzte Mal sein könnte, machte jede Empfindung schärfer, nicht trauriger, denn die Trauer konnte warten, bis der Koffer im Taxi stand. Jetzt wollte ich ihn reiten. Ich begann mich zu bewegen, kleine Kreise zuerst, damit mein Körper sich an ihn gewöhnte, dann ein Heben und Senken, langsam, die Oberschenkel arbeitend. Jedes Mal, wenn ich mich senkte, traf er eine Stelle tief in mir, die mich die Lippen öffnen ließ.

Jonas sah mich an, als wolle er nichts von dieser Nacht an die Decke verlieren. Seine Hände wanderten zu meinen Brüsten, umfassten sie, die Daumen über die Brustwarzen, und das zusätzliche Ziehen ließ mich schneller werden. „So“, sagte ich, „fass mich an, ja, genau dort.“ Er setzte sich ein wenig auf, so weit das schmale Bett es erlaubte, und nahm eine Brust in den Mund, während ich mich auf ihm bewegte.

Die doppelte Empfindung war fast zu viel, und gerade deshalb wollte ich sie nicht missen. Ich griff in sein Haar und ritt ihn in einem stetigen Takt, das feuchte Geräusch unserer Körper deutlich zwischen den Holzwänden. Schweiß bildete sich zwischen meinen Brüsten, und er leckte ihn fort, als wäre auch das etwas, das er behalten wollte. Ich spürte, wie meine Oberschenkel zu brennen anfingen, und es war mir gleich, weil das Brennen zum Takt gehörte.

„Ich kann nicht nur zusehen“, sagte er heiser an meiner Brust. „Darf ich dich führen?“ „Ja“, sagte ich, „nimm mich, aber bleib in mir, ich will dich nicht verlieren, auch nicht für einen Stoß.“ Er umfasste meine Hüften fester und stieß von unten nach, erst vorsichtig, dann, als ich ihm entgegenkam und „härter“ sagte, mit mehr Kraft. Das Bett schlug leise gegen die Wand, ein vertrautes Geräusch, das mich einmal atemlos auflachen ließ, bevor das Lachen in ein Stöhnen überging, das ich an seiner Schulter erstickte.

Er fand einen Rhythmus, tief und gleichmäßig, und ich rieb bei jedem Stoß meine Klitoris an seinem Unterleib. Die Reibung war genau richtig, ein wenig rau, ein wenig nass, und sie traf sich mit dem Druck tief in mir. „Ich komme gleich wieder“, sagte ich, und es war Warnung und Versprechen zugleich. „Komm“, antwortete er, „ich will es spüren, ich halte noch, ich will dich um mich fühlen, bevor ich selbst nachgebe.“

Ich bewegte mich schneller, kleiner, gezielter, die Stirn an seiner, die Augen offen, weil ich ihn sehen wollte, wenn es mich überrollte. Der zweite Orgasmus kam anders als der erste, breiter, als würde Wärme sich in mir ausbreiten und dann plötzlich zuschnappen. Ich krampfte um ihn, rief seinen Namen gegen seinen Mund, und er hielt mich fest, stieß noch ein paarmal langsam durch die Kontraktionen. Das verlängerte alles, bis ich zitternd auf seiner Brust lag und nur noch atmen konnte, die Finger in seine Schultern gekrallt.

Er war noch hart in mir. Ich spürte es bei jedem Nachbeben, ein Pochen, das mein eigenes Zittern beantwortete. „Du bist nicht gekommen“, murmelte ich an seinem Hals. „Noch nicht“, sagte er, und seine Hand strich über meinen schweißnassen Rücken. „Ich wollte dich zuerst. Wir haben Zeit, der Himmel ist noch schwarz, und ich will nicht, dass diese Nacht nur aus einem Mal besteht.“

Ich küsste ihn unter dem Ohr, dort, wo der Puls noch schnell ging. „Dann dreh mich um“, sagte ich. „Ich will dich tief, und ich will, dass du diesmal nicht wartest, bis du nicht mehr kannst. Nimm mich, bis du kommst, wenn du das auch willst.“ Er schwieg einen Atemzug, nicht aus Zögern, sondern um die Frage richtig zu stellen. „In dir?“, fragte er.

„In mir“, sagte ich, „wie in den letzten Monaten, ich will das, ich will spüren, wie du dich in mir löst, wenn du es auch willst.“ „Ich will es“, sagte er, und die Ernsthaftigkeit in seiner Stimme war mir lieber als jede Heftigkeit. Er glitt aus mir, und die Leere war einen Moment fast schmerzhaft, ein kühler Zug, wo eben noch Fülle gewesen war. Dann half er mir, mich auf die Knie zu drehen, die Unterarme auf dem Kissen, den Rücken durchgedrückt, so wie wir es in diesem schmalen Bett gelernt hatten, wo nicht jede Stellung Platz hatte.

Er kniete hinter mir. Seine Hände strichen über meinen Hintern, nicht grob, eher bewundernd, und ein Daumen glitt durch die Nässe zwischen meinen Schenkeln und spreizte mich leicht. „Du bist so offen“, sagte er leise, „so schön so.“ „Dann komm rein“, sagte ich, „bitte, ich brauche dich wieder, ich will nicht lange leer bleiben.“ Er setzte an und drang in einem langen Stoß ein.

Aus diesem Winkel ging er tiefer, und ich presste das Gesicht ins Kissen, ein langer Laut, halb Überraschung, halb Lust. Er hielt inne, die Hände fest an meinen Hüften, und wartete, bis ich mich ihm entgegenschob und damit die Erlaubnis erneuerte. „Beweg dich“, sagte ich. Er bewegte sich, langsam zuerst, dann kräftiger, jeder Stoß ein klares, sattes Treffen, das mich nach vorn schob und wieder zurückholte.

Die Geräusche waren deutlicher so: Haut auf Haut, mein unterdrücktes Stöhnen, sein Atem, der rau wurde und sich mit meinem mischte. Eine Hand ließ meine Hüfte los und griff nach vorn, fand meine Klitoris und rieb sie im Takt, fest genug, dass ich zusammenzuckte. Ich war empfindlich vom zweiten Kommen, fast zu empfindlich, und ich sagte es ihm sofort. „Leichter“, bat ich, und das Wort war kaum draußen, da wurde die Hand weicher, nur noch ein Streichen.

Das war besser, ein Glühen statt eines Überreizes, und ich dankte ihm mit einem Laut und mit dem Körper, der sich ihm weiter öffnete. Er beugte sich über mich, die Brust an meinem Rücken, und küsste meine Schulter, während er weiter in mich stieß, der Mund nah an meinem Ohr. „Ich werde das vermissen“, sagte er, und es war keine Klage, nur die Wahrheit, ausgesprochen, während er in mir war. „Deine Stimme, wie du mich führst, wie du dich anfühlst, wenn du mich nimmst und mich trotzdem lenkst.“

„Dann nimm es jetzt“, sagte ich, „alles, was du mitnehmen kannst, ich bin hier, ich will, dass du kommst, ich will es spüren.“ Sein Rhythmus wurde ungleichmäßiger, tiefer, die Kontrolle wich dem, was der Körper verlangte. Ich stützte mich fester ab und nahm ihn, Stoß für Stoß, und sagte ja, so, komm. Seine Hand an meiner Klitoris blieb leicht, und zu meiner eigenen Überraschung baute sich noch einmal etwas auf, nicht so scharf wie zuvor, aber da.

„Mara“, sagte er, und mein Name klang, als stünde er am Rand. „Ja“, antwortete ich, „in mir, jetzt.“ Er stieß tief und hielt, und ich spürte, wie er kam, das Pulsieren, die Wärme, die sich in mir ausbreitete, sein Stöhnen an meiner Schulter, gedämpft, weil auch er die Nacht nicht mit einem Schrei hergeben wollte. Ich drückte mich zurück, nahm alles, und das Ziehen in mir löste sich in einem kleineren, zittrigen Kommen, das seins begleitete.

Wir blieben so, ineinander, atmend, bis seine Arme nachgaben und er uns vorsichtig zur Seite legte, noch verbunden, mein Rücken an seiner Brust, sein Arm um meine Taille. Sein Herz schlug gegen mein Schulterblatt. Zwischen meinen Schenkeln wurde es warm und feucht, und ich hielt die Beine geschlossen, nicht aus Scham, sondern weil ich ihn noch nicht verlieren wollte. Die Lampe brannte, und durch den Spalt am Fenster kam kühlere Luft und trocknete den Schweiß auf meiner Hüfte.

„Geht es dir gut?“, fragte er schließlich, die Stimme rau. „Ja“, sagte ich und legte meine Hand auf seine. „Mehr als gut, ein bisschen wund auf die richtige Art, und traurig, aber das darf sein, es ändert nichts daran, dass ich das wollte.“ Er küsste meinen Nacken. „Ich auch“, sagte er, und wir lagen, bis er aus mir glitt und die Leere milder zurückkam, als ich erwartet hatte.

Er stand auf, nackt, holte ein weiches Tuch und wischte mich vorsichtig ab, fragte noch einmal, ob es zu viel gewesen sei, und ich schüttelte den Kopf und zog ihn für einen Kuss herunter, der die Frage beendete. Wir tranken Wasser aus der Flasche auf dem Boden, lauwarm und geschmacklos, und ich war dankbar dafür. „Komm gut an“, sagte er leise, als hätte der Abschied schon an der Tür gestanden. „Schreib mir, wenn du willst, nicht, wenn du meinst, du müsstest.“

Ich zog mich an, er die Hose, und an der Tür küssten wir uns lange, ohne dass Hände unter den Stoff wanderten. Draußen war die Luft kühl, der Himmel grau am Rand. Er brachte mich bis zur Latte, ich stieg hinüber, und das Gartenhaus leuchtete noch hinter ihm.

„Eine Minute noch“, sagte ich, und er nickte. Im dunklen Badezimmer sah ich das Licht verlöschen, nicht abrupt, sondern langsam, und zwischen meinen Beinen pochte die Nacht, während ich noch die Nachbarin war, bis das Wasser kam.

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