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Die letzte Nacht im gemieteten Haus

Gruppensex · 31 Minuten lesen · 41 Minuten hören

Gelesen von Lana Weiss

Teil 1 der Serie Gemeinsame Nächte (5)

Fünf Gäste waren an diesem Abend gekommen, und als die Uhr über der Tür auf kurz nach eins sprang, waren nur noch drei von uns wach. Die anderen hatten sich verabschiedet, leise, mit Umarmungen an der Schwelle und dem Versprechen, sich zu schreiben. Ich blieb in der Küche stehen, die Hände noch warm vom Abwasch, und hörte, wie draußen ein Motor ansprang und sich entfernte. Morgen früh würde ich abreisen. Das Haus war nur für diese Tage gemietet, und der Koffer stand schon im Flur, halb offen, als wollte er mich daran erinnern.

Elias war zweiunddreißig und räumte die Gläser, ohne dass ich ihn darum gebeten hatte. Nils war einunddreißig, saß auf der Kante des Tisches und drehte ein leeres Weinglas zwischen den Fingern. Ich war neunundzwanzig, und der Wein hatte mich wach gehalten, nicht benebelt. Wir hatten den Abend über wenig getrunken, gerade genug, dass die Stimmen weicher wurden. Als Elias mich ansah, lag in seinem Blick keine Eile, nur diese ruhige Frage, die schon seit dem Nachmittag zwischen uns hing.

„Die anderen schlafen oder sind weg“, sagte er. „Wir müssen nicht so tun, als wäre der Abend zu Ende, wenn er es nicht ist.“

Ich trocknete mir die Hände am Geschirrtuch und legte es über den Stuhl. Das Haus roch nach Zitrone, nach dem Holz der Fensterbänke und nach dem See, der irgendwo hinter den Kiefern lag. Durch das offene Fenster kam kühle Luft. Ich spürte sie am Hals, dort, wo das Haar sich gelöst hatte.

„Ich fahre um halb sieben“, sagte ich. „Das ist keine Ausrede und kein Versprechen. Ich will nur, dass wir wissen, worüber wir reden.“

Nils stellte das Glas ab. „Wir reden darüber, dass ich dich den ganzen Abend ansehen wollte und es nicht getan habe, solange die anderen da waren. Und darüber, dass Elias dasselbe wollte. Wir haben es uns vorhin gesagt, draußen bei den Fahrrädern. Nicht hinter deinem Rücken im Sinne eines Plans. Eher, damit keiner von uns dem anderen ins Gehege kommt, falls du nur einen von uns meinst.“

Ich musste lachen, kurz und ehrlich. „Ihr seid ungeschickt und anständig zugleich.“

„Beides lässt sich aushalten“, sagte Elias. Er stellte das letzte Glas weg und blieb auf der anderen Seite des Tisches stehen, die Hände flach auf dem Holz. „Lena, wenn du willst, dass wir den Abend hier beenden, sagen wir gute Nacht und gehen in unsere Zimmer. Wenn du etwas anderes willst, musst du es sagen. Nicht andeuten. Sagen.“

Ich sah sie beide an. Elias mit den dunklen Augen und dem Hemd, dessen Ärmel er hochgeschoben hatte. Nils mit dem offenen Kragen und dieser stillen Aufmerksamkeit, die mich schon am ersten Abend getroffen hatte, als er mir den Weg zum Steg gezeigt hatte. Keiner von beiden gehörte zu meiner Familie. Keiner war mir etwas schuldig. Wir waren drei Erwachsene in einem gemieteten Haus, und die Nacht gehörte uns nur, wenn wir sie uns gaben.

„Ich will euch beide“, sagte ich. „Nicht als Spiel und nicht, weil der Wein es leichter macht. Ich bin klar im Kopf. Ich will, dass ihr mich anfasst, und ich will euch anfassen. Wenn einer von euch das nicht will, hören wir auf, bevor wir anfangen. Und wenn wir anfangen und jemand stopp sagt, dann ist Schluss, ohne Diskussion.“

Elias nickte langsam. „Ich will das. Mit dir. Und ich habe kein Problem damit, dass Nils dabei ist. Wir müssen uns nicht anfassen, wenn es sich falsch anfühlt, aber ich schrecke auch nicht davor zurück, wenn es sich richtig anfühlt.“

Nils stand auf. Er war ein wenig größer als Elias, schmaler in den Schultern. „Ich will es auch. Und ich will, dass du führst, Lena. Sag uns, was dir gefällt. Sag uns, wenn etwas zu viel ist. Ich bin nicht hier, um etwas zu holen, das du nicht geben willst.“

Die Klarheit in seinen Sätzen machte mich weicher als jedes Kompliment. Ich ging um den Tisch herum und blieb vor ihm stehen. „Dann fang an“, sagte ich. „Küss mich. Und Elias, komm her. Ich will eure Hände, nicht eure Vorsicht.“

Nils hob die Hand an meine Wange. Seine Finger waren kühl von dem Glas, das er gehalten hatte. Er küsste mich nicht sofort. Er sah mich an, als wollte er sich das Gesicht merken, und erst dann legte er den Mund auf meinen. Der Kuss war langsam, offen, ohne Hast. Ich schmeckte den Wein und darunter etwas Warmes, das nur er war. Als ich die Augen schloss, spürte ich Elias hinter mir, nicht drängend, nur nah. Seine Hand legte sich auf meine Hüfte, über dem Stoff des Kleides, und er fragte leise an meinem Ohr: „Darf ich?“

„Ja“, sagte ich in Nils’ Mund hinein, und das Wort vibrierte zwischen uns.

Elias küsste die Stelle unter meinem Ohr, dort, wo der Puls lag. Seine andere Hand fand meinen Nacken, strich das Haar zur Seite, und ich spürte, wie sich mein Rücken an seinen Brustkorb schmiegte. Nils küsste tiefer, an den Mundwinkel, dann an den Hals, und für einen Moment waren zwei Münder an mir, verschieden im Tempo, gleich in der Aufmerksamkeit. Ich legte eine Hand in Nils’ Haar und die andere nach hinten, auf Elias’ Oberschenkel. Der Stoff seiner Hose war warm. Darunter spürte ich, dass er schon hart wurde, und das Wissen fuhr mir als heißer Strich durch den Bauch.

„Nicht hier stehen bleiben“, sagte ich. „Das Wohnzimmer. Das Sofa ist breit genug, und das Licht können wir lassen, wie es ist.“

Wir gingen nicht hastig. Elias löschte nur die grelle Küchenlampe. Im Wohnzimmer brannte die Stehlampe in der Ecke, ein gelbes, tiefes Licht, das die Wände honigfarben machte. Die Vorhänge waren halb zugezogen. Draußen war nichts als Dunkel und der ferne Geruch von Wasser. Ich zog die Schuhe aus und stellte sie nebeneinander, eine kleine Ordnung in einer Nacht, die keine Ordnung brauchte. Dann drehte ich mich zu ihnen um.

„Zieht die Hemden aus“, sagte ich. „Ich will euch sehen, bevor ich mich ausziehe.“

Elias öffnete die Knöpfe ohne Theater. Sein Brustkorb war breit, die Haut darunter leicht gebräunt, ein schmaler Streifen hellerer Haut dort, wo im Sommer das Shirt gesessen hatte. Nils zog das Hemd über den Kopf. Er war glatter, die Schlüsselbeine deutlich, ein Muttermal über der linken Brust. Ich trat zu ihm und legte die flache Hand darauf, spürte den Herzschlag. Dann tat ich dasselbe bei Elias. Zwei verschiedene Rhythmen unter meinen Handflächen. Ich küsste Elias auf den Mund, fest diesmal, mit Zunge, und während er mich hielt, spürte ich Nils’ Hände am Reißverschluss meines Kleides.

„Aufmachen“, sagte ich.

Der Reißverschluss glitt hinunter. Kühle Luft traf meinen Rücken. Das Kleid fiel bis zu den Hüften, und ich schob es selbst weiter, stieg heraus und stand in Unterwäsche vor ihnen. Schwarzer Stoff, schlicht, nichts, das für einen Auftritt genäht war. Ich hatte ihn am Morgen angezogen, ohne an diese Nacht zu denken. Jetzt fühlte er sich an wie eine letzte dünne Grenze, die ich selbst setzen und selbst öffnen wollte.

„Ihr dürft schauen“, sagte ich. „Und ihr dürft anfassen. Fangt an den Schultern an. Ich sage euch, wann ihr tiefer gehen sollt.“

Elias stellte sich vor mich, Nils hinter mich. Elias’ Hände lagen auf meinen Schultern, die Daumen strichen über die Schlüsselbeine, langsam, als würde er eine Landkarte lesen. Nils küsste die Wirbelsäule, einen Wirbel nach dem anderen, und seine Hände hielten meine Taille, nicht fest, nur sicher. Ich atmete aus und ließ den Kopf ein wenig nach hinten sinken, gegen Nils’ Schulter. Elias beugte sich vor und küsste die obere Wölbung meiner Brust, dort, wo der Stoff begann. Seine Lippen waren trocken und warm.

„Tiefer“, sagte ich.

Er schob den Träger von der Schulter und küsste die freigelegte Haut. Nils öffnete den Verschluss an meinem Rücken mit einer Geduld, die mich fast ungeduldig machte. Der Stoff fiel. Meine Brüste waren frei, die Brustwarzen schon fest von der Luft und von dem, was ihre Münder taten. Elias nahm eine in den Mund, saugte sanft, dann fester, als ich die Hand in sein Haar legte und ihn näher zog. Nils umfasste die andere Brust von hinten, der Daumen kreiste über der Warze, und das doppelte Gefühl, Mund und Hand, ließ mich leise aufstöhnen.

„Gut“, sagte ich. „Genau so. Nicht schneller.“

Ich spürte, wie Nils hart gegen meinen unteren Rücken drückte, durch den Stoff seiner Hose. Elias war ebenso deutlich, als ich die Hüfte nach vorn schob und ihn zwischen meinen Schenkeln spürte, noch getrennt von Stoff. Die Reibung war stumpf und trotzdem elektrisch. Ich wollte mehr Haut. Ich wollte sie nackt und wollte selbst nackt sein, aber ich wollte das Tempo halten, weil die Langsamkeit das Verlangen schärfer machte.

„Hose aus“, sagte ich zu beiden. „Und ich ziehe den Rest aus. Dann setzen wir uns. Ich will euch im Mund haben, einen nach dem anderen, und ich will, dass der andere mich anfasst, während ich das tue.“

Sie gehorchten nicht wie Befehlsempfänger, sondern wie Männer, die zugehört hatten. Elias öffnete den Gürtel, Nils die Knöpfe. Ich schob mein Höschen hinunter und stieg heraus. Die Luft an meiner Scham war kühl, und ich war schon feucht, das spürte ich, als die Schenkel sich berührten. Ich schämte mich nicht dafür. Es war die ehrliche Antwort meines Körpers auf zwei Münder und auf die Worte, die wir vorher gesprochen hatten.

Wir setzten uns auf das breite Sofa. Ich kniete mich zwischen sie, die Knie auf dem Teppich, der weich war und nach altem Haus roch. Elias’ Glied stand aufrecht, dick, die Eichel schon glänzend. Nils war etwas länger, schmaler, die Ader an der Unterseite deutlich. Ich nahm Elias zuerst in die Hand, spürte das Gewicht, die Wärme, und sah zu ihm hoch.

„Sag mir, wenn ich zu fest bin“, sagte ich.

„Du bist nicht zu fest“, antwortete er, und seine Stimme war tiefer als in der Küche.

Ich leckte einmal von der Wurzel bis zur Spitze, langsam, und schmeckte Salz. Dann nahm ich ihn in den Mund, nicht tief sofort, nur so weit, dass die Lippen die Eichel umschlossen und die Zunge darunter kreiste. Elias atmete scharf ein. Seine Hand legte sich in mein Haar, nicht drückend, nur haltend. Neben mir spürte ich Nils’ Hand auf meinem Rücken, die Wirbelsäule hinab, über das Steißbein, und dann zwischen meine Schenkel. Seine Finger fanden mich nass und öffneten mich vorsichtig.

„Darf ich dich anfassen, während du ihn im Mund hast?“ fragte er, obwohl seine Finger schon an meinen Schamlippen lagen.

Ich hob den Kopf gerade lange genug, um zu sagen: „Ja. Zwei Finger, langsam. Und schau mich an, wenn du kannst.“

Dann nahm ich Elias wieder auf. Nils schob zwei Finger in mich, gekrümmt, suchend, und als er die Stelle fand, die mich zittern ließ, stöhnte ich um Elias’ Schwanz herum. Das Geräusch schien Elias zu treffen. Seine Hüfte zuckte, und er hielt sie sofort wieder still.

„Entschuldige“, sagte er. „Ich will dir nicht in den Hals stoßen.“

Ich ließ ihn aus dem Mund gleiten, die Lippen nass, und sah ihn an. „Wenn ich tiefer will, nehme ich dich tiefer. Du musst nicht still wie ein Stein sein. Beweg dich ein wenig. Ich sage dir, wenn es zu viel ist.“

Er nickte, die Augen dunkel. Ich nahm ihn wieder, diesmal weiter, bis ich die Grenze spürte und mich zurückzog, dann wieder vor. Ein ruhiger Rhythmus. Nils’ Finger bewegten sich im selben Takt, der Daumen lag auf meinem Kitzler und rieb in kleinen Kreisen, nicht zu trocken, weil ich so nass war, dass alles glitt. Ich spürte, wie sich die Spannung in meinem Becken sammelte, ein Ziehen, das ich noch nicht lösen wollte. Ich wollte beide schmecken, bevor ich kam.

Ich ließ Elias los, küsste die Innenseite seines Oberschenkels und wandte mich Nils zu. „Jetzt du.“

Nils zog die Finger aus mir, langsam, und ich sah, wie sie glänzten. Er führte sie nicht an seinen Mund, sondern hielt sie mir hin, eine Frage ohne Worte. Ich leckte sie ab, schmeckte mich selbst, salzig und süß, und dann nahm ich sein Glied in den Mund. Er war anders. Ich musste den Kiefer weiter öffnen in der Länge, nicht in der Dicke. Er stöhnte leiser als Elias, fast überrascht, und seine freie Hand lag auf meiner Wange, der Daumen an meinem Mundwinkel, als wollte er fühlen, wie ich ihn aufnahm.

Elias rutschte vom Sofa und kniete sich hinter mich. „Darf ich dich lecken, während du ihn hast?“

„Ja“, sagte ich, und das Wort wurde undeutlich.

Er schob meine Knie ein wenig auseinander, legte die Hände auf meinen Hintern und senkte den Mund zwischen meine Schenkel. Die erste Berührung seiner Zunge war so direkt, dass ich Nils fast zu tief nahm und mich zurückziehen musste. Elias leckte langsam, von unten nach oben, teilte mich mit der Zunge und kreiste um den Kitzler, ohne ihn sofort zu überfallen. Nils hielt mein Gesicht, nicht fest, und flüsterte: „Atme. Du musst nicht alles auf einmal.“

Ich atmete durch die Nase und fand den Rhythmus wieder. Mund um Nils, Zunge von Elias, die Hände beider Männer auf meiner Haut. Das Sofa knarrte leise. Draußen rief einmal ein Vogel, spät oder früh, ich konnte es nicht sagen. Die Welt außerhalb dieses Raumes wurde schmal. Es gab nur Wärme, Salz, den Geschmack von Haut und das nasse Geräusch von Elias’ Mund an mir.

Ich spürte, wie der Orgasmus sich näherte, zu schnell, wenn ich ihn jetzt kommen ließ. Ich hob den Kopf.

„Wartet“, sagte ich. „Ich will euch in mir haben, bevor ich komme. Elias zuerst. Nils, ich will dich dabei im Mund oder in der Hand, je nachdem, wie wir liegen. Ist das für euch in Ordnung?“

„Ja“, sagte Elias, die Stimme rau an meinem Oberschenkel.

„Ja“, sagte Nils. „Und ich habe Kondome im Kulturbeutel. Oben, im Bad. Ich hole sie.“

„Ich auch“, sagte Elias. „In der Jacke im Flur. Wir benutzen sie. Keine Diskussion.“

Ich nickte, dankbar für die Selbstverständlichkeit. Während Nils barfuß nach oben ging und Elias in den Flur, blieb ich auf dem Teppich knien und legte die Stirn auf die Sitzfläche des Sofas. Mein Herz schlug schnell. Zwischen den Beinen pochte es. Ich berührte mich selbst, nur kurz, um die Nässe zu spüren, und zog die Hand wieder weg. Ich wollte, dass sie es waren.

Sie kamen fast gleichzeitig zurück. Zwei kleine Folienpackungen, dann noch zwei, auf den Tisch gelegt, nicht versteckt. Elias riss eine auf, rollte das Kondom über sein Glied, sorgfältig, und sah mich an.

„Wie willst du mich?“ fragte er.

„Auf dem Sofa. Ich auf dem Rücken. Nils neben meinem Kopf, sodass ich ihn erreichen kann. Und langsam am Anfang. Ich will dich ganz spüren, nicht nur den Stoß.“

Ich legte mich hin. Das Sofa war tief genug, dass meine Schultern Halt fanden und meine Hüfte nicht abrutschte. Nils kniete sich neben die Lehne, sein Glied in meiner Reichweite, und strich mir das Haar aus der Stirn. Elias kniete sich zwischen meine Beine, hob eines an und küsste die Innenseite des Knies, als wäre das der eigentliche Anfang. Dann setzte er die Spitze an mich, wartete, und ich nickte.

Er drang ein, Zentimeter um Zentimeter. Das Kondom machte es ein wenig glatter, aber ich spürte trotzdem die Dehnung, die Fülle, das langsame Nachgeben meines Körpers. Ich atmete aus und öffnete mich ihm. Als er ganz in mir war, blieben wir einen Moment still. Sein Blick suchte meinen.

„Gut?“ fragte er.

„Gut“, sagte ich. „Beweg dich. Tief und nicht schnell.“

Er zog sich zurück und kam wieder, ein langer Stoß, der mich ausfüllte, bis ich die Augen schloss. Nils beugte sich herab und küsste mich, während Elias in mir war, und der Kuss schmeckte nach uns beiden. Ich griff nach Nils’ Schwanz und führte ihn an meine Lippen. Es war ungeschickt am Anfang, der Winkel, das Sofa, Elias’ Rhythmus, der meinen Kopf leicht mitbewegte. Wir lachten kurz, leise, und verschoben uns. Nils stützte sich an der Lehne ab. Ich nahm ihn nur mit dem Mund an der Spitze, die Hand am Schaft, und das reichte. Elias fand ein Tempo, das mich nicht aus dem Kuss und nicht aus dem Mund warf.

Jeder Stoß schob ein Geräusch aus mir, das an Nils’ Haut erstarb. Elias’ Hände hielten meine Hüften, die Daumen drückten in die weiche Stelle über den Knochen. Er sah auf die Stelle, wo er in mich eindrang, und dann wieder in mein Gesicht, als könnte er sich nicht entscheiden, was schöner war. Ich wollte, dass er beides sah. Ich wollte gesehen werden, während ich einen anderen im Mund hatte, und ich wollte, dass keiner von beiden sich ausgeschlossen fühlte.

„Nils“, sagte ich, als ich ihn kurz losließ, „küss meine Brüste. Elias hält das Tempo. Ich will eure Münder und ihn in mir.“

Nils beugte sich über mich und nahm eine Brustwarze zwischen die Lippen. Elias stieß weiter, gleichmäßig, und die Kombination aus Fülle, Saugen und dem Reiben meines Kitzlers an seinem Schambein, wenn er tief kam, zog die Spannung wieder zusammen. Ich legte die Hand zwischen uns und rieb mich selbst, zwei Finger, kleine Kreise, im Takt seiner Stöße.

„Ich bin nah“, sagte ich. „Nicht aufhören. Genau so.“

Elias wurde nicht schneller. Er blieb tief und schwer, und Nils saugte fester, die Zähne nur ein Hauch. Ich kam mit einem Laut, den ich nicht kannte, lang und offen, die Schenkel zitternd um Elias’ Hüften, die innere Muskulatur zog sich um ihn zusammen, wieder und wieder. Er stöhnte auf und hielt still, während ich kam, die Stirn an meiner Schulter, und wartete, bis die Wellen nachließen.

„Bleib einen Moment“, flüsterte ich. „Nicht raus. Nur still.“

Er blieb. Nils küsste meine Schläfe, mein Ohr, die feuchte Stelle an meinem Hals. Ich hörte unseren Atem, drei verschiedene Arten, wieder in den Raum zurückzufinden. Als ich die Augen öffnete, sah ich die Lampe, den Rand des Vorhangs, Elias’ Schulter, Nils’ Mund. Alles war noch da. Nichts war zerbrochen.

„Jetzt du“, sagte ich zu Nils. „Elias, zieh dich zurück. Ich will Nils, und ich will auf dir sitzen, Elias, nein. Warte. Ich will Nils von hinten, auf den Knien, und dich vor mir, Elias, damit ich dich im Mund habe, ohne Kondom, wenn du das willst. Du bist noch nicht gekommen. Ich will dich schmecken, wenn du so weit bist, aber sag es mir vorher.“

Elias zog sich vorsichtig zurück. Das Kondom hielt. Er streifte es ab, knotete es und legte es auf ein Taschentuch, das Nils schon bereitgelegt hatte, eine kleine Fürsorge, die mich mehr rührte als sie sollte. Nils nahm ein neues Kondom, rollte es über, und ich drehte mich auf die Knie, die Unterarme auf der Lehne, den Rücken durchgedrückt. Elias stellte sich vor mich, sein Glied noch hart, glänzend, und strich mir über die Wange.

„Ich sage dir Bescheid“, versprach er. „Und wenn du den Mund voll hast und stoppen willst, tippst du zweimal auf meinen Oberschenkel. Dann bin ich raus.“

„Einverstanden“, sagte ich.

Nils kniete sich hinter mich. Seine Hände glitten über meinen Rücken, über die Rundung, spreizten mich ein wenig, und er fragte noch einmal: „Ja?“

„Ja. Tief. Langsam am Anfang, dann darfst du fester werden, wenn ich den Rücken mehr durchdrücke.“

Er setzte an und glitt hinein, länger als Elias, und ich spürte ihn weiter hinten, eine andere Fülle, die mich aufstöhnen ließ, bevor ich Elias überhaupt wieder im Mund hatte. Nils hielt inne, die Hände fest an meinen Hüften, und wartete, bis ich mich ihm entgegenschob. Dann begann er sich zu bewegen. Ich öffnete den Mund für Elias und nahm ihn auf, schmeckte die salzige Haut, das leichte Gummi, das noch an ihm hing, und darunter ihn selbst. Es war viel. Es war genau das, was ich gewollt hatte: ausgefüllt von hinten, den Mund voll, die Hände beschäftigt, der Kopf leer von allem außer diesem Haus und diesen beiden Männern.

Nils fand den festeren Rhythmus, den ich ihm erlaubt hatte. Jeder Stoß schob mich ein Stück auf Elias zu, und Elias hielt meinen Kopf nicht fest, er ließ mich das Maß bestimmen. Ich nahm ihn so tief, wie ich konnte, und zog mich zurück, wenn der Würgereiz kam, ohne Scham. Speichel lief mir am Kinn hinunter. Elias wischte ihn mit dem Daumen weg und sagte leise: „Du bist unglaublich. Sag uns, wenn du eine Pause brauchst.“

„Keine Pause“, brachte ich hervor. „Nils, fester. Elias, deine Hand an meinem Nacken, nur liegen, nicht drücken.“

Nils gehorchte. Das Geräusch von Haut auf Haut wurde lauter, nass, deutlich. Ich spürte, wie ein zweiter Orgasmus sich aufbaute, tiefer als der erste, mehr im Bauch als an der Oberfläche. Ich griff nach hinten und fand Nils’ Hand, verschränkte die Finger mit seinen an meiner Hüfte, und das schien ihn zu treffen. Er stöhnte meinen Namen. Elias’ Oberschenkel zitterte unter meiner Hand.

„Lena“, sagte Elias, „ich bin nah. Wenn du mich nicht schlucken willst, sag es jetzt.“

Ich ließ ihn aus dem Mund und sah hoch, das Kinn nass, die Stimme heiser. „Ich will dich schmecken. Komm in meinen Mund. Nils, hör nicht auf.“

Elias kam mit einem gepressten Laut, die Hand leicht an meinem Nacken, nicht drückend. Ich nahm ihn auf und schluckte, warm und salzig, und hielt ihn im Mund, bis er empfindlich wurde und sich zurückzog. Hinter mir stieß Nils weiter, und die Tatsache, dass ich Elias gerade geschmeckt hatte, während Nils in mir war, zog mich über die Kante. Ich kam wieder, diesmal lauter, die Stirn gegen Elias’ Bauch gepresst, der Körper eng um Nils, die Knie drohten nachzugeben.

Nils verlangsamte, aber ich schüttelte den Kopf. „Du darfst kommen. Ich will es spüren. Im Kondom, tief, und dann bleib einen Moment.“

Er stieß noch ein paarmal, kürzer, und dann spannte sich sein ganzer Körper. Ich spürte das Pulsieren, gedämpft durch das Kondom, und sein Atem an meinem Rücken, heiß und abgerissen. Er sagte meinen Namen zweimal, dann nichts mehr, nur Atem. Seine Stirn lag zwischen meinen Schulterblättern. Elias strich mir über das Haar, immer wieder, als wäre das die einzige Bewegung, die noch erlaubt war.

Wir blieben so, bis die Knie schmerzten. Nils zog sich vorsichtig zurück, hielt das Kondom fest, und half mir, mich auf die Seite zu legen. Elias holte die Decke von der Sessellehne und legte sie über meine Hüften, nicht über den ganzen Körper, weil mir noch warm war. Nils verschwand kurz ins Bad. Ich hörte Wasser. Als er zurückkam, hatte er ein feuchtes Tuch und ein Glas Wasser.

„Darf ich dich abwischen?“ fragte er.

„Ja. Sanft. Ich bin empfindlich.“

Er tat es mit einer Sorgfalt, die nichts von der Heftigkeit der letzten Minuten hatte. Elias hielt mir das Glas hin. Ich trank, und das Wasser war das beste, das ich je getrunken hatte, kalt, klar, nach nichts als sich selbst. Ich setzte mich auf, die Decke um die Taille, und sah sie an. Beide nackt, beide ein wenig außer Atem, beide mit diesem Blick, der fragte, ob alles noch stimmte.

„Es stimmt“, sagte ich, bevor sie fragen konnten. „Ich bin froh. Ich bin nicht überrumpelt. Und ich bin noch nicht fertig mit euch, wenn ihr noch könnt. Nicht sofort. Gebt mir zehn Minuten und noch ein Glas Wasser. Dann will ich euch beide noch einmal, anders. Ich will auf Elias sitzen und Nils küssen, und ich will eure Hände überall, und ich will, dass ihr euch anfasst, wenn ihr das wollt. Nicht für mich als Vorführung. Nur wenn es euch gefällt.“

Elias sah Nils an. Nils zuckte nicht zurück. „Es gefällt mir“, sagte er. „Nicht als Ersatz. Als Teil davon.“

„Mir auch“, sagte Elias. „Wenn du dabei bist, Lena, und wenn wir aufhören können, ohne dass es eine Bedeutung bekommt, die wir nicht wollen.“

„Keine Bedeutung außer dieser Nacht“, sagte ich. „Morgen reise ich ab. Das ändert sich nicht. Ich will keine Versprechen und ich gebe keine. Ich will den Rest dieser Stunden.“

Wir tranken. Wir aßen die letzten Trauben aus der Schale auf dem Tisch, süß und kalt, und die Normalität davon, nackt Trauben zu essen, ließ mich wieder lachen. Nils küsste den Saft von meinem Mundwinkel. Elias legte den Kopf auf meinen Oberschenkel, unter der Decke, und atmete gegen meine Haut. Draußen wurde der Himmel nicht heller, noch nicht, aber die Nacht fühlte sich nicht mehr unendlich an. Sie fühlte sich kostbar an, und das reichte.

Als die zehn Minuten vorbei waren, ohne dass wir sie gezählt hatten, zog ich Elias zu mir und küsste ihn lange. Sein Mund schmeckte nach Trauben und nach mir. Nils setzte sich hinter mich, die Brust an meinem Rücken, und seine Hände legten sich um meine Brüste, diesmal ohne Eile, die Daumen kreisten, bis die Warzen wieder fest waren. Ich spürte, wie Elias unter meiner Hand erneut hart wurde, langsamer als beim ersten Mal, aber sicher. Nils war schon wieder halb steif an meinem unteren Rücken.

„Kondom“, sagte ich. „Elias, leg dich hin. Ich setze mich auf dich. Nils, du kniest dich neben uns oder hinter mich, je nachdem, wo du mich küssen kannst und wo du Elias erreichen kannst, wenn du willst.“

Elias legte sich auf den Teppich, ein Kissen unter dem Kopf, und rollte ein Kondom über. Ich stieg über ihn, die Knie links und rechts, und führte ihn ein, diesmal selbst, in meinem Tempo. Die Dehnung war vertrauter und trotzdem neu, weil ich von oben kam und jeden Zentimeter bestimmen konnte. Ich sank hinunter, bis ich saß, und blieb so, die Hände auf seiner Brust, die Nägel leicht in der Haut.

„Nils“, sagte ich, „komm her. Küss mich. Und wenn du Elias anfassen willst, frag ihn.“

Nils kniete sich neben Elias’ Schulter und küsste mich, tief, während ich mich auf Elias zu bewegen begann, kleine Kreise, kein Auf und Ab, nur dieses Mahlen, das meinen Kitzler an Elias’ Schambein rieb. Elias stöhnte unter mir. Nils löste den Kuss und sah Elias an.

„Darf ich dich anfassen?“ fragte er.

„Ja“, sagte Elias. „Die Brust. Den Bauch. Meinen Schwanz nicht, der ist in ihr und im Kondom. Aber alles andere. Und ich darf dich auch anfassen.“

Nils legte die Hand auf Elias’ Brust, neben meine. Elias griff nach Nils’ Hüfte und zog ihn näher, bis Nils’ Glied an meiner Schulter lag. Ich drehte den Kopf und nahm ihn in den Mund, nur die Spitze, während ich auf Elias ritt, und Nils’ Hand wanderte über Elias’ Bauch, hinunter zu der Stelle, wo ich Elias aufnahm, nicht um ihn zu greifen, sondern um mich zu berühren, zwei Finger an meinem Kitzler, während Elias in mir war.

Das war fast zu viel und genau richtig. Ich bewegte mich schneller, hob die Hüften und ließ mich fallen, und jedes Mal traf Nils’ Finger mich im richtigen Moment. Elias hielt meine Taille und stieß von unten entgegen, nicht wild, sondern passend. Nils stöhnte in meinen Mund, als ich ihn tiefer nahm, und seine freie Hand lag auf Elias’ Brust, die Finger gespreizt, als suchten sie Halt an einem Körper, der nicht seiner war und doch zu dieser Nacht gehörte.

„Ich will dich auch in der Hand“, sagte ich zu Nils und ließ ihn aus dem Mund. „Stell dich so, dass ich dich reiben kann, während ich auf Elias sitze. Und Elias, sieh uns an. Ich will, dass du siehst, wie ich ihn anfasse, während du in mir bist.“

Nils stellte sich neben mich. Ich nahm ihn in die Hand, nass von meinem Mund, und rieb ihn im Takt meiner Hüften. Elias sah zu, die Lippen offen, und das Sehen schien ihn ebenso zu erregen wie das Fühlen. Er stieß härter nach oben. Ich beugte mich vor, küsste ihn und flüsterte gegen seinen Mund: „Ich komme noch einmal. Bleib in mir. Nils, schneller mit deiner Hand an mir, wenn du kannst, oder lass mich, ich mache es selbst.“

Nils schob seine Hand wieder zwischen uns, und ich ritt Elias in kurzen, festen Bewegungen. Der Orgasmus kam nicht als Blitz, sondern als lange, rollende Welle, die mich zwang, still zu werden und nur noch zu zittern, die Stirn an Elias’ Stirn, Nils’ Schwanz in meiner Faust, die Finger an meinem Kitzler unerbittlich und genau. Ich sagte ja, mehrfach, nicht als Frage, als Feststellung. Elias hielt mich fest und kam kurz nach mir, die Hüften hochgedrückt, ein tiefer Laut in meiner Schulter, das Kondom zwischen uns. Nils folgte in meiner Hand, warm über meine Finger und über Elias’ Bauch, und Elias lachte atemlos, nicht spöttisch, nur überrascht von der Nässe und von der Nähe.

„Das war…“, begann Nils und fand das Wort nicht.

„Ja“, sagte ich. „Das war es.“

Wir lagen eine Weile auf dem Teppich, die Decke irgendwie über uns gezogen, Beine ineinander, ohne dass klar war, wem welches gehörte. Elias’ Hand lag auf meinem Bauch. Nils’ Atem ging an meinem Nacken. Draußen hatte sich etwas verändert. Nicht Morgen, aber das tiefe Schwarz war einem Dunkel gewichen, in dem man die Kiefern als Formen erkannte. Ich dachte an den Koffer im Flur und schob den Gedanken nicht weg. Er gehörte dazu. Die Abreise machte die Nacht nicht kleiner. Sie gab ihr einen Rand.

„Wasser“, sagte Elias irgendwann. „Und vielleicht das Bett. Der Teppich ist ehrlich, aber mein Rücken ist älter als mein Stolz.“

„Du bist zweiunddreißig, nicht siebzig“, sagte ich, stand aber trotzdem auf.

Wir gingen nach oben, nackt, die Kondome und Tücher entsorgt, die Gläser in der Hand. Das große Bett im Zimmer, das ich diese Tage allein bewohnt hatte, war breit genug. Ich schlug die Decke zurück. Wir legten uns hinein, ich in der Mitte, Elias links, Nils rechts. Eine Weile sprachen wir nicht. Ich hörte das Haus, ein Knacken im Gebälk, den Kühlschrank unten, der ansprang. Nils strich mit dem Finger über meinen Arm, von der Schulter bis zum Handgelenk, immer wieder dieselbe Strecke, als würde er sich die Haut merken.

„Tut dir etwas weh?“ fragte Elias.

„Ein wenig zwischen den Beinen, auf die gute Art“, sagte ich. „Nichts, das ich bereue. Und ihr?“

„Meine Knie werden mich morgen hassen“, sagte Nils. „Das ist ein fairer Preis.“

Ich drehte mich zu ihm und küsste ihn, langsam, ohne Ziel. Dann drehte ich mich zu Elias und tat dasselbe. Es war kein neues Feuer, eher die Glut, die bleibt, wenn das große Brennen vorbei ist. Trotzdem spürte ich, wie sich etwas in mir wieder regte, nicht als Forderung, als Möglichkeit. Ich legte die Hand auf Elias’ Brust und die andere auf Nils’ Hüfte.

„Noch einmal“, sagte ich leise. „Nicht wild. Ich will euch beide nah, und ich will, dass einer von euch mich leckt, bis ich leise komme, und der andere mich hält. Danach schlafen wir, oder wir schlafen nicht, und um sechs stehe ich auf, dusche und fahre. Ihr müsst nicht mit zum Flughafen. Das Haus muss bis zehn leer sein. Den Schlüssel lege ich in den Briefkasten, wie ausgemacht.“

„Ich lecke dich“, sagte Nils. „Wenn du das willst.“

„Ich halte dich“, sagte Elias.

Ich legte mich auf den Rücken und spreizte die Beine. Nils rutschte hinunter, küsste den Bauch, die Hüftknochen, die Innenseiten der Schenkel, und wartete, bis ich die Hand in sein Haar legte und ihn führte. Seine Zunge war weich, geduldig, anders als vorhin auf dem Teppich, wo alles drängte. Er leckte mich, als hätte er Zeit, obwohl wir beide wussten, dass die Zeit einen Rand hatte. Elias lag an meiner Seite, einen Arm unter meinem Nacken, die andere Hand auf meiner Brust, und küsste mich, während Nils unten arbeitete. Ich musste nicht führen. Nils fand den Rhythmus von selbst, flach und gleichmäßig, die Zunge breit, dann die Spitze, dann wieder breit, und zwei Finger in mir, gekrümmt, kaum bewegt, nur da.

Es dauerte länger als die anderen Male, und das war gut. Ich schwebte in einem warmen, engen Gefühl, das sich nicht hetzen ließ. Elias flüsterte mir ins Ohr, nichts Großes, nur dass ich schön sei, dass er mich hören wolle, dass ich nicht leise sein müsse, auch wenn das Haus schlief. Ich war nicht laut. Ich war offen. Als ich kam, war es ein langes Ausatmen, ein Zittern in den Schenkeln, Nils’ Name und dann keiner, nur Atem an Elias’ Mund. Nils küsste mich noch einmal dort, ganz sanft, und kam wieder hoch, das Gesicht nass, die Augen klar.

Ich zog ihn zu mir und küsste ihn, schmeckte mich auf seiner Zunge, und Elias küsste meine Schulter, meinen Hals, die Stelle hinter dem Ohr. Wir lagen still. Ich spürte beide, hart an meinen Hüften, und lächelte in die Dunkelheit des Zimmers.

„Ihr seid noch nicht fertig“, sagte ich.

„Wir können warten“, sagte Elias. „Oder du kannst uns in die Hand nehmen, wenn du willst. Nicht mehr in dir, wenn du wund bist.“

„Ich bin nicht wund auf eine Art, die nein sagt“, antwortete ich. „Aber die Hände sind eine gute Idee. Kommt her. Beide. Ich will euch nebeneinander, und ich will zusehen.“

Sie knieten sich über meine Taille, nah beieinander, und ich nahm jeden in eine Hand. Es war ein ungleicher Rhythmus am Anfang, dann fand ich einen, der für beide galt, fest, nass von dem, was noch an ihnen und an mir war. Nils legte eine Hand auf Elias’ Schulter. Elias legte eine Hand auf Nils’ Nacken. Sie sahen nicht einander an die ganze Zeit. Sie sahen mich an, und manchmal schlossen sie die Augen. Ich sprach leise, sagte ihnen, wie sie sich anfühlten, wie gut sie vorhin in mir gewesen waren, dass ich den Geschmack von Elias noch im Mund hatte und Nils’ Zunge noch zwischen den Beinen spürte. Die Worte machten sie schneller in meiner Faust.

Elias kam zuerst, über meinen Bauch, warm, und Nils folgte wenige Atemzüge später, mischte sich dazu, und ich hielt sie beide, bis sie empfindlich wurden und sich zurückzogen. Elias holte das Tuch, das wir mit nach oben genommen hatten, und wischte mich ab, dann sich, dann Nils, mit derselben ruhigen Hand. Wir lachten wieder, leise, weil es klebrig und menschlich war und weil niemand so tat, als wäre Lust eine saubere Angelegenheit.

Danach wurde es still auf eine andere Art. Nils zog die Decke über uns. Elias löschte die kleine Lampe. Im Dunkeln fand ich ihre Hände, eine links, eine rechts, und hielt sie auf meinem Bauch. Niemand sprach von Wiedersehen. Niemand sprach von Liebe. Nils sagte irgendwann, dass der See am Morgen neblig sein werde, das kenne er von dieser Gegend. Elias sagte, er werde den Kaffee machen, bevor ich fahre, wenn ich ihn wecke. Ich sagte, ich wolle keinen Abschied am Auto, nur den Kaffee und die Tür, die ich selbst schließe.

Ich schlief nicht tief. Ich döste, wachte auf, spürte einen Arm, ein Knie, den Atem von jemandem an meinem Haar. Einmal stand ich auf und trank Wasser am Waschbecken, sah mein Gesicht im Spiegel, gerötet, die Lippen ein wenig geschwollen, die Augen wach. Ich erkannte mich. Das war wichtig. Ich ging zurück ins Bett, und Nils murmelte etwas Unverständliches und zog mich an sich, ohne ganz aufzuwachen. Elias lag auf dem Rücken und atmete gleichmäßig. Ich legte mich zwischen sie und ließ die Stunden kleiner werden.

Um kurz vor sechs wurde es grau hinter den Vorhängen. Ich stand auf, ohne sie lange zu wecken, duschte heiß, wusch die Nacht von der Haut, ohne sie abwaschen zu wollen im Sinne von Bereuen. Als ich aus dem Bad kam, war Elias in der Küche. Ich roch den Kaffee schon auf der Treppe. Nils saß am Tisch, barfuß, in dem Hemd von gestern, und sah aus dem Fenster auf die Kiefern. Fünf Gäste waren gekommen. Drei von uns hatten die Nacht zu dem gemacht, was sie war. Die anderen würden irgendwann schreiben, und wir würden antworten, über den See, über das Essen, über nichts von dem, was auf dem Sofa und im Bett geschehen war, es sei denn, wir entschieden uns später anders. Heute nicht.

Elias stellte mir eine Tasse hin. „Schwarz, wie du es trinkst.“

„Danke.“

Wir tranken. Nils schob mir den Teller mit dem letzten Brot hin, und ich aß zwei Bissen, mehr aus Gewohnheit als aus Hunger. Der Koffer wartete im Flur. Ich zog die Jacke an, prüfte die Tasche, den Ausweis, den Schlüssel, den ich in den Briefkasten legen würde. An der Tür blieb ich stehen. Elias und Nils standen in der Küche, nicht als Publikum, nur als die beiden Männer, mit denen ich die letzte Nacht in diesem Haus verbracht hatte.

„Es war gut“, sagte ich. „Nicht trotz der Abreise. Mit ihr. Ihr wart klar, und ich war klar, und das will ich behalten.“

„Wir auch“, sagte Nils.

Elias nickte. „Fahr vorsichtig. Und schreib, wenn du angekommen bist. Nur das. Mehr musst du nicht.“

Ich küsste jeden einmal, auf den Mund, kurz, ohne die Nacht noch einmal zu öffnen. Dann nahm ich den Koffer, trat ins graue Licht und zog die Tür hinter mir zu. Der Schlüssel lag wenig später im Briefkasten. Der Motor sprang an. Im Rückspiegel wurde das gemietete Haus kleiner, und mit ihm die Nacht, nicht gelöscht, nur an ihren richtigen Ort gelegt: hinter mir, vollständig, und mein.

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