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Die letzte Saunaparty im Spa

Gruppensex · 21 Minuten lesen · 28 Minuten hören

Gelesen von Meher

Teil 2 der Serie Gemeinsame Nächte (2)

Die letzte Nacht im Spa roch nach erhitztem Kiefernholz und nach dem Zitronenöl, das über die Steine gegossen worden war. Ich saß auf der mittleren Bank, das Handtuch unter den Schenkeln, die Haut schon offen von der Hitze, und hörte, wie im Gang eine Tür ins Schloss fiel. Morgen früh würde der Zug mich zurück in die Stadt bringen, in Termine und in ein Bett, das nur nach mir roch. Heute Nacht war der Saunatrakt noch offen, still und fast leer, und ich wollte die Wärme so lange halten, bis sie mich weich machte. Ich war siebenundzwanzig, allein angereist, und ich hatte zwei Tage lang so getan, als genüge mir das Wasser. Draußen vor den Milchglasscheiben lag der Garten dunkel, und von der Saunatür tropfte Schmelzwasser auf die warmen Fliesen.

Am ersten Morgen hatte Sabine mir am Frühstückstisch gegenübergessen, einunddreißig, die Stimme ruhig, die Schultern vom Außenbecken leicht gerötet. Henrik, vierunddreißig, hatte seinen Kaffee so langsam getrunken, als habe er die Zeit eigens mitgebracht. Sie waren als Paar gekommen, ohne einander zu bewachen, und ich hatte gemerkt, wie ihre Blicke manchmal bei mir blieben, nicht greifend, nur wach. Sie kannten meinen Namen seit dem ersten Morgen, Lina, und benutzten ihn ohne Eile. Beim Abendessen am zweiten Tag hatte Sabine mich gefragt, ob ich den Aufguss am Abreisetag mit ihnen hören wolle, und ich hatte ja gesagt, bevor ich über die Gründe nachdachte. Henrik hatte dabei nur genickt, aber sein Mund hatte sich so bewegt, als freue er sich über ein kleines, genaues Ja.

Der Aufguss war kurz gewesen, weil viele Gäste schon packten, und danach blieb die Tür zum Trakt nur angelehnt. Wer bleiben wolle, dürfe bis Mitternacht die Wärme nutzen, hatte es geheißen, danach schließe das Haus. Die anderen waren gegangen, Handtücher über dem Arm, die Stimmen schon bei den Koffern. Ich war geblieben, weil die Hitze ehrlicher war als mein Zimmer, und weil ich Sabines Frage noch im Ohr hatte. Das Holz knackte. Auf den Steinen zischte ein letzter Tropfen Öl und verging.

Dann ging die Tür, und kühle Luft strich mir über die Knöchel, bevor sie wieder zu war. Sabine trat ein, das Haar hochgesteckt, das Handtuch knapp über der Brust, und hinter ihr Henrik, barfuß, die Haut schon vom Duschen warm. Sie fragten leise, ob der Platz noch frei sei, obwohl die Bänke leer waren, und ich rückte das Handtuch ein Stück und sagte, sie sollten kommen. Sabine setzte sich neben mich, nicht dicht, aber nah genug, dass ich die Wärme ihrer Schulter neben meiner eigenen spürte. Henrik nahm die Bank gegenüber, die Unterarme auf den Knien, und sah uns an, als sei das Warten selbst eine Form von Höflichkeit.

Wir sprachen erst über den Zug, über die Stadt, über das, was morgen wieder laut sein würde. Sabine sagte, sie habe die Stille hier anders im Körper als zu Hause, weicher und genauer. Henrik meinte, er werde das Holz vermissen, diesen Geruch, der sich in die Haare setze und erst am zweiten Waschen weiche. Ich sagte, ich wolle nicht, dass die Nacht nur aus Abreise bestehe. Das Wort lag zwischen uns auf der heißen Bank, und niemand lachte es fort. Sabine drehte den Kopf, und ihr Blick war ruhig genug, dass ich nicht ausweichen musste.

Sie fragte, ob ich einsam sei oder nur still. Ich sagte, still, und ein wenig hungrig nach etwas, das ich mir auf dieser Reise nicht hatte nehmen wollen, weil ich niemanden kannte. Henrik atmete aus, nicht belustigt, eher erleichtert, als habe er auf einen Satz gewartet, den er selbst nicht beginnen wollte. Sabine legte die Handflächen auf ihre eigenen Knie und sagte, sie hätten an mich gedacht, seit dem Frühstück, und sie wollten nichts, was ich nicht ebenso wollte. Die Hitze machte die Worte langsam, aber nicht unklar.

Ich sah von ihr zu ihm und zurück. Mein Herz schlug hoch im Hals, nicht aus Angst, sondern weil das Angebot so gerade ausgesprochen war. Ich sagte, ich wolle sie beide, heute Nacht, und nicht als Geheimnis, das einer von uns morgen bereuen müsse. Henrik fragte, ob ich das sicher wisse, und ich sagte ja, mit der Stimme, die ich auch bei der Arbeit benutzte, wenn ich etwas meinte. Sabine nickte, und zwischen ihr und ihm ging ein Blick, der kein Zweifel war, sondern eine alte Absprache: niemand wird gedrängt, und ein Nein bleibt ein Nein, auch mitten in einem Ja.

Wir sprachen die einfachen Dinge aus, weil die Hitze die Worte sonst weich werden ließ. Wer aufhören wolle, sage es, und die anderen hörten sofort. Kein Spiel mit Grenzen, die nicht genannt waren. Henrik sagte, er habe in der Tasche im Umkleideraum Kondome dabei, nicht weil er uns sicher gewesen sei, sondern weil er gehofft habe und Hoffnung nicht leichtsinnig sein dürfe. Sabine lächelte kurz, und ich spürte, wie etwas in mir nachließ, das die ganze Reise über gewacht hatte. Ich legte meine Hand auf Sabines Hand, und sie drehte die ihre um, bis unsere Finger ineinanderlagen, nass von Schweiß und doch fest.

In der Sauna war es zu heiß für das, was unsere Hände schon wollten. Mein Puls dröhnte in den Schläfen, und Henriks Brust hob sich schwer. Sabine stand als Erste auf und sagte, der Ruheraum sei leer, die Liegen breit, die Tür zum Garten abgeschlossen, seit das Personal gegangen sei. Wir nahmen die Handtücher, und die kalte Luft im Gang traf meine feuchte Haut wie ein zweites, helleres Ja. Ich ging zwischen ihnen, barfuß auf den Fliesen, und hörte nur unseren Atem und das leise Klatschen der nassen Füße.

Im Ruheraum brannte eine einzelne Lampe, warm und niedrig, über zwei zusammengeschobenen Liegen und einem Stapel frischer Tücher. Henrik schloss die Innentür und drehte den Riegel, nicht hastig, sondern so, dass ich es sah und nicken konnte. Sabine stellte eine Karaffe auf den kleinen Tisch und goss drei Gläser, und wir tranken, weil die Hitze uns ausgetrocknet hatte und weil der erste Schluck uns Zeit gab, einander noch einmal anzusehen. Ich stellte das Glas ab und ließ das Handtuch von der Brust sinken. Niemand sprach in dieser Sekunde, und das Schweigen war voll, nicht leer.

Sabines Blick ging über meine Brüste, über den Bauch, über die Stelle, wo das Handtuch noch an den Hüften hielt, und sie fragte noch einmal, leise, ob sie mich anfassen dürfe. Ich sagte ja und öffnete das Tuch ganz. Henrik ließ seins ebenfalls fallen. Er war schon hart, nicht vollständig, aber deutlich, und er machte keine Bewegung, die das überspielen sollte. Sabine löste ihr Haar, und das Handtuch glitt an ihren Schenkeln hinab. Ihre Brüste waren voll, die Brustwarzen dunkel von der Wärme, und zwischen ihren Beinen schimmerte die Haut feucht, von der Sauna und von mehr als der Sauna.

Ich trat zu ihr und küsste sie zuerst, weil ihr Mund der war, den ich seit zwei Tagen angesehen hatte, ohne es mir einzugestehen. Ihre Lippen waren salzig, weich, und sie öffnete sich langsam, die Zunge warm, der Kuss ohne Eile und doch tief genug, dass mir die Knie nachgaben. Henrik kam an meine Seite, seine Hand an meiner Taille, und wartete, bis ich den Kopf wandte und ihn ebenfalls küsste. Sein Mund war fester, sein Bart ein kurzes Kratzen an meiner Oberlippe, und er schmeckte nach Wasser und nach der Hitze, die noch in seiner Haut saß. Als ich mich löste, küssten sie einander, und ich sah zu, die Hand an Sabines Hüfte, und spürte, wie das Zusehen mich nicht kleiner machte, sondern näher.

Wir fanden die Liege, ohne zu stolpern. Sabine zog mich mit sich, bis ich auf dem Rücken lag, das Leinen kühl gegen den Rücken nach all dem Holz. Henrik kniete neben meinem Kopf und küsste mich wieder, während Sabines Mund meinen Hals fand, dann das Schlüsselbein, dann die Brust. Ihre Zunge umkreiste eine Brustwarze, langsam, und als sie saugte, ging ein Zug durch meinen Bauch bis zwischen die Beine. Ich stöhnte in Henriks Kuss und griff nach ihm, umfasste seinen Schwanz, der in meiner Hand schwerer und heißer wurde. Er atmete gegen meinen Mund und sagte meinen Namen, so als wolle er sicher sein, dass ich noch hier war und nicht nur ein Wunsch.

Sabine wanderte tiefer, küsste den Bauch, die weiche Stelle über dem Hüftknochen, die Innenseite eines Schenkels. Sie schob meine Beine auseinander, nicht mit Kraft, sondern mit den Handflächen, und sah kurz auf, bis ich nickte. Dann senkte sie den Mund auf mich. Die erste Berührung ihrer Zunge war so genau, dass ich die Augen schloss und die Finger in das Leinen krallte. Sie leckte langsam von unten nach oben, teilte mich mit der Zunge, fand den Kitzler und blieb dort, kreisend, dann flacher, dann wieder spitz. Henrik küsste meine Schläfe und sah zu, eine Hand an meiner Brust, der Daumen über der Brustwarze, und ich spürte, wie ich unter Sabines Mund nass wurde, offen, ungeduldig und zugleich froh über ihre Geduld.

Ich sagte, dass es gut sei, dass sie nicht aufhören solle, und meine Stimme klang fremd und wahr. Sabine summte gegen mich, und das Vibrieren lief mir durch das Becken. Sie schob zwei Finger in mich, langsam, und krümmte sie, während ihre Zunge oben blieb. Henrik ließ mich seinen Schwanz an den Lippen spüren, und ich nahm ihn in den Mund, so weit ich konnte, ohne den Rhythmus zu verlieren, den Sabine in mir baute. Salz, Haut, sein leises Stöhnen über mir. Ich bewegte die Zunge unter der Eichel, saugte, ließ ihn wieder frei, wenn ich selbst nach Luft und nach einem Laut brauchte.

Die Spannung zog sich zusammen, tief und hell. Sabines Finger fanden einen Punkt, der mich die Hüften heben ließ, und ihre Zunge wurde schneller, kleiner in der Bewegung, genau dort, wo ich es brauchte. Ich ließ Henrik aus dem Mund gleiten, weil ich nicht mehr küssen und kommen zugleich konnte, und hielt seine Hand, während die Welle kam. Sie kam nicht als einzelner Schlag, sondern als ein Ziehen, das sich öffnete und dann hart zusammenschlug, und ich stöhnte laut in den stillen Raum, die Schenkel an Sabines Wangen, der Rücken vom Leinen gelöst. Sie blieb bei mir, bis das Zucken nachließ, und küsste dann die Innenseite meines Schenkels, als danke sie der Stelle, die gebebt hatte.

Ich brauchte einen Moment, Wasser, ihren Mund auf meinem. Ich schmeckte mich auf ihren Lippen und küsste sie dafür tiefer. Dann sagte ich, ich wolle sie ebenso. Sabine legte sich zurück, die Haare auf dem Kissen, die Knie geöffnet, und Henrik setzte sich an ihre Seite, küsste ihre Brust, während ich mich zwischen ihre Schenkel kniete. Sie roch nach Wärme, nach Salz, nach der sauberen Schärfe von Erregung. Ich strich mit der Zunge durch ihre Spalte, langsam, und lernte, wo sie die Luft anhielt.

Oben war sie empfindlich, und wenn ich die Zunge flach darüber zog, hob sie das Becken. Ich nahm ihren Kitzler zwischen die Lippen und saugte leicht, und sie flüsterte ja, genau so, und ihre Hand fand mein Haar, nicht drückend, nur haltend. Henrik fragte, die Stimme rau, ob er mich anfassen dürfe, während ich sie leckte. Ich hob den Kopf nur kurz und sagte ja, von hinten, die Finger zuerst. Er kniete hinter mich, die Hände auf meinen Hüften, und strich durch die Nässe, die Sabine hinterlassen hatte und die neu hinzukam. Zwei Finger glitten in mich, und ich stöhnte gegen Sabines Haut, was sie wiederum tiefer atmen ließ.

Eine Weile war das unser Takt: meine Zunge an ihr, seine Finger in mir, ihr Stöhnen als Antwort auf beides. Ich spürte, wie sie näher kam, die Schenkel zitterten, und ich blieb bei dem kleinen Kreis, den sie mit einem heiseren Laut bestätigt hatte. Henrik zog die Finger zurück und fragte, ob er jetzt in mich eindringen dürfe, mit Kondom. Ich sagte ja, ohne den Mund lange von Sabine zu lassen, und hörte das Reißen der Folie, das kurze Rascheln, sein Atem, während er es überzog. Er setzte die Eichel an mich, wartete, und ich drückte mich ihm entgegen. Er glitt hinein, langsam, füllte mich in einem langen Zug, und ich musste die Stirn für eine Sekunde an Sabines Schenkel legen, weil die Dehnung so gut war, dass mir die Zunge stockte.

Dann fand ich sie wieder. Er begann zu stoßen, nicht hart, tief und gleichmäßig, und jeder Stoß schob meinen Mund fester an sie. Er füllte mich so vollständig, dass ich zwischendurch nur die Dehnung spürte, den Druck, das langsame Nachgeben meines Körpers um ihn. Seine Hände lagen an meinen Hüften, und jedes Mal, wenn er sich zurückzog, kam eine kurze Leere, bevor er sie wieder schloss. Ich war nass genug, dass es leicht ging, und das Geräusch unserer Körper war leise und deutlich in dem stillen Raum. Sabine strich mir über den Kopf und flüsterte, ich solle bei ihr bleiben, und ich senkte den Mund wieder auf sie, salzig und warm.

Sabine kam zuerst in dieser Runde. Ihre Hand krallte sich ins Leinen, ihr Bauch spannte sich, und sie sagte meinen Namen, dann seins, dann nur noch ein langes, offenes Ah. Ich leckte sie durch die Zuckungen, milder werdend, bis sie meine Schulter berührte und mich bat, kurz inne zu halten, weil es zu viel wurde. Henrik verlangsamte in mir, blieb tief, und küsste meinen Rücken zwischen den Schulterblättern. Wir atmeten zu dritt. Sabine lachte leise, ein Laut ohne Spott, nur Erleichterung, und strich mir das feuchte Haar aus der Stirn.

Wir tranken wieder, nackt auf der Kante der Liege, die Haut klebrig und glücklich. Henrik war noch hart in dem durchsichtigen Kondom, und Sabine sah mich an und fragte, ob ich ihn ganz für mich wolle, eine Weile, auf dem Rücken, mit ihr dabei. Ich wollte das. Ich legte mich hin, zog die Knie an, und sie kniete neben mir, küsste mich, während er sich zwischen meine Beine schob und wieder eindrang. Diesmal sah ich sein Gesicht. Die Konzentration darin, die Frage in den Augen, bevor er schneller wurde, ließ mich die Hüften heben, damit er tiefer kam.

Ich sagte, er dürfe tiefer, und er tat es, die Hände unter meinen Oberschenkeln, der Winkel so, dass jeder Stoß mich ausfüllte und zugleich an der Stelle rieb, die Sabines Finger zuvor geweckt hatten. Sabine beugte sich zu meiner Brust, saugte, und ihre Hand glitt zwischen uns, fand meinen Kitzler und rieb ihn im Takt seiner Stöße. Das war fast zu viel und genau richtig. Ich hielt ihre Hüfte, küsste, was ich erreichen konnte, ihren Mund, ihre Schulter, und hörte das nasse Geräusch seines Körpers an meinem, ehrlich und nah. Henrik sagte, ich sei eng und warm und dass er nicht lange so bleiben könne, wenn wir so weitermachten. Ich bat ihn, noch zu bleiben, und er biss sich auf die Lippe und verlangsamte, tief und kreisend, bis das Drängen in ihm etwas nachließ und meines weiterwuchs.

Ich wollte Sabine über mir. Ich sagte es, und sie fragte, ob ich ihr Gewicht wolle, ob ich sie schmecken wolle, während er in mir sei. Ja, sagte ich, und sie stieg vorsichtig über mein Gesicht, die Knie neben meinen Ohren, eine Hand an der Wand hinter der Liege. Sie senkte sich nicht auf mich, sondern hielt sich so, dass ich sie erreichen konnte, und ich zog sie mit den Händen an den Hüften ein wenig näher. Meine Zunge fand sie wieder, salziger jetzt, offener. Henrik stieß von unten, und die Bewegung ging durch mich in meinen Mund, ein einziger Strom aus drei Körpern.

Sie fragte einmal, ob es noch gut sei, und ich antwortete mit einem Laut und einem festeren Griff an ihren Hüften, der nicht festhielt, sondern einlud. Henrik fragte dasselbe an meiner Hüfte, mit der Hand, die kurz still wurde, und ich drückte mich ihm entgegen, damit er weitermachte. Sabine rieb sich ein wenig selbst über meiner Zunge, kleine Bewegungen, und ich ließ sie führen. Ihre Nässe lief mir über die Lippen, und ich schluckte, leckte, suchte den Punkt, an dem ihr Oberschenkel zu zittern begann. Gleichzeitig baute sich in mir die nächste Welle, schwerer als die erste, weil sein Schwanz sie von innen traf und ihre Nähe sie von außen hielt.

Sabine kam über meinem Mund, die Stimme höher, ein Wort, das kein Wort mehr war, und sie hob sich sofort ein wenig, damit ich atmen konnte, während die letzten Zuckungen durch sie gingen. Ich küsste ihren Oberschenkel und lachte atemlos, und sie stieg ab, küsste mich auf den Mund, schmeckte sich und mich und schien daran nichts zu finden, das sie scheute. Henrik war noch in mir, still geworden, die Stirn an meinem Knie, das er angehoben hielt. Ich spürte ihn pochen. Er sagte, er müsse heraus, sonst komme er, und er wolle das noch nicht, nicht bevor ich noch einmal gekommen sei, wenn ich das wolle.

Ich wollte es. Aber ich wollte auch Sabine an ihm sehen, nicht nur als Mund und Hand, sondern ganz. Ich sagte das, und sie nickte, schon wieder wach in den Augen, obwohl ihre Beine noch weich waren. Henrik zog sich zurück, streifte das Kondom ab, knotete es, warf es in den kleinen Eimer am Tisch, und nahm ein neues aus der Tasche, die er vorhin mit hereingebracht hatte. Seine Hände zitterten ein wenig. Sabine half ihm, rollte es über, küsste ihn dabei, und ich sah seinen Schwanz in ihren Fingern, glänzend, bereit, und spürte ein Ziehen in mir, das nicht Eifersucht war, sondern Lust am Weitergeben.

Sie setzte sich auf ihn, als er sich auf den Rücken gelegt hatte, und nahm ihn in sich, langsam, die Hände auf seiner Brust. Ihr Mund öffnete sich, als er ganz in ihr war. Ich kniete neben ihnen, küsste Sabine, dann Henrik, und legte meine Hand auf ihren Kitzler, rieb ihn, während sie sich hob und senkte. Henrik griff nach meiner Hüfte und zog mich näher, bis ich über seinem Gesicht war, nicht sitzend, sondern so, dass er mich lecken konnte, während sie ihn ritt. Seine Zunge war anders als Sabines, breiter, ungeduldiger, und ich rieb mich dagegen, eine Hand in seinem Haar, die andere noch an Sabine, so gut es die Haltung erlaubte.

Eine Weile hielten wir das, dann wurde es unbequem, und wir lachten, kurz und ohne Scham, und rückten um. Sabine blieb auf ihm, nach vorn gebeugt, und ich kniete hinter ihr, küsste ihren Rücken, griff um sie herum an ihre Brüste, zwickte leicht die Brustwarzen, was sie mit einem tiefen Laut belohnte. Meine andere Hand fand wieder ihren Kitzler, nass von allem, und ich rieb ihn im Takt, in dem sie sich auf Henrik bewegte. Er stieß von unten nach, die Hände an ihren Hüften, und sah an ihr vorbei zu mir, die Augen dunkel, der Mund offen. Ich beugte mich seitlich und küsste ihn, während meine Finger Sabine nicht verließen.

Sie kam so, auf ihm, unter meiner Hand, der Rücken an meiner Brust, und der Laut ging durch uns beide. Henrik fluchte leise, nicht grob, eher überwältigt, und hielt sie fest, während sie zuckte und sich dann nach vorn auf seine Brust sinken ließ. Ich streichelte ihren Rücken, die feuchte Wirbelsäule, und küsste ihre Schulter. Er war noch nicht gekommen. Ich sah es an seinem Kiefer, an der Art, wie er die Augen schloss und atmete, als zähle er. Sabine hob sich von ihm, vorsichtig, und sagte, jetzt ich, sie wolle mich sehen, wenn er mich fülle und ich käme.

Ich wollte nichts anderes mehr. Ich legte mich auf die Seite, ein Knie angezogen, und Henrik kam hinter mich, schob sich wieder in mich, diesmal in einem Winkel, der mich sofort eng um ihn schließen ließ. Sabine lag vor mir, Gesicht an meinem, und küsste mich langsam, während ihre Hand zwischen meine Beine glitt und den Kitzler rieb, genau, kundig, ohne Hast. Henrik stieß tiefer, sein Bauch an meinem Rücken, sein Atem an meinem Ohr, und er sagte, ich solle kommen, wenn ich wolle, er halte, so lange er könne. Die Reibung innen, ihre Finger außen, ihr Mund auf meinem: es fügte sich, als hätten wir die Bewegung schon gekannt.

Die Welle kam groß und ohne Rand. Ich presste mich gegen Sabines Hand, gegen seinen Schwanz, und der Orgasmus öffnete mich und zog mich zugleich zusammen, lang, wellenweise, so dass ich ihren Namen und seinen in denselben Laut mischte. Meine inneren Muskeln zogen sich um ihn, immer wieder, und er stöhnte hart an meinem Nacken, blieb aber in mir, bewegte sich nur noch wenig, bis die schärfste Empfindlichkeit nachließ und eine weiche, glühende Ruhe blieb. Ich zitterte. Sabine küsste mir die Feuchtigkeit aus dem Augenwinkel, die nicht aus Kummer kam, sondern aus der Schärfe des Kommens, und flüsterte, dass ich schön sei so, ganz hier.

Henrik fragte, heiser, ob er kommen dürfe, in mir, im Kondom, jetzt. Ich sagte ja, bitte, und Sabine sagte ebenfalls ja, ihre Stirn an meiner, als gehöre die Erlaubnis uns beiden. Er stieß wieder, kürzer, tiefer, der Rhythmus verlor die Geduld und wurde wahr. Seine Hand lag auf meiner Brust, Sabines Hand noch zwischen meinen Beinen, nicht mehr reibend, nur haltend, warm. Dann spannte er sich, stieß ein letztes Mal und blieb, und ich spürte das Pochen seines Kommens, das Zucken, seinen Laut, der in meine Schulter ging, lang und gebrochen. Er hielt mich, während es durch ihn lief, und Sabine streichelte seinen Arm, der über mir lag, und in diesem Moment gehörte keiner von uns weniger dazu als die anderen.

Wir blieben so, ineinander und aneinander, bis sein Atem flacher wurde und er sich vorsichtig zurückzog. Er streifte das Kondom ab, verknotete es, und Sabine reichte ihm ein Tuch, bevor sie eines für mich nahm und mich zwischen den Beinen abtupfte, sanft, fragend mit den Augen, und ich ließ es geschehen, weil die Fürsorge nach all der Hitze wie eine weitere Berührung war. Henrik holte die Karaffe. Wir tranken im Liegen, die Gläser klirrten leise, und draußen im Gang summte irgendwo eine Lüftung, als erinnere das Haus uns daran, dass es noch stand und dass Mitternacht nicht auf uns wartete.

Eine Weile sprach niemand. Sabines Bein lag über meinem, Henriks Hand ruhte auf meinem Bauch, und der Schweiß kühlte auf der Haut zu einem feinen Film. Ich roch uns, Holz, Salz, das Zitronenöl, das noch in den Haaren hing, und darunter den warmen, deutlichen Geruch von Sex, der nichts beschönigte. Sabine sagte, sie habe nicht gewusst, ob sie fragen dürfe, und sei froh, dass sie es getan habe. Henrik sagte, er habe die ganze Fahrt hierher gedacht, die Nacht könne gewöhnlich enden, und sei dankbar, dass sie es nicht tat. Ich sagte, ich würde morgen in den Zug steigen und diese Liege trotzdem im Körper behalten, nicht als Wunde, sondern als Wärme.

Wir duschten gemeinsam in der offenen Dusche am Ende des Gangs, unter Wasser, das erst zu heiß und dann richtig war. Sabine wusch mir den Rücken, Henrik hielt den Strahl, und es wurde nicht wieder zu mehr, obwohl sein Blick an meinen Brüsten hing und meiner an Sabines Mund. Wir waren müde auf die gute Art, die Glieder satt, die Haut empfindlich. Ich seifte ihre Schultern ein und spürte, wie vertraut ihre Haut schon war, nach einer einzigen Nacht, und wie klar zugleich, dass Vertrautheit hier kein Versprechen über den Morgen hinaus sein musste. Das Wasser nahm den Schweiß, nicht die Erinnerung.

Im Umkleidebereich zogen wir uns an, langsam, die Handtücher in den Korb, die Haare noch feucht. Henrik fand meine Hand kurz, drückte sie, und ließ sie wieder, als eine andere Tür irgendwo im Haupthaus zufiel und uns daran erinnerte, dass die Welt nicht aus drei Menschen bestand. Sabine küsste mich an der Schwelle zum Gartenflur, einmal auf den Mund, weich und ohne Fortsetzung, und sagte, wenn ich am Frühstück noch da sei, solle ich mich zu ihnen setzen, und wenn nicht, sei auch das gut. Ich sagte, ich würde da sein, zumindest für den Kaffee, bevor der Zug rufe. Henrik küsste mich auf die Schläfe, und sein Bart war jetzt kühl von der Dusche.

In meinem Zimmer war das Bett unberührt und zu glatt. Ich legte mich nackt unter die Decke, weil die Haut noch nach ihnen verlangte und Stoff sich falsch anfühlte, und hörte den kleinen Kühlschrank summen. Zwischen den Beinen pochte es nach, nicht schmerzhaft, sondern wie ein Nachhall, und wenn ich die Schenkel zusammendrückte, kam ein Stück der Welle zurück, kleiner, freundlich. Ich dachte an Sabines Zunge, an Henriks Gewicht hinter mir, an das Lachen, als die Haltung nicht gehalten hatte, und an das Ja, das wir uns gegenseitig mehr als einmal gegeben hatten. Draußen fuhr irgendwo ein spätes Auto über den Kies.

Morgen würden wir auseinandergehen, in Züge, in Städte, in Leben, die diese Liege nicht kannten. Das machte die Nacht nicht kleiner. Es machte sie fertig, ein Bogen, der sich geschlossen hatte, solange die Haut noch warm war und niemand etwas zurücknehmen musste. Ich drehte mich auf die Seite, legte die Hand dorthin, wo Sabines Hand gelegen hatte, und atmete den letzten Hauch von Zitronenöl aus meinem eigenen Haar. Der Schlaf kam nicht sofort, aber er kam ohne Eile, und als er kam, nahm er mich mit dem Geschmack von Salz auf den Lippen und mit der Sicherheit, dass ich nichts schuldig geblieben war als das, was ich frei gegeben hatte.

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