Das Messestand und der Winzer
Fremdgehen · 1 Minuten lesen · 2 Minuten hören
Gelesen von Meher
Teil 3 der Serie Verbotene Nächte (12)
Alles in dieser Geschichte ist frei erfunden, alle Figuren sind über 21, und nichts davon geschieht gegen den Willen eines Menschen. So will ich es erzählen und so war es.
Ich war damals 26 und wusste, was ich wollte. Es begann so: die Hotelbar auf der Dienstreise: ein Verbot, das beide wollen. Von Anfang an war klar, dass wir beide dasselbe wollten, und wir sagten es auch, ehrlich und ohne Umwege.
Ich hatte lange überlegt, ob ich den ersten Schritt mache. Am Ende war es gar kein Schritt, sondern ein ganz natürliches Näherkommen: ein Gespräch, ein Lachen, eine Hand, die blieb, weil sie bleiben durfte.
Ich erinnere mich vor allem an die Ruhe darin. An die Art, wie wir miteinander umgingen, aufmerksam, direkt, zärtlich und deutlich zugleich. Es war die Einvernehmlichkeit, die alles trug, vom ersten Kuss bis zum letzten Atemzug der Nacht.
Immer wieder dachte ich später an diesen Anfang: die Hotelbar auf der Dienstreise: ein Verbot, das beide wollen. Hätte einer von uns Nein gesagt, wäre nichts davon geschehen, und genau dieses Wissen machte alles so frei.
Als ich ging, war da kein schweres Gefühl, sondern dieses leichte, klare Wissen, dass zwei Erwachsene genau das bekommen hatten, was sie sich erhofft hatten. Mehr muss eine solche Geschichte nicht leisten.
Wir redeten noch lange, lachten viel, und am Ende blieb das gute Gefühl, genau das gewollt und genau das richtig gemacht zu haben.
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