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Er wartet auf mein Wort

Für Frauen · 28 Minuten lesen · 37 Minuten hören

Gelesen von Ekaterina

Teil 2 der Serie Ihre Lust (1)

Ich war zweiunddreißig, er sechsunddreißig, und die Regel stand seit Sonntag, als der Kaffee kalt geworden war und keiner von uns zur Arbeit musste. Heute Abend galt sie. Er würde zuerst zuhören. Nicht raten, nicht übernehmen, nicht aus Gewohnheit die Hand an meine Hüfte legen, bevor ich es gesagt hatte. Ich würde führen. Er hatte ja gesagt, ruhig und ohne Spott, und dieses Ja hatte ich die ganze Woche im Körper getragen, zwischen Meetings und dem gewöhnlichen Lärm der Stadt.

In der Bahn schrieb ich ihm nur einen Satz. Die Absprache steht. Er antwortete nicht mit einem Plan und nicht mit einem Bild. Er schrieb: Ich höre. Ich las die zwei Wörter noch einmal, als der Zug in den Tunnel fuhr, und spürte, wie sich etwas in mir sammelte, das sonst immer ein wenig hinter ihm herlief. Wir kannten uns seit drei Jahren. Er war kein fremder Körper. Gerade deshalb brauchte der Tausch eine klare Kante. Gewohnheit ist eine leise Form von Übernehmen, und wir hatten beide gemerkt, dass ich oft schon nachgab, bevor ich wusste, was ich eigentlich wollte.

Als ich die Wohnungstür aufschloss, roch es nach dem Brot, das er immer zu lange im Ofen ließ, und nach dem Holz der alten Dielen. Er stand in der Küche, barfuß, das Hemd noch zugeknöpft, die Ärmel aber schon hochgeschoben. Er sah mich an und blieb stehen. Das war neu. Sonst kam er mir entgegen, küsste mich an der Schläfe und nahm mir die Tasche ab, bevor ich den Satz zu Ende gebracht hatte. Heute hielt er den Abstand, als sei der Boden zwischen uns eine Vereinbarung und nicht nur Flur.

„Du erinnerst dich“, sagte ich.

„An jedes Wort“, sagte er.

Ich stellte die Tasche ab und zog die Schuhe aus. Meine Füße waren warm vom Tag. Ich ging nicht sofort zu ihm. Ich wollte sehen, ob er die Stille aushielt. Er tat es. Die Hände blieben an der Arbeitsplatte, die Schultern locker, der Blick auf meinem Gesicht und nicht schon auf dem Ausschnitt. Ich wusch mir die Hände am Spülbecken, langsam, und er trat nicht näher, obwohl er sonst in solchen Minuten schon den Arm um mich gelegt hätte. Das Wasser war kühl. Ich trocknete die Finger an dem Tuch und drehte mich zu ihm um.

„Wir sprechen es noch einmal aus“, sagte ich. „Damit es nicht nur vom Sonntag hängt.“

Er nickte. „Sag es.“

„Heute bewegst du dich nur, wenn ich es will. Du fragst, wenn du unsicher bist. Du hörst zuerst. Wenn ich stopp sage, ist Schluss, ohne Diskussion. Wenn du stopp sagst, gilt dasselbe. Kein Spiel mit dem Wort. Kein Deuten, das ich hinterher richtig finden soll.“

„Einverstanden“, sagte er. Seine Stimme war tiefer als am Telefon. „Ich will das. Ich will dich führen lassen. Und wenn es mir zu viel wird, sage ich es. Nicht aus Höflichkeit hinterher.“

Ich trat näher. Der Abstand zwischen uns war noch eine Armlänge. Ich roch sein Hemd, das saubere Baumwollzeug, und darunter die Wärme seiner Haut. Mein Puls saß hoch im Hals. Es war kein Schreck. Es war die Schärfe einer Entscheidung, die wir beide tragen würden. Am Sonntag hatte ich ihm erklärt, warum ich den Abend brauchte. Nicht weil er grob war. Weil er schnell las und dann handelte, und weil ich manchmal in seiner Sicherheit verschwand, bevor meine eigene Lust einen Satz gebildet hatte. Er hatte zugehört, die Tasse gedreht und gesagt, dass er das kannte, von sich aus, dieses hilfsbereite Vorauseilen. Heute sollte das Vorauseilen ausbleiben.

„Setz dich auf den Stuhl am Fenster“, sagte ich.

Er setzte sich. Die Bewegung war langsam, als prüfe er jeden Schritt gegen meine Stimme. Der Stuhl knarrte. Draußen war der Hof dunkel, nur eine Laterne warf ein gelbes Viereck auf die Wand. Ich blieb stehen, die Hände an den Knöpfen meiner Bluse, und sah ihn an, bis er den Blick senkte und wieder hob, weil ich nichts gesagt hatte und er nicht wusste, ob Senken schon ein eigenes Handeln war.

„Sieh mich an“, sagte ich. „Das darfst du. Alles andere wartest du ab.“

„Ich sehe dich an.“

Ich öffnete den ersten Knopf und sprach dabei, weil ich den Moment nicht stumm verschenken wollte. „Die ganze Woche habe ich daran gedacht, dass du wartest. Nicht als Strafe. Als Aufmerksamkeit.“ Der zweite Knopf. Die Luft in der Küche war nicht kalt, aber sie legte sich auf die Haut, sobald der Stoff nachgab. „Ich will, dass du mich hörst, bevor du mich nimmst. Auch wenn du schon weißt, wie mein Körper geht.“ Der dritte Knopf. Ich erzählte ihm nicht jedes Gefühl in schönen Bildern. Ich ließ ihn zusehen und schwieg dann lange genug, dass sein Atem hörbar wurde. Das war der Anfang des Tauschs. Sonst hätte er jetzt schon die Hand ausgestreckt. Heute lagen seine Handflächen auf den Oberschenkeln, die Finger leicht gespreizt, als halte er sich selbst fest.

„Gefällt dir das Warten?“, fragte ich.

„Ja.“ Er schluckte. „Es macht mich unruhig. Auf eine Art, die ich behalten will. Darf ich sagen, wo die Unruhe sitzt?“

„Du darfst es sagen. Nicht handeln.“

„In den Händen“, sagte er. „Und tiefer. Ich bin schon hart, und ich bleibe sitzen.“

Die Ehrlichkeit traf genauer als eine Berührung. Ich spürte Wärme zwischen den Beinen, ein langsames Schwerwerden, und ich ließ es zu, ohne es ihm sofort zu schenken. Ich öffnete den Rock, schob ihn über die Hüften und stieg heraus. Die Strumpfhose blieb. Ich wollte die Schicht noch. Ich wollte, dass er die Linie meiner Schenkel durch den dünnen Stoff sah und nichts daran änderte. Mein Slip war schlicht, dunkel, und ich wusste, ohne hinzusehen, dass der Stoff an einer Stelle schon feucht anlag. Ich sagte es nicht. Er sollte es später finden, wenn ich es erlaubte.

„Hände bleiben, wo sie sind“, sagte ich und trat zwischen seine Knie.

Er spreizte die Beine ein wenig, damit ich Platz hatte, und hielt dann inne, als sei selbst das Spreizen schon fast zu viel. Ich legte meine Hand an seine Wange. Der Bart war kurz, die Haut darunter warm. Er lehnte sich nicht in die Berührung, bis ich sagte: „Du darfst dich anlehnen.“

Er tat es. Sein Atem ging gegen mein Handgelenk. Ich strich mit dem Daumen über seine Unterlippe. Er öffnete den Mund nicht von selbst. Ich drückte leicht, und er nahm den Daumen zwischen die Lippen, saugte einmal, vorsichtig, und wartete auf ein weiteres Zeichen. Die Feuchtigkeit seines Mundes schickte einen klaren Zug durch meinen Arm bis in den Bauch. Ich zog den Daumen zurück und knöpfte sein Hemd auf, Knopf für Knopf, ohne Eile. Darunter war seine Brust, die mir vertraut war und heute trotzdem anders, weil ich sie mir nahm, statt dass er sie mir anbot im Vorbeigehen. Ich schob das Hemd von seinen Schultern. Er half erst, als ich sagte: „Arme nach hinten.“ Der Stoff fiel. Ich legte beide Hände flach auf seine Brust und spürte das Herz. Es schlug schnell. Meins auch.

„Steh auf“, sagte ich.

Er stand. Ich öffnete seinen Gürtel, dann den Knopf, dann den Reißverschluss, und schob Hose und Shorts zusammen über die Hüften. Sein Schwanz war schon hart, dick, die Spitze feucht. Er zuckte, als die Luft ihn traf, und er machte ein Geräusch, das er sofort wieder schluckte.

„Das darfst du hören lassen“, sagte ich. „Ich will wissen, wo du bist. Nur die Hände bleiben bei dir, bis ich sie rufe.“

„Verstanden.“

Ich umfasste ihn nicht sofort. Ich sah ihn an, den ganzen Körper, die Linie vom Hals über den Bauch bis zu den Schenkeln, und ich ließ ihn stehen, während ich die Strumpfhose auszog und den Slip folgen ließ. Der Stoff löste sich von der Haut mit einem kleinen, nassen Widerstand. Nackt vor ihm zu stehen, ohne dass er die Distanz schloss, war schärfer als viele Nächte, in denen wir uns schon im Flur aneinander gedrückt hatten. Ich spürte meine eigene Nässe, als ich die Beine bewegte. Ein dünner Faden kühler Luft strich über die inneren Schenkel. Meine Brustwarzen waren fest, noch bevor eine Hand sie kannte. Ich hob die Arme nicht, um mich zu bedecken. Ich wollte gesehen werden in der Pause.

„Komm mit ins Schlafzimmer“, sagte ich. „Hinter mir. Nicht neben mir.“

Er folgte. Im Schlafzimmer hatte ich am Morgen die Decke schon zurückgeschlagen, nicht als Bühne, nur damit wir nicht erst Kissen suchen mussten. Die Lampe auf der Kommode brannte warm. Ich setzte mich auf die Bettkante und spreizte die Knie ein wenig. Der Bezug war kühl an den Schenkeln. Er blieb in der Tür stehen, bis ich mit zwei Fingern auf den Boden vor mir zeigte.

„Knie dich vor mich“, sagte ich. „Hände auf meine Waden. Nicht höher.“

Er kniete. Die Hände legten sich warm und schwer auf meine Waden, genau dort, und blieben. Sein Gesicht war auf der Höhe meines Bauches. Er atmete, und der Atem traf die Haut unter dem Nabel. Ich legte eine Hand in sein Haar, nicht um ihn zu ziehen, nur um das Gewicht zu halten. Eine Weile sagten wir nichts. Ich hörte die Laterne nicht, ich hörte ihn. Das war schon Lust, diese geordnete Nähe, in der nichts geschah, was ich nicht gerufen hatte.

„Zuerst hörst du“, sagte ich. „Ich sage dir, wie. Wenn ich leiser werde, wirst du langsamer. Wenn ich deinen Namen sage, hältst du genau die Stelle. Wenn ich mehr will, sage ich mehr. Wenn du eine Frage hast, stellst du sie, bevor du sie mit dem Mund beantwortest.“

„Ich höre.“

„Küss die Innenseite des linken Schenkels. Langsam nach oben. Stopp, bevor du mich dort berührst, wo ich schon nass bin.“

Er küsste. Der Mund war weich, dann ein wenig fester, eine Spur von Zähnen, die er sofort zurücknahm, als ich die Finger in seinem Haar spannte. Er verstand das Spannen als Grenze und nicht als Einladung, weiterzugehen. Das allein machte mich so empfindlich, dass ich die Augen schloss. Seine Lippen wanderten höher. Der Bart kratzte leicht. Ich roch uns beide schon, obwohl er mich noch nicht geleckt hatte: meine eigene Wärme, sein Atem, das saubere Laken. An der rechten Seite wiederholte er den Weg, weil ich es sagte, und er wurde nicht ungeduldig, als ich ihn zweimal an derselben Stelle halten ließ, nur um zu prüfen, ob das Halten echt war.

„Halt“, sagte ich, als sein Mund fast an der Falte war.

Er hielt. Sein Atem ging direkt über meine Scham. Ich war geschwollen, offen, und ich wusste, dass er es sah. Er sagte nichts. Er wartete. Die Hände auf meinen Waden zitterten einmal und wurden wieder still. Ich spürte, wie ein Tropfen an der inneren Lippe entlanglief, langsam, fast peinlich deutlich, und ich ließ ihn. Scham hatte hier keinen Auftrag. Aufmerksamkeit schon.

„Jetzt darfst du schauen und mir sagen, was du siehst. Danach leckst du, wie ich es sage.“

„Du bist nass“, sagte er, die Stimme belegt. „Die inneren Lippen sind dunkler als vorhin im Licht der Küche. Du glänzt. Die Klitoris ist schon frei. Ich will dich schmecken, und ich warte.“

Das Wort aus seinem Mund, nüchtern und genau, traf mich stärker als ein Kosewort. Ich öffnete die Beine weiter und legte eine Hand hinter mich auf die Matratze, damit ich nicht aus der Haltung kippte.

„Flache Zunge. Von unten nach oben. Einmal. Dann wartest du.“

Er leckte einmal. Die Zunge war breit und warm, ein langer Zug durch die Nässe, der an der Klitoris endete und nicht dort kreiste. Mein ganzer Unterleib zog sich zusammen. Ich hörte mein eigenes Ausatmen, länger als ich es geplant hatte. Der Geschmack schien ihn zu treffen. Er schluckte und blieb mit dem Mund einen Fingerbreit entfernt, heiß und diszipliniert.

„Noch einmal. Langsamer.“

Er tat es. Ich spürte jede Unebenheit seiner Zunge, den Druck, das Nachgeben, wenn er unten ansetzte, das vorsichtige Heben am oberen Ende. Ich sagte ihm, er solle die linke Seite länger halten, dann die rechte, dann die Mitte meiden, bis ich es widerrief. Er folgte, als sei meine Stimme eine Karte. Als ich die Mitte freigab, war ich so empfindlich, dass der erste Kontakt mich kurz aus dem Satz warf. Ich fand die Worte wieder.

„Jetzt kreisen. Klein. Nicht schneller werden, nur weil ich stöhne.“

Ich stöhnte. Es kam von selbst, als er die Klitoris mit der Zunge umfuhr, gleichmäßig, ohne das Saugen, das er sonst manchmal zu früh begann. Ich hielt seinen Kopf, nicht um das Tempo zu ändern, sondern um zu spüren, dass er unter meiner Hand blieb. Die Lust baute sich in Wellen, nicht in einem Stoß. Meine Schenkel wollten sich schließen. Ich ließ sie offen, weil ich gesehen werden wollte in dem, was ich verlangte. Einmal wurde er einen Hauch schneller, aus eigenem Eifer, und ich sagte leise seinen Namen. Er kehrte sofort zum kleinen Kreis zurück. Die Korrektur erregte mich fast mehr als der Fehler. Er hörte mitten in der Gier.

„Finger“, sagte ich. „Zwei. Langsam hinein. Die Zunge bleibt.“

Er führte zwei Finger ein, nass genug, dass es kaum Widerstand gab, und hielt inne, als ich die Luft anhielt.

„Tiefer. Krümm sie nach vorn. Ja. Dort. Bleib und beweg sie wenig.“

Er fand die Stelle, die innen nachgab und gleichzeitig fest war, und er bewegte die Finger in einem kleinen, stetigen Druck, während die Zunge weiter kreiste. Ich verlor für einen Moment die schönen Sätze. Es blieb der Körper: Hitze, das nasse Geräusch seiner Finger, sein Atem an meiner Haut, das Ziehen in den Brüsten, weil niemand sie anfasste und ich das auch so wollte, noch. Ich nahm meine eigene Brustwarze zwischen zwei Finger und zog leicht. Der Reiz lief nach unten und traf auf seine Zunge. Ich sagte ihm, er solle die Finger nicht spreizen, nur krümmen, und er gehorchte, ohne die Zunge zu verlieren. Das Gleichgewicht hielt. Ich spürte, wie die Muskeln um seine Finger zu zittern begannen, wie die Klitoris unter der Zunge empfindlicher wurde, fast zu viel und genau richtig.

„Nicht aufhören“, sagte ich. „Genau das. Wenn ich komme, hältst du den Druck, bis ich es sage.“

Er antwortete nicht mit Worten. Er blieb. Das war die Antwort. Die Spannung stieg eng und hell. Ich sagte seinen Namen, und er hielt die Stelle, wie vereinbart, ohne das Muster zu wechseln. Dann kam ich. Es war kein kurzer Ruck. Es lief in mehreren Stößen durch den Bauch, in die Schenkel, in die Hand, die seine Haare hielt. Ich wurde laut, ein offener Laut, und ich drückte ihn nicht weg. Er hielt den Druck, die Zunge weicher jetzt, weil ich am Anfang gesagt hatte, leiser bedeute langsamer, und mein Stöhnen war in ein Keuchen übergegangen, das er richtig las. Meine Ferse rutschte über den Teppich. Ich fand Halt an seiner Schulter und ließ ihn nicht aus der Nähe.

„Langsamer“, brachte ich heraus. „Noch da. Nicht weg.“

Er blieb, bis das Zittern nachließ und ich seine Hand an der Wade wieder spürte, die ganze Zeit nicht höher gewandert. Ich lachte einmal, atemlos, nicht weil es komisch war, sondern weil der Körper überlief. Ein Nachziehen ging durch die inneren Muskeln, als er die Finger ganz vorsichtig zurückzog, erst nachdem ich es erlaubt hatte. Er küsste die Innenseite meines Knies, eine kleine, trockene Stelle, und wartete.

„Komm hoch“, sagte ich. „Küss mich.“

Er kam hoch und küsste mich. Ich schmeckte mich auf seiner Zunge, salzig und warm, und ich hielt sein Gesicht mit beiden Händen. Sein Schwanz drückte gegen meinen Bauch, hart und heiß, und er rieb sich nicht. Er wartete sogar jetzt. Das machte mich von neuem hungrig, obwohl ich gerade gekommen war. Ich trank einen Schluck Wasser vom Nachttisch und hielt ihm das Glas hin. Er trank, weil ich es ihm reichte, und stellte es zurück, ohne die Gelegenheit zu nutzen, mich dabei an sich zu ziehen. Ich bemerkte das und sagte es ihm. Er wurde rot, auf eine Art, die nichts mit Scham zu tun hatte und alles mit Stolz.

„Leg dich auf den Rücken“, sagte ich. „Mitten aufs Bett. Arme neben den Körper, bis ich sie woanders haben will.“

Er legte sich hin. Ich kniete mich neben ihn und sah ihn an, den geröteten Mund, die feuchten Finger, den Schwanz, der auf dem Bauch lag und bei jedem Atemzug leicht bewegte. Ich strich mit den Fingerspitzen über seine Brust, über die Rippen, am Schwanz vorbei, ohne ihn zu fassen. Die Haut an seinen Seiten war empfindlich. Er atmete scharf ein und ließ die Hüften liegen. Ich küsste die Mitte seiner Brust, dann die Linie unter dem Nabel, und hielt den Mund dort, bis sein Bauch sich spannte und wieder löste. Er fragte, ob er die Hand in mein Haar legen dürfe. Ich sagte nein, noch nicht, und er ließ die Hand auf dem Laken. Auch das Nein gehörte zum Abend und machte die spätere Erlaubnis wertvoll.

„Du bist gut im Zuhören“, sagte ich. „Das will ich dir zurückgeben, aber in meinem Tempo. Wenn du nah bist, sagst du es. Ich entscheide, ob du weiterdarfst.“

„Ich bin hier“, sagte er. „Ich sage es.“

Ich beugte mich über ihn und nahm ihn in den Mund. Nicht tief sofort. Ich ließ die Zunge um die Eichel kreisen, schmeckte das salzige Voraus, und hielt den Schaft mit der Hand, fest genug, dass er nicht nach oben stoßen konnte, ohne dass ich es merkte. Er stöhnte. Seine Hände krallten sich ins Laken und blieben dort. Ich nahm ihn tiefer, langsam, bis er hinten ankam und ich mich zurückzog, bevor es zu viel wurde. Speichel machte ihn glatt. Ich wechselte zwischen Mund und Hand, sah ihm dabei ins Gesicht, weil ich sehen wollte, wie das Warten in ihm aussah, wenn die Lust schon da war und die Erlaubnis zur Bewegung nicht.

„Nicht in meinen Mund stoßen“, sagte ich, den Mund noch nah an ihm. „Ich nehme, was ich nehme.“

„Ja.“

„Sieh mich an.“

Er sah mich an. Ich leckte von der Wurzel bis zur Spitze und nahm ihn wieder auf, diesmal mit einem gleichmäßigen Rhythmus, den ich selbst hielt. Meine freie Hand lag auf seinem Oberschenkel, ein Gewicht, das ihn erinnerte. Er wurde noch härter. Ich spürte das Pochen. Seine Oberschenkel zitterten. Ich verlangsamte, als sein Atem kippte, und hielt nur die Hand still um den Schaft, ohne zu reiben.

„Nah?“, fragte ich.

„Ja. Wenn du weiter so machst, komme ich.“

„Dann warten wir.“ Ich ließ ihn los. Die Luft auf der nassen Haut ließ ihn zucken. Er fluchte leise, ohne die Hüften zu heben, und ich legte die flache Hand auf seinen Bauch, bis der Drang nachließ. „Gut. Du hast es gesagt, bevor es zu spät war. Dafür bekommst du mehr, aber immer noch von mir.“

Ich nahm ihn wieder in den Mund, langsamer als zuvor, und achtete auf das Geräusch, das er machte, wenn die Zunge unter der Eichel entlangging. Einmal bat er, meine Brust anfassen zu dürfen. Ich führte seine Hand selbst dorthin, legte sie um die linke Brust und sagte, der Daumen dürfe kreisen, nichts sonst. Er rieb, während ich ihn leckte, und die doppelte Aufmerksamkeit, seine und meine, zog einen neuen Faden durch mich. Ich war wieder feucht, deutlich, und ich rieb mich nicht an seinem Bein, obwohl es nahe war. Ich wollte den Hunger noch einen Augenblick als Entscheidung behalten und nicht als Reflex.

Wenn ich so weitergemacht hätte, wäre er trotz der Pause gekommen. Ich wollte ihn noch nicht dort. Ich ließ ihn aus dem Mund gleiten und setzte mich auf seine Oberschenkel, noch nicht auf ihn. Meine Nässe traf seine Haut. Er schloss kurz die Augen.

„Augen auf“, sagte ich. „Du darfst die Hände an meine Hüften legen. Nicht ziehen. Nur halten.“

Seine Hände kamen. Warm, groß, genau an den Hüften, ohne Druck nach unten. Ich rieb mich an seinem Schaft, langsam, die Länge entlang, sodass die Eichel jedes Mal über meine Klitoris glitt. Es war fast zu direkt nach dem Orgasmus, ein heller Rand, und ich steuerte ihn, indem ich den Winkel änderte. Er atmete durch den Mund. Ich spürte, wie seine Finger sich spannten und wieder lockerten, weil Ziehen nicht erlaubt war. Einmal hob er das Becken um einen Zoll, unwillkürlich, und ich hielt inne.

„Das war schon Bewegung“, sagte ich ruhig. „Zurück. Warte, bis ich es freigebe.“

„Entschuldigung“, sagte er, und es klang nicht unterwürfig im schlechten Sinn, nur genau. Er lag wieder flach. Ich belohnte die Korrektur, indem ich mich tiefer an ihn drückte und langsam weiter rieb, bis wir beide atemlos waren und sein Schwanz von mir glänzte.

„Ich setze mich auf dich“, sagte ich. „Du bleibst liegen. Du stößt nicht von unten, bis ich es sage. Wenn du kommen willst, sagst du es rechtzeitig. Nicht in mir, bis ich es erlaube. Heute will ich das Ende sehen.“

„Ich sage es.“

Ich führte ihn ein. Die Dehnung war voll und bekannt und heute trotzdem ein Ereignis, weil ich den Moment wählte, Millimeter für Millimeter, und er unter mir stillhielt, die Zähne zusammen, die Hände als Halt und nicht als Steuerung. Als er ganz in mir war, blieb ich sitzen und atmete. Er füllte mich. Die Wände zogen sich um ihn. Ich legte die Hände auf seine Brust und begann, mich zu bewegen, klein zuerst, ein Wiegen, das mehr Druck als Tempo war. Innen war alles warm und eng und nass, und jedes kleine Senken schob ihn gegen die Stelle, die seine Finger vorhin gefunden hatten.

„So“, sagte ich. „Spür das. Nicht schneller denken, als ich bin.“

„Ich spüre dich“, sagte er. Die Stimme brach in der Mitte des Satzes. „Du bist eng um mich. Ich höre, wie nass du bist.“

Ich richtete mich auf und ritt ihn in einem Tempo, das ich im Bauch fand und nicht im Kopf. Die Brüste bewegten sich. Er sah sie an und dann mein Gesicht, als wolle er die Erlaubnis nicht verlieren. Ich nahm seine rechte Hand und legte sie auf meine linke Brust.

„Da. Halt sie. Der Daumen über die Brustwarze. Nicht kneifen, nur reiben, im Takt, den ich mache.“

Er rieb. Der Kontakt war genau. Jeder Kreis seiner Finger lief in die Stelle, wo er in mir war. Ich wurde lauter. Das nasse Geräusch unserer Körper war deutlich im stillen Zimmer, und ich schämte mich nicht dafür. Ich wollte, dass er es hörte. Hören war heute seine Aufgabe, in jedem Sinn. Ich sagte ihm, er solle die linke Hand auch nehmen, und er hielt beide Brüste, die Daumen im Rhythmus meiner Hüften, und er stieß immer noch nicht. Die Anstrengung stand ihm im Hals. Schweiß glänzte in der Kuhle unter seinem Schlüsselbein. Ich beugte mich vor und küsste ihn, tief, während ich mich weiter bewegte, kürzere Züge jetzt, die Eichel fast am Eingang und dann wieder tief. Er stöhnte in meinen Mund.

„Jetzt darfst du ein wenig entgegenkommen“, sagte ich an seinen Lippen. „Klein. Wenn ich mich senke. Nicht übernehmen.“

Er hob die Hüften um eine Handbreit, wenn ich kam, und ließ sie sinken, wenn ich mich hob. Das Zusammentreffen war präzise. Jeder Stoß saß tiefer, ohne dass das Tempo mir entglitt. Ich spürte den Ansatz eines zweiten Höhepunkts, anders als der erste, mehr von innen. Meine Schenkel brannten schon. Ich ignorierte das Brennen, weil die Lust klarer war als die Müdigkeit.

„Warte“, sagte ich und hielt inne, ganz auf ihm, die Muskeln um ihn geschlossen. „Nicht bewegen.“

Er erstarrte fast. Sein Atem ging hart gegen mein Schlüsselbein. Ich blieb so, voll, und genoss die Kante, ohne sie sofort zu nehmen. Meine Klitoris rieb ich mit zwei Fingern, langsam, während er in mir wartete. Das war neu zwischen uns: dass er die Erfüllung aushielt, ohne sie zu jagen. Ich sah ihm in die Augen. Er war rot im Gesicht, konzentriert, offen. Sein Schwanz zuckte in mir, und ich spürte jedes Zucken als kleinen Stoß, den er nicht mit den Hüften gemacht hatte.

„Du bist schön so“, sagte ich. Es war kein Satz für das Spiel. Es war wahr.

„Du auch“, sagte er. „Sag mir, wenn ich mich bewegen soll. Ich halte das, aber nicht ewig, ohne es zu sagen. Ich bin nah an der Kante.“

„Sag es, wenn sie kippt. Noch nicht bewegen. Sieh zu, wie ich mich anfasse, während du in mir bist.“

Ich rieb schneller, klein, genau auf der Klitoris, und spürte, wie sich alles um seinen Schwanz zusammenzog. Er keuchte bei jedem Pulsen. Ich kam das zweite Mal enger, kürzer, ein helles Zusammenziehen, das ich ihm nicht verbarg. Mein Mund blieb offen. Die Finger wurden nass von dem, was schon da war. Als die Welle nachließ, war ich empfindlich und immer noch voll von ihm. Ich blieb einen Atemzug sitzen und strich ihm das Haar aus der Stirn.

„Ich will dich noch einmal anders“, sagte ich. „Du kommst über mich. Aber die Hüften gehören meiner Hand. Du stößt nur so tief, wie ich dich lasse. Wenn ich die Hand flach auf deinen Rücken lege, hältst du. Verstanden?“

„Verstanden.“

Ich stieg von ihm, legte mich auf den Rücken und zog ihn mit beiden Händen über mich. Er stützte sich auf die Unterarme, das Gesicht nah, und wartete mit der Spitze an meinem Eingang, statt einzudringen. Auch das Warten, so kurz, war ein Satz. Ich führte ihn wieder ein und legte eine Hand an seine Hüfte, die andere später bereit für seinen Rücken. Er sank, bis ich die Hüfte stoppte, und blieb in einer Tiefe, die mich füllte, ohne mich zu erdrücken. Ich atmete gegen seinen Mund.

„So. Langsam zurück. Und wieder bis zu meiner Hand. Nicht weiter.“

Er bewegte sich in diesem Maß. Jeder Stoß endete dort, wo meine Finger es sagten. Es war seltsam und scharf, ihn über mir zu haben und trotzdem das Maß zu halten. Sonst hätte er in dieser Lage das Tempo gefunden und ich hätte mich daran gehängt. Heute hing er an meiner Hand. Ich kippte das Becken, und er traf besser. Ich sagte es ihm. Er wiederholte den Winkel, ohne ihn zu vergrößern. Sein Atem roch nach mir und nach Wasser. Ich küsste ihn zwischen zwei Stößen und spürte, wie die Empfindlichkeit in etwas Satteres überging, schwer und gut.

„Ein bisschen fester“, sagte ich. „Nicht hastiger. Die Tiefe bleibt.“

Er wurde fester. Das Bett gab ein gleichmäßiges Geräusch. Ich legte die flache Hand auf seinen Rücken, und er hielt sofort, zitternd, ganz in mir. Ich genoss die Pause, die Enge, das Pochen. Dann nahm ich die Hand weg und erlaubte die Bewegung wieder. Er lachte einmal, atemlos, gegen meine Wange, ein Laut der Anstrengung und der Freude, und ich lachte mit, kurz, bevor die Lust den Laut wieder in ein Stöhnen verwandelte. Meine Beine lagen um seine Hüften, nicht als Fessel, als Nähe. Die Fersen ruhten an seinen Waden. Ich kratzte leicht über seinen Rücken und sagte ihm, dass er gut sei, nicht als Belohnung für Gehorsam um seiner selbst willen, sondern weil das Hören mich offen hielt.

„Ich bin nah“, sagte er irgendwann, die Stimme dünn. „Wenn du so weitermachst, komme ich. Bald.“

„Noch ein wenig“, sagte ich. „In diesem Maß. Ich will den letzten Teil selbst nehmen.“

Ich schob ihn sanft zurück, bis er aus mir glitt, und setzte mich wieder auf ihn, diesmal ohne Umweg. Er lag auf dem Rücken, wie am Anfang dieser Hälfte, und ich nahm ihn in einem Tempo, das ich jetzt kannte. Meine Hand fand die Klitoris noch einmal, nicht um einen dritten Höhepunkt zu erzwingen, sondern um die letzte Spannung zu halten, während ich ihn ritt. Er durfte die Hände an meinen Hüften haben. Er zog nicht. Sein Gesicht war offen, die Augen auf mir, der Mund ein wenig schief vor Konzentration.

„Sieh mich an“, sagte ich. „Wenn ich hochkomme, kommst du nicht in mir. Du wartest auf das Wort.“

„Ja.“

Ich bewegte mich schneller, weil der Körper danach verlangte und weil ich die Kontrolle über das Ende haben wollte. Seine Hände halfen nur als Gewicht. Ich spürte, wie er dicker wurde, wie sein Atem kippte. Die Schenkel brannten. Es war mir egal. Die Lust saß klar zwischen uns, nicht als Leistung, als Verlauf, den ich führte und den er mittrug. Ein dritter Rand streifte mich, nicht ganz ein Kommen, ein helles Nachziehen, und ich nahm es mit, ohne es zu jagen.

„Jetzt raus“, sagte ich und hob mich.

Er glitt aus mir, nass, zuckend. Ich nahm ihn in die Hand, fest, und strich in dem Tempo, das sein Körper schon kannte, den Blick auf seinem Gesicht. Der Schaft war heiß und glatt von mir. Meine andere Hand lag auf seiner Brust, damit er den Kontakt nicht verlor.

„Komm“, sagte ich. „Auf meinen Bauch. Sieh mich an.“

Er kam. Der erste Schub war heiß auf der Haut unter dem Nabel, dann noch einer, über die Finger, und er hielt meinen Blick, so gut er konnte, der Mund offen, ein Laut, der keinen Satz mehr war. Ich pumpte ihn durch, langsamer werdend, bis er zusammenzuckte und ich die Hand lockerte. Sein Samen war warm und glänzte auf meinem Bauch. Ich strich nicht sofort weg. Ich ließ ihn sehen, was er gegeben hatte, weil auch das zum Zuhören gehörte: das Ergebnis nicht verstecken. Er hob eine Hand, fragend, und ich nickte. Er legte sie auf meine Taille, nicht auf die Spur, nur als Halt, während sein Atem sich fand.

Er lag da. Ich blieb auf seinen Schenkeln, eine Hand auf seiner Brust, bis der Herzschlag sich beruhigte. Dann beugte ich mich vor und küsste ihn, langsam, ohne Anspruch. Er küsste zurück, weich, und seine Hände fragten an meinen Seiten, ein Zögern, das ich schon kannte.

„Du darfst mich halten“, sagte ich.

Er hielt mich. Die Arme schlossen sich um meinen Rücken. Wir blieben so, klebrig und warm, bis die Haltung unbequem wurde. Ich stieg ab und legte mich neben ihn. Er drehte sich nicht sofort zu mir. Er wartete, und ich lachte leise, diesmal wirklich amüsiert.

„Das Warten ist vorbei“, sagte ich. „Komm her.“

Er kam her. Sein Arm lag unter meinem Nacken. Mit der freien Hand zog er das Laken über unsere Hüften, nachdem er mich angesehen hatte, als wolle er sicher sein, dass auch das erlaubt war. Ich nickte. Der Stoff kühlte den Schweiß. Auf meinem Bauch trocknete die Spur. Ich würde gleich aufstehen und uns beide waschen. Noch nicht. Draußen blieb die Laterne ein gelbes Viereck. Drinnen roch es nach Haut, nach Salz, nach dem Holz der Kommode, das die Lampe wärmte.

„War es so, wie du es wolltest?“, fragte er.

„Es war genauer“, sagte ich. „Du hast nicht geraten. Das hat mich mehr erregt als jedes Übernehmen. Als du schneller wurdest und auf meinen Namen zurückgegangen bist, habe ich gemerkt, dass du wirklich hörst und nicht nur stillhältst.“

Er schwieg einen Moment. Seine Finger zeichneten eine langsame Linie an meinem Arm. „Am Anfang wollte ich die Hand heben, in der Küche. Ich habe sie gelassen. Es hat sich angefühlt, als würde ich dich zum ersten Mal richtig sehen. Nicht weniger begehren. Anders. Ich musste auf das Wort warten, und dadurch war das Wort schwerer. Besser.“

„Du hast mich gesehen“, sagte ich. „Und du hast gewartet, bis die Stelle genannt war. Das vergesse ich nicht. Auch das Nein mit der Hand im Haar. Du hast nicht geschmollt.“

„Ich wollte schmollen, eine Sekunde“, sagte er ehrlich. „Dann wollte ich mehr, dass du mir glaubst. Wenn du wieder führen willst, sagst du es. Nicht nur an einem Sonntag mit kaltem Kaffee.“

„Ich werde es sagen. Und wenn du führen willst, sagst du es auch. Heute war der Tausch, nicht ein neues Gesetz für alle Abende. Manchmal will ich, dass du mich nimmst, ohne dass ich jeden Zoll nenne. Heute wollte ich das Gegenteil, und du hast es gehalten.“

Er küsste meine Schläfe. „Einverstanden. Wenn ich unsicher bin, frage ich. Das nehme ich mit, auch in Nächte, in denen du nicht führst.“

Ich stand auf und holte ein warmes Tuch aus dem Bad. Das Licht dort war heller. Im Spiegel sah ich meine geröteten Lippen, das zerzauste Haar, die Spur auf dem Bauch, und ich schämte mich nicht. Als ich zurückkam, lag er noch so, wie ich ihn gelassen hatte, die Augen halb zu, der Körper weich. Ich wischte ihm den Bauch und die Hand, dann mich, ohne Hast. Er nahm mir das Tuch nicht ab. Er ließ sich versorgen, und das gehörte noch zum Abend, ein leiser Nachsatz der Absprache. Ich warf das Tuch in den Korb und kam zurück unter das Laken.

Danach lag ich wieder an seiner Seite. Mein Körper war müde auf die gute Art, die Schenkel schwer, zwischen den Beinen ein Nachklingen, das nicht mehr nach mehr verlangte und doch die Erinnerung an seine Zunge und an das Stillhalten behielt. Die innere Stelle pochte noch einmal, wenn ich mich bewegte. Ich legte die Hand auf seine Brust und spürte den ruhigen Schlag. Er strich über meinen Rücken, jetzt ohne zu fragen, weil die Regel für die Nacht geendet hatte und die Zärtlichkeit keine Bühne mehr brauchte. Trotzdem merkte ich, dass seine Hand langsamer war als sonst, als höre er noch einen Rest meiner Atemzüge, bevor er den nächsten Strich setzte.

„Danke, dass du zuerst gehört hast“, sagte ich.

„Danke, dass du es verlangt hast“, sagte er.

Wir sprachen nicht mehr viel. Sein Atem wurde länger. Ich blieb wach noch eine Weile und ging den Abend durch, nicht als Liste, als Wärme: der Stuhl, die Knöpfe, seine Hände auf den Waden, das eine Wort, das ihn an der Stelle hielt, das zweite Kommen um ihn herum, die Hand auf seinem Rücken, sein Blick, als er auf meinen Bauch kam. Die Regel hatte gehalten. Nichts war genommen worden, was nicht gegeben war. Ich schloss die Augen und ließ den Schlaf kommen, mit seiner Schulter unter meiner Wange und dem Wissen, dass ich morgen, wenn ich wollte, nur zu sagen brauchte, worauf er warten sollte.

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