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Die Umkehr nach der letzten Stunde

Reife Frau · 18 Minuten lesen · 24 Minuten hören

Gelesen von Ekaterina

Teil 3 der Serie Im besten Alter (1)

Der Raum roch noch nach warmem Holz und nach dem Öl, das ich am Ende jeder Stunde in die Handflächen genommen hatte. Die Matten lagen gestapelt an der Wand, bis auf eine, die in der Mitte des Studios lag, genau dort, wo das Abendlicht durch die hohen Fenster auf die Dielen fiel. Ich war 41 Jahre alt, und Jonas war es auch. Das hatte uns beide am ersten Abend überrascht, als er nach dem Kurs an der Tür stehen blieb und sagte, er habe mit einer älteren Yogalehrerin gerechnet und nicht mit einer Frau aus seinem eigenen Jahrgang.

Seit vier Monaten kam er zweimal in der Woche. Er stellte die Füße mit einer Ruhe hin, die ich bei Schülern selten sah, und er hörte zu, ohne die Haltung schon in seinem Kopf zu korrigieren, bevor ich den Satz beendet hatte. Manchmal blieb er nach dem Abschied der anderen noch einen Moment auf seiner Matte sitzen, die Augen geschlossen, die Hände locker auf den Knien. Ich räumte dann die Decken in den Schrank und tat so, als ginge mich dieses Sitzen nichts an. Es ging mich etwas an. Ich merkte es an der Art, wie mein Blick zu seinem Nacken zurückkehrte, an der ruhigen Linie zwischen Schulter und Ohr, an der Wärme, die in mir aufstieg, obwohl der Raum schon abkühlte.

An einem Donnerstag, vor drei Tagen, hatten wir die Tür hinter der letzten Teilnehmerin geschlossen und uns auf die Fensterbank gesetzt, mit Tee, der zu stark gezogen war. Ich hatte den Satz lange im Mund gehabt. Er war mir zuvorgekommen. Er sagte, er wolle etwas vorschlagen, und er wolle es nur sagen, wenn ich es hören wolle. Ich nickte. Er sprach langsam.

Er sagte, er spüre seit Wochen, dass zwischen uns etwas liege, das keine Korrektur an der Hüfte mehr sei. Er sagte, er wünsche sich eine Stunde, in der die Rollen umgekehrt seien: er führe, ich folge, und zwar nur, wenn ich das genauso wolle wie er. Kein Spiel mit Überrumpelung. Eine Absprache, klar wie eine Atemübung, und ein Wort, das alles beende, sobald eines von uns es ausspreche.

Pause, hatte ich gesagt, und er hatte das Wort wiederholt, als wolle er es sich in die Zunge legen. Pause, und dann Stille, und dann kein Weiter. Ich hatte ja gesagt. Nicht aus Höflichkeit und nicht, weil der Abend lang gewesen war, sondern weil die Vorstellung, einmal nicht die Stimme im Raum zu sein, mir den Atem enger gemacht hatte, auf eine Weise, die ich kannte und die ich wollte. Wir hatten die Einzelheiten besprochen, ohne uns zu berühren.

Was erlaubt sein sollte, wenn die Führung von der Matte in die Nähe überging. Dass Kleider nur fallen, wenn ich es laut bestätige. Dass er fragt, bevor er mich an Stellen anfasst, die nicht zur Ausrichtung gehören. Dass wir beide 41 sind und dass keiner von uns so tut, als sei der andere unerfahren oder schutzbedürftig. Zwei Erwachsene, eine vereinbarte Umkehr, ein Abend.

Heute war Freitag, die letzte Stunde des Tages war vorbei, und ich hatte die anderen früher als sonst verabschiedet. Jonas war nicht im Kurs gewesen. Das gehörte zur Absprache. Er sollte kommen, wenn der Raum leer war, damit die Stunde, die er hielt, niemandem gehörte außer uns.

Ich stand barfuß auf den Dielen, das Haar noch im Knoten, das langärmlige Oberteil über der weichen Hose, und hörte auf das Geräusch der Straße, das durch das gekippte Fenster hereinzog. Mein Herz schlug schneller, als es nach einem normalen Kurs schlug. Ich legte die Hand auf das Brustbein und atmete so, wie ich es andere lehrte: ein durch die Nase, lang aus dem Mund, ohne den Atem zu zwingen.

Als er klopfte, war es ein kurzes, ruhiges Klopfen, kein Drängen. Ich öffnete. Er trug dieselbe dunkle Hose wie im Kurs und ein schlichtes Hemd, die Ärmel bis zu den Unterarmen aufgerollt, und er roch nach Seife und nach der kühlen Luft draußen. Er blieb auf der Schwelle stehen, bis ich zur Seite trat. Das war keine Schüchternheit. Er wartete auf die Einladung, auch in diesem kleinen Schritt, und ich gab sie ihm mit einem Nicken und mit den Worten, dass er hereinkommen solle, wenn er noch wolle, was wir besprochen hatten.

Er schloss die Tür hinter sich und drehte den Schlüssel nicht um, bevor er mich ansah. Darf ich abschließen, fragte er, damit niemand aus Versehen hereinkommt? Ich sagte ja. Das Metall klickte leise. Danach stand er mit den Händen an den Seiten da und fragte noch einmal, ohne die Stimme zu senken, als müsse das Wort leise sein, um ernst zu sein.

Willst du das heute noch? Ich sagte ja. Ich sagte, dass ich die ganze Woche daran gedacht hatte und dass mein Ja von Donnerstag nicht verblasst war. Er nickte. Wenn du Pause sagst, höre ich auf, und ich frage nicht, warum. Ich wiederholte das, damit er hörte, dass ich es nicht nur gehört, sondern behalten hatte.

Dann änderte sich etwas in seiner Haltung, nicht groß, nur so, wie sich eine Stimme ändert, wenn sie eine Stunde eröffnet. Er bat mich, die vertraute Eröffnung aus dem Kopf zu lassen und die Stunde ganz bei seiner Stimme zu lassen, weil der erste Satz nun ihm gehörte und nicht mehr mir allein. Er zeigte auf die einzelne Matte. Stell dich bitte dorthin, die Füße hüftbreit, und warte auf meine Stimme.

Nicht auf deine. Ich ging. Der Boden unter der Matte war vertraut, und doch fühlte er sich anders an, weil ich nicht mehr diejenige war, die den ersten Satz sprechen würde.

Er stellte sich nicht hinter mich, wie ich es bei Korrekturen oft tat, sondern seitlich, so dass ich ihn im Augenwinkel behielt. Atme ein, sagte er, und zähle innerlich bis vier. Atme aus, bis sechs. Ich gehorchte, und das Wort gehorchen fühlte sich in meinem Kopf fremd und gleichzeitig richtig an, weil ich es gewählt hatte. Meine Schultern sanken.

Er bemerkte es und sagte nichts Lobendes, kein gut so, das die Lehrerin in mir erwartet hätte. Er ließ die Stille die Arbeit tun. Nach einigen Atemzügen bat er mich, die Arme langsam zu heben, bis die Handflächen sich über dem Kopf trafen, und dort zu bleiben, ohne die Rippen nach vorn zu schieben.

Ich spürte die Dehnung an den Seiten des Rumpfs und die kleine Ungeduld, die immer kam, wenn ich selbst in einer Haltung stand und schon die nächste im Kopf hatte. Heute durfte ich die nächste nicht kennen. Das war der Kern der Umkehr. Er bestimmte die Reihenfolge. Ich lieferte nur den Körper und die Aufmerksamkeit. Er trat näher.

Darf ich deine Ellbogen ausrichten, fragte er. Ich sagte ja. Seine Hände legten sich leicht an die Außenseiten meiner Arme, warm, trocken, ohne zu drücken. Er drehte die Ellbogen eine Spur nach innen, so wie ich es selbst getan hätte, und die Berührung dauerte einen Herzschlag länger als nötig. Ich ließ den Atem nicht stocken. Ich wollte, dass er merkte, dass ich die Länge dieser Berührung bemerkt hatte und dass ich sie nicht zurückwies.

Senk die Arme, sagte er, und komm in eine Vorbeuge, Knie weich, Nacken lang. Ich faltete mich nach vorn. Das Blut lief in den Kopf, das Haar löste sich ein wenig aus dem Knoten und hing vor meinem Gesicht. Er fragte, ob er eine Hand auf meinen unteren Rücken legen dürfe, nur um mich daran zu erinnern, die Länge zu halten und nicht in die Knie zu sacken. Ja, sagte ich, und das Ja klang in der Vorbeuge belegt.

Seine Handfläche legte sich breit und ruhig über den Stoff, knapp über dem Bund der Hose. Hitze ging von ihr aus, eine Hitze, die nichts mit der Dehnung zu tun hatte. Ich blieb in der Haltung, weil er mich nicht herausgerufen hatte, und spürte, wie sich zwischen meinen Beinen etwas sammelte, langsam, ohne Eile, wie Wasser, das in eine Mulde läuft.

Als er mich bat, mich Wirbel für Wirbel aufzurichten, tat ich es langsam, und als ich wieder stand, war sein Gesicht nah. Er sah mich an, nicht als Lehrer, der eine Linie prüft, sondern als Mann, der eine Frau ansieht und wartet. Die Rollen waren klar, und doch lag in seinem Blick die Frage, die wir nicht aus der Absprache streichen wollten. Darf ich dich küssen, fragte er. Ich sagte ja, bevor der Satz ganz zu Ende war, und schämte mich nicht für die Eile.

Sein Mund traf meinen ohne Hast. Er küsste, wie er sprach: deutlich, mit Pausen, in denen ich hätte zurückweichen können. Ich wich nicht zurück. Ich öffnete die Lippen, und seine Zunge fand meine, warm, schmeckend nach dem Tee, den er vielleicht auf dem Weg getrunken hatte, und nach ihm selbst.

Der Kuss wurde tiefer. Seine Hand blieb auf meinem Rücken, die andere legte er erst an meine Taille, nachdem er gefragt hatte, und ich hatte wieder ja gesagt, diesmal gegen seinen Mund, so dass das Wort in den Kuss hineinfiel. Ich spürte die Breite seiner Hand durch den Stoff, den Druck seiner Finger, die nicht griffen, sondern hielten. Mein Körper lehnte sich ihm entgegen, ohne dass er es verlangt hatte. Das war meine eigene Bewegung, und ich wollte, dass sie ihm gehörte, soweit eine Bewegung gehören kann, die aus mir kam.

Er löste den Kuss und legte die Stirn an meine. Atme, sagte er leise. Du hältst die Luft an. Ich lachte einmal, kurz, und atmete aus. Es stimmte. Die Lehrerin, die anderen den Atem zurückgab, hatte ihren eigenen vergessen.

Er trat einen halben Schritt zurück und sah an mir herab, nicht abschätzend, sondern als sammle er den nächsten Satz. Ich möchte, dass du das Oberteil ausziehst, sagte er. Nur wenn du es laut willst. Sag es, oder sag Pause, oder sag, dass du es noch anbehalten möchtest. Beides ist ein voller Satz in dieser Stunde. Ich hörte die Sorgfalt und spürte darunter das Begehren, das seine Stimme eine Spur rauer machte.

Ich will es ausziehen, sagte ich. Ich will, dass du zusiehst. Er nickte. Dann tu es langsam, und bleib danach stehen, die Arme an den Seiten, bis ich etwas anderes sage.

Ich griff an den Saum und zog das Oberteil über den Kopf. Die Luft im Raum war nicht kalt, aber sie legte sich sofort auf die bloße Haut meiner Arme, meiner Schultern, meines Bauchs. Darunter trug ich keinen weiteren Stoff über der Brust. Das hatte ich am Morgen entschieden, nicht als Falle, sondern als Wahrheit: ich wollte, dass der erste Blick kein Umweg war. Jonas sah mich an, und sein Atem veränderte sich sichtbar, hob den Brustkorb, senkte ihn langsamer.

Er sagte nichts für einen Moment. Dann sprach er: Du bist schön. Nicht als Floskel, die eine Stunde füllt, sondern als Feststellung, die er sich erlaubt hatte, weil die Absprache auch das erlaubte: dass wir einander sagen, was wir sehen.

Er fragte, ob er näher kommen dürfe. Ich sagte ja. Er stellte sich vor mich, die Hände noch bei sich, und betrachtete meine Brüste, die sich mit dem Atem hoben, die Brustwarzen bereits fest von der Luft und von dem, was der Kuss in mir angestoßen hatte. Darf ich sie anfassen? Ja.

Seine Hände kamen langsam, umschlossen mich nicht sofort, sondern legten sich zuerst unter die Rundung, hoben das Gewicht, als wolle er es kennenlernen. Die Daumen strichen einmal über die Brustwarzen. Ein Ziehen lief von dort nach unten, scharf und süß, und ich hörte mich selbst leise ausatmen. Noch einmal, sagte er, und es war unklar, ob er das zu sich oder zu mir sagte, aber seine Daumen wiederholten die Bewegung, kreisten, drückten leicht. Ich wollte die Augen schließen.

Sieh mich an, sagte er. Das ist Teil der Haltung. Ich öffnete die Augen und hielt seinem Blick stand, während er meine Brustwarzen zwischen den Fingern nahm und sie mit einem Druck rollte, der gerade unter der Grenze lag, an der es zu viel geworden wäre. Es war nicht zu viel. Es war genau das, was ich wollte, und ich sagte es ihm, damit die Führung nicht im Dunkeln raten musste.

Gut, sagte er, und diesmal war das Wort kein Lehrerlob, sondern eine Antwort. Er beugte den Kopf und nahm eine Brustwarze in den Mund. Die Wärme seiner Zunge, das leichte Saugen, der Atem an meiner Haut: ich legte eine Hand in sein Haar, und er hielt inne, nur eine Sekunde, bis ich sagte, dass er bleiben solle, dass die Hand ein Ja sei und kein Lenken. Er blieb.

Er saugte fester, ließ die Zunge flattern, wechselte zur anderen Brust, während seine Hand die erste weiter hielt, feucht von seinem Mund. Meine Knie wurden weicher. Er merkte es und richtete sich auf, eine Hand an meiner Taille, damit ich stand.

Die Hose, sagte er. Ich möchte sie dir ausziehen, wenn du das willst. Oder du ziehst sie selbst aus und gibst sie mir. Such dir aus, wer die Hände führt, aber sag es. Ich wollte seine Hände. Ich sagte es so.

Er ging in die Hocke, nicht hastig, und hakte die Finger in den Bund, wartete, bis ich die Hüften ein wenig anhob in einem Nicken des Körpers, und zog Hose und den dünnen Slip darunter in einer Bewegung herunter. Ich stieg aus dem Stoff. Er legte ihn zur Seite, ordentlich, als gehöre auch das zur Stunde, und blieb einen Moment in der Hocke, das Gesicht auf der Höhe meines Schoßes, ohne ihn zu berühren.

Darf ich dich ansehen, fragte er, und die Frage war so schlicht, dass sie mich mehr erregte als ein derber Satz es getan hätte. Ja. Er sah. Ich spürte seinen Blick auf den Schamlippen, auf der Feuchtigkeit, die schon glänzte, auf den Innenseiten der Oberschenkel. Er atmete aus, und der Atem streifte mich, warm. Du bist nass, sagte er leise.

Ich will dich schmecken. Darf ich? Ja, sagte ich, und das Wort kam heiser. Er bat mich, die Füße etwas weiter auseinanderzustellen und eine Hand auf seinen Kopf zu legen, nicht um ihn zu führen, sondern um mich zu halten. Ich tat es. Dann legte er den Mund an mich.

Die erste Berührung seiner Zunge war breit und langsam, von unten nach oben, ein Kennenlernen, kein Trick. Ich zuckte trotzdem, weil die Empfindung sofort groß war. Er legte die Hände an meine Hüften, fest genug, um mich zu stabilisieren, und fragte gegen meine Haut, ob der Druck der Hände recht sei. Ja.

Er leckte wieder, diesmal gezielter, die Zungenspitze fand den Kitzler und umkreiste ihn, ohne direkt darauf zu bleiben, bis ich die Hüften unwillkürlich vorschob. Dann blieb er dort. Er saugte leicht, ließ die Zunge flach werden, dann spitz, wechselte den Rhythmus so, wie ein guter Lehrer den Atem wechselt, wenn der Körper ihn braucht. Ich war die Schülerin und gleichzeitig die Frau, die ihren eigenen Körper seit Jahren kannte, und beides zusammen machte mich laut.

Ein Stöhnen löste sich, das ich im Kurs nie von mir gehört hatte. Er brummte zustimmend, und die Schwingung ging in mich über.

Zwei Finger, sagte er, und hob den Blick, das Kinn feucht. Darf ich sie in dich legen? Ich nickte und sagte ja, weil wir vereinbart hatten, dass ein Nicken nicht genügt, wenn der Mund frei ist. Er lächelte kurz, dankbar für die Regel, und führte zwei Finger langsam ein, erst einen, dann den zweiten, als mein Körper nachgab. Ich war eng und bereit zugleich.

Er krümmte die Finger nach vorn, suchte, fand die Stelle, an der der Druck tiefer ging als die Oberfläche, und hielt sie, während sein Mund wieder zum Kitzler zurückkehrte. Die Verbindung von beidem ließ meine Beine zittern. Ich sagte seinen Namen. Er antwortete nicht mit Worten, sondern mit einem gleichmäßigen Saugen und einem Druck der Finger, der nicht hetzte.

Ich spürte, wie sich alles in mir sammelte, ein Ziehen, das vom Becken in den Bauch stieg und die Oberschenkel hart machte. Nicht kommen, sagte er plötzlich, ruhig, und hob den Mund gerade so weit, dass die Worte klar waren. Noch nicht. Halt es. Atme. Wenn du nicht halten kannst, sag es, und dann entscheide ich neu.

Die Anweisung traf mich wie eine Hand auf dem Brustbein. Ich wollte kommen. Ich wollte auch gehorchen, weil das die Stunde war, die ich erbeten hatte. Ich atmete, zählte innerlich, verlor die Zahl, fand sie wieder. Seine Finger bewegten sich kaum, nur ein kleines Pulsieren, genug, um mich am Rand zu halten, nicht genug, um mich hinüberzuschieben. Es war quälend auf die gute Art, eine Kante, die ich selbst gewählt hatte, indem ich seine Führung gewählt hatte.

Als er die Finger zurückzog, entfuhr mir ein Laut, der halb Protest und halb Erleichterung war. Er stand auf und küsste mich, und ich schmeckte mich auf seiner Zunge, salzig und warm. Zieh mir das Hemd aus, sagte er. Ich will deine Hände an meiner Haut, und ich will, dass du dabei die Schülerin bleibst: du tust, was ich sage, und du sagst, wenn etwas nicht stimmt.

Ich knöpfte das Hemd auf, Knopf für Knopf, und schob es von seinen Schultern. Seine Brust war breit, die Haut warm, ein paar Haare, die sich unter meinen Handflächen kräuselten. Er ließ mich einen Moment die Hände dort liegen, dann bat er mich, die Hose zu öffnen.

Ich öffnete den Knopf, zog den Reißverschluss herunter und schob Hose und Unterhose über seine Hüften. Sein Schwanz war hart, dick, die Spitze schon feucht, und er stand so nah an meinem Bauch, dass ich die Wärme spürte, bevor ich ihn berührte. Sieh ihn an, sagte Jonas. Dann nimm ihn in die Hand, fest, aber nicht hastig, und streich einmal von der Wurzel bis zur Spitze.

Ich tat es. Die Haut war heiß und glatt, der Schaft fest unter meinen Fingern. Ein Tropfen trat aus und benetzte meinen Daumen. Er atmete scharf ein und hielt danach die Luft an, so wie ich es vorhin getan hatte. Ich wollte lächeln und tat es, klein, und er sah es und legte die Hand über meine, nicht um sie wegzunehmen, sondern um den Druck zu führen.

So, sagte er. Langsam. Ich will noch nicht in deiner Hand kommen. Ich will in dir kommen, wenn du das auch willst.

Ich will das, sagte ich. Ich will dich in mir. Die Worte waren klar, und sie machten mich noch nasser, als ich sie aussprach. Er küsste mich einmal, kurz, hart, und bat mich dann, mich auf die Matte zu legen, auf den Rücken, die Knie angezogen, die Füße auf dem Boden. Ich legte mich hin.

Die Matte war vertraut unter den Schulterblättern, der Raum über mir hoch und still, das Abendlicht inzwischen wärmer und tiefer, orange an der Wand. Er kniete sich zwischen meine Beine und strich mit den Händen an den Innenseiten der Oberschenkel entlang, nach oben, stoppte kurz vor dem Schoß. Letzte Frage, bevor ich in dich gehe, sagte er. Willst du es jetzt, so, und darf ich das Tempo bestimmen, bis du etwas anderes sagst?

Ja, sagte ich. Tempo bei dir. Wenn ich mehr will, sage ich mehr. Wenn ich Pause sage, hörst du auf.

Er nickte, nahm seinen Schwanz in die Hand und führte die Spitze an meine Öffnung, rieb sie einmal durch die Feuchtigkeit, ohne einzudringen, so dass ich die Glätte spürte und die Erwartung, die fast schmerzte. Dann schob er sich langsam in mich. Zentimeter für Zentimeter, mit Pausen, in denen er mich ansah und ich nicken und ja sagen konnte, weil der Mund frei blieb, solange ich nicht vergaß zu atmen. Er füllte mich ganz.

Der Druck war tief, satt, ein Ausgefülltsein, das mir die Augen schließen ließ, bis er sagte, sieh mich an, und ich sie öffnete. Er war über mir, auf die Unterarme gestützt, das Gesicht ernst und offen, und er bewegte sich noch nicht. Atme mit mir, sagte er. Ein, wenn ich mich zurückziehe. Aus, wenn ich wieder in dich komme. Ich versuchte es.

Beim ersten langsamen Stoß verlor ich den Takt, weil die Empfindung zu groß war. Er wartete und wiederholte die Bewegung noch langsamer, bis ich den Atem fand. Er hielt den Rhythmus gleichmäßig und tief und sprach leise, dass ich bei ihm bleiben solle. Ich bat um mehr Tempo. Er gab es mir nach zehn weiteren Atemzügen.

Er hob mein Becken an, und der nächste Stoß traf tiefer und direkter. Da, sagte ich, genau da, und er blieb bei diesem Winkel. Er wurde schneller, entschieden, nicht roh, und hielt den Takt, auch als ich zu zittern begann.

Jonas, sagte ich, ich komme, wenn du so weiter machst. Dann komm, sagte er, ich will es hören und sehen. Seine Finger fanden meinen Kitzler und kreisten im Takt seiner Stöße. Ich kam mit einem Schrei, den die Fenster schluckten, und die Innenmuskeln zogen sich Welle um Welle um ihn zusammen. Er folgte mir kurz danach mit einem tiefen Laut, blieb in mir und hielt mich fest.

Danach lagen wir auf der Matte, sein Gewicht zur Seite genommen, und atmeten ohne Zählen. Er fragte leise, ob es mir gut gehe, und ich sagte ja. Die Umkehr sei genau das gewesen, was ich gewollt hatte, sagte ich, und er küsste mir die Schläfe. Draußen wurde das Licht dünner, und im Raum blieb nur unsere Wärme auf dem Holz. Wir blieben noch eine Weile so, ohne die Rollen wieder umzudrehen.

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