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Die letzte Wärme vor der Abreise

Gruppensex · 41 Minuten lesen · 55 Minuten hören

Gelesen von Meher

Der letzte Abend roch nach Zedernholz und nach dem Öl, das noch in den Schalen am Rand der Kabine stand. Ich stand barfuß auf den warmen Fliesen und hielt das Handtuch fest, obwohl der Gang längst leer war. Morgen früh würde der Zug uns trennen: Jonas und mich nach Hause, Klara in die andere Richtung, zurück in ihre Stadt. Die Sauna-Party des Hauses war vor einer Stunde zu Ende gegangen. Die anderen Gäste waren in die Bar gewandert oder in ihre Zimmer. Wir drei hatten die kleine Privatkabine behalten, die Jonas am ersten Tag zusätzlich gebucht hatte, ohne viel dazu zu sagen, nur mit diesem Blick, den ich schon kannte.

Ich bin dreiunddreißig. Jonas ist sechsunddreißig. Klara ist einunddreißig. Wir hatten das beim Essen noch einmal laut gesagt, halb im Scherz und halb, weil nichts unklar bleiben sollte. Kein Rausch, kein Missverständnis, kein Drängen. Klara hatte ihr Glas abgestellt und gesagt, sie wolle diese Nacht, wenn wir sie wollten, und sie wolle jederzeit aufhören dürfen. Ich hatte ihre Hand genommen. Jonas hatte genickt und dasselbe versprochen, für sich und für uns. Danach war das Essen leichter geworden, und die Blicke waren nicht mehr geflohen.

Jetzt öffnete Jonas die Tür. Warme Luft schlug uns entgegen, noch nicht die volle Hitze der Sauna, sondern die des Vorraums mit der breiten Liege, der Dusche und dem kleinen Becken. Klara trat hinter mir ein. Ihr Haar war hochgesteckt, feucht an den Schläfen von der großen Sauna vorhin. Sie lächelte nicht breit. Sie prüfte, ob der Boden noch hielt, und ich kannte dieses Prüfen, weil es auch in mir war.

„Nur wir“, sagte Jonas. Seine Stimme blieb ruhig. „Die Tür bleibt zu. Wenn eine von euch stopp sagt, ist es vorbei. Kein Nachhaken.“

„Dasselbe gilt für dich“, sagte ich.

Er nickte. „Natürlich. Und wenn eine von uns nur eine Pause will, ist auch das genug.“

Klara legte ihr Handtuch auf die Bank. Darunter trug sie nichts. Ich hatte ihren Körper schon am Pool gesehen, in den Stunden, in denen die Blicke länger wurden als die Sätze. Trotzdem blieb mir der Atem kurz stehen. Ihre Schultern waren vom Wochenende braun, die Brüste heller, klein und fest, die Warzen dunkel und in der kühleren Luft schon zusammengezogen. Sie stand einfach da und sah mich an, als warte sie, ob ich den Schritt wirklich wollte.

Ich wollte ihn. Das wollte ich seit dem ersten Abend an der Bar, seit sie beim Erzählen den Kopf in den Nacken gelegt und gelacht hatte, seit Jonas mich später im Zimmer gefragt hatte, ob ich dasselbe dachte wie er. Wir hatten sie nicht überfallen mit dieser Lust. Wir hatten sie eingeladen, klar, und sie war klar gekommen.

Ich ließ mein Handtuch fallen. Die Fliesen waren warm unter den Fußsohlen. Jonas zog sein Tuch von der Hüfte und hängte es an den Haken. Ich kannte seinen Körper: die breiten Schultern, die alte Narbe an der linken Rippe, der dunkle Streifen Haar vom Nabel abwärts. Sein Schwanz war noch nicht ganz hart, hob sich aber schon, schwer und vertraut. Klara sah hin, offen, und dann wieder zu mir. In ihrem Blick lag keine Bewertung. Hunger lag darin, und eine Frage, die sie nicht mehr zu stellen brauchte und doch gestellt bekommen sollte.

Ich ging zu ihr und legte die Hände an ihre Taille. Ihre Haut war heiß. Sie roch nach Salz und nach dem Rosmarin der Dusche in unserer Kabine. „Darf ich dich küssen?“ fragte ich. Wir hatten es besprochen. Ich wollte es hier noch einmal hören, wo die Kleider fehlten und die Sätze nicht mehr vom Wein getragen wurden.

„Ja“, sagte sie. „Bitte.“

Ihr Mund war weich und zuerst vorsichtig. Dann öffnete sie die Lippen, und die Vorsicht fiel von uns ab wie das Handtuch. Ich schmeckte Minze und den letzten Schluck Wasser. Ihre Zunge traf meine, langsam, dann bestimmter. Meine Hände wanderten über ihren Rücken, über die feine Rinne der Wirbelsäule, bis dorthin, wo der Po begann. Sie drückte sich an mich. Brust an Brust, Bauch an Bauch. Ihre Warzen waren hart gegen meine. Ein kleines Geräusch kam aus ihrer Kehle, kein Wort, nur Zustimmung, und dieses Geräusch lief mir direkt zwischen die Beine.

Jonas stand neben uns und sah zu. Ich spürte seinen Blick wie eine dritte Hand. Als ich den Kopf drehte, war er näher gekommen. „Darf ich?“ fragte er Klara.

„Ja“, sagte sie, ohne von meinem Mund ganz zu lassen.

Er küsste ihren Hals, dort wo der Puls schlug, und seine Hand legte sich auf meine Hüfte, als wolle er uns beide halten. Die Wärme zwischen uns dreien wurde enger. Ich griff nach seinem Nacken und zog ihn in den Kuss, sodass unsere Münder sich für einen Moment trafen, ungeschickt und nass und vollkommen richtig. Klara lachte einmal kurz hinein, dann seufzte sie, und der Seufzer gehörte uns allen.

Wir gingen nicht sofort in die Sauna. Die Liege im Vorraum war breit, bezogen mit einem dunklen Tuch. Jonas hatte Wasser und ein kleines Öl auf den Beistelltisch gestellt, nichts weiter. Kein Gerät, kein Spiel, das wir nicht wollten. Nur Haut, Zeit und die Erlaubnis, langsam zu sein. Ich war dankbar für diese Kargheit. Sie ließ keinen Zweifel, worum es ging.

Klara setzte sich und zog mich mit. Ich kniete zwischen ihren Schenkeln, noch nicht dort, wo sie mich haben wollte, sondern an ihren Knien, und strich mit den Daumen über die Innenseiten. Ihre Haut war glatt und weich. Sie spreizte die Beine ein wenig, nicht weit, eine Einladung ohne Eile. Ich sah die feine Gänsehaut, die trotz der Wärme kam, und küsste sie weg, einen Punkt nach dem anderen.

„Ich will dich ansehen“, sagte ich.

„Dann sieh“, antwortete sie. „Und sag mir, was du siehst, wenn du magst. Ich mag deine Stimme.“

„Ich sehe, dass du schon offen bist“, sagte ich. „Dass du mich willst. Dass du nicht wegschaust.“

Sie hielt meinen Blick. „Ich schaue nicht weg.“

Ich beugte mich vor und küsste die Innenseite ihres linken Oberschenkels, dann des rechten. Hier roch sie intensiver, warm, nach dem langen Tag in Hitze und Wasser. Ihre Schamlippen waren geschwollen, dunkelrosa, ein wenig geöffnet. Feuchtigkeit glänzte im Licht der gedämpften Lampe. Ich hauchte dagegen, und sie zuckte, lachte, diesmal atemlos. Der Laut machte mich selbst nass. Ich spürte das Ziehen, das langsame Öffnen, das Gewicht in meinem eigenen Becken.

Jonas setzte sich hinter mich, die Brust an meinem Rücken, sein Schwanz hart gegen meine Wirbelsäule. Seine Hände kamen um mich herum und legten sich auf meine Brüste. Er kannte das Gewicht und den Druck, den ich mochte: fest, nicht grob, die Daumen kreisend über die Warzen, bis sie vor Empfindlichkeit schmerzten. Ich lehnte mich in ihn und ließ Klara nicht aus den Augen.

„Ist das gut?“ fragte er an meinem Ohr.

„Ja. Fester an der linken. Und bleib da, während ich sie schmecke.“

Er gehorchte. Ich senkte den Mund auf Klara.

Der erste Strich meiner Zunge war langsam, von unten nach oben, über die ganze Länge. Sie schmeckte salzig und süß zugleich, klar. Ich teilte sie mit zwei Fingern und leckte noch einmal, gezielter, über die kleine harte Perle unter der Haube. Klara stöhnte offen. Ihre Hand fand mein Haar und hielt es, nicht drückend, nur da, ein Anker. Ich spürte, wie ihr Becken sich hob, als suche es mehr von genau dieser Stelle, und ich gab es ihr.

Ich leckte in einem ruhigen Takt, flach und breit, dann mit der Spitze enger. Jonas knetete meine Brüste und küsste meine Schulter. Zwischendurch sah er an mir vorbei auf das, was mein Mund tat. Sein Atem wurde schneller. Die Hitze seines Körpers im Rücken und die Nässe unter meiner Zunge zogen mich in zwei Richtungen, und ich wollte keine von beiden lassen.

„Darf ich dich anfassen, während du das tust?“ fragte er.

„Ja“, sagte ich gegen ihre Haut. „Finger. Langsam. Ich sage, wenn du tiefer sollst.“

Seine rechte Hand verließ meine Brust, glitt über den Bauch, durch das kurze Haar, und fand mich. Zwei Finger drangen leicht ein. Er krümmte sie, suchte die Stelle vorn, und rieb mit dem Handballen über meine Klitoris. Ich stöhnte in Klara hinein. Die Vibration ließ sie aufkeuchen. Eine Weile war nur das zu hören: nasses Geräusch, Atem, das leise Knarren der Liege, irgendwo ein Tropfen aus der Brause.

Klara wurde lauter. Ihre Schenkel zitterten an meinen Wangen. Ich saugte sanft, zwei Finger in ihr, gekrümmt, und spürte, wie sie sich innen zusammenzog, ein erstes Flattern, noch kein Ende. Sie schmeckte stärker jetzt. Ich wollte sie bis zum Schluss, und ich wollte auch, dass die Nacht nicht in den ersten zehn Minuten verbrannte.

„Nicht kommen lassen, noch nicht“, bat sie. „Ich will es länger. Ich will euch beide noch klar im Kopf haben, wenn es passiert.“

Ich ließ nach, küsste sie nur noch weich, und zog die Finger heraus. Sie glänzten. Ich drehte den Kopf und bot sie Jonas an. Er nahm sie in den Mund, saugte, und sein Blick blieb auf mir. Das machte mich unruhig vor Lust, eine Unruhe, die kein Zweifel war, sondern Appetit. Klara sah uns zu, die Lippen offen, eine Hand noch in meinem Haar, und lächelte, als gehöre ihr dieser Anblick schon.

„Ich will ihn auch“, sagte sie leise. „Darf ich? Während du mich weiter anfasst, Mara. Nur mit dem Mund, erst einmal.“

„Ja“, sagte ich. „Komm her.“

Jonas setzte sich auf den Rand der Liege, die Beine auseinander, und Klara kniete zwischen ihnen. Sie nahm ihn nicht sofort tief. Sie küsste die Innenseite seines Oberschenkels, dann die Wurzel, dann die Unterseite, langsam, als lerne sie ein Gelände. Ich kniete neben ihr und streichelte sie von hinten, zwei Finger zwischen ihren Schamlippen, ohne einzudringen, nur gleitend. Sie seufzte um ihn herum, als sie die Eichel in den Mund nahm. Jonas legte den Kopf zurück, eine Hand in ihrem Haar, locker, die andere an meinem Nacken.

„Ihr müsst nichts beweisen“, sagte er heiser. „Sagt, wenn der Winkel nicht stimmt.“

Klara ließ ihn kurz aus dem Mund. „Er stimmt. Mara, ein Finger, bitte. Langsam.“

Ich gehorchte. Sie war eng und sehr nass, und der Finger glitt ohne Widerstand. Ich krümmte ihn, suchte, und als sie tiefer stöhnte, blieb ich dort. Jonas sah auf meine Hand und auf ihren Mund und fluchte leise, nicht grob, nur überwältigt. Ich küsste Klaras Schulter, dann die Seite seines Schwanzes, dort wo ihr Mund ihn freigab, und für einen Moment teilten wir ihn, Lippen an Lippen, Zunge an Haut. Es war unordentlich und gut. Speichel glänzte. Niemand lachte diesmal. Die Luft war zu dicht dafür.

„Sauna“, sagte Klara schließlich und ließ ihn los. Ihre Stimme war belegt. „Ich will die Hitze auf der Haut. Aber nicht zu lang. Danach hierher zurück, auf die Liege. Ich will Platz, wenn ihr in mich kommt oder ich auf euch.“

Wir standen auf. Die Beine waren weich. Jonas öffnete die innere Tür. Die Sauna war klein, für vier Personen gedacht, zwei Bänke aus hellem Holz, ein Ofen in der Ecke, Steine, die noch dunkel glühten. Die Hitze traf uns wie eine Wand. Ich atmete flach durch den Mund. Eukalyptus hing in der Luft, und etwas Zitroniges vom letzten Aufguss, den wir nicht wiederholen würden. Aufguss und Lust zugleich hätten uns umgeworfen.

Wir setzten uns auf die untere Bank. Die obere wäre zu heiß gewesen für das, was wir vorhatten. Klara links von mir, Jonas rechts. Schweiß bildete sich sofort, erst als Film, dann in Tropfen, die zwischen den Brüsten liefen und am Bauch hängen blieben. Ich lehnte den Kopf an die warme Wand und schloss für einen Moment die Augen. Holz drückte in den Rücken. Das war gut. Es hielt mich in dem Raum, in dieser Nacht, und nicht schon im Zug von morgen.

Jonas’ Hand lag auf meinem Oberschenkel. Klaras auf dem anderen. Ihre Finger fanden sich über meinem Schoß, verschränkten sich, lösten sich, und dann berührten mich beide. Jonas strich die Außenseite. Klara die Innenseite. Dann war ihr Finger an mir, vorsichtig, fragend, die Kuppe nur an der Klitoris, ohne Druck.

„Ja“, sagte ich, bevor sie fragen konnte. „So. Leicht. Die Hitze macht alles laut.“

Sie streichelte mich anders als Jonas. Neugieriger, mit den Kuppen, in kleinen Kreisen, ohne die Haube wegzuziehen. Sie fand, was ich mochte, und blieb dabei. Ich öffnete die Beine weiter. Schweiß lief über den Bauch und mischte sich mit meiner Nässe, sodass ihre Finger glitten. Die Hitze machte jeden Nerv größer, als er im kühlen Zimmer gewesen wäre. Ich hörte meinen eigenen Atem und schämte mich nicht dafür.

Jonas beugte sich vor und nahm meine rechte Brustwarze in den Mund. Heiß und nass saugte er, während Klara mich streichelte. Ich hielt sein Haar und ihr Handgelenk, nicht um zu steuern, nur um nicht zu zerfallen. Mein Becken hob sich von selbst. Ein Tropfen fiel von meiner Stirn auf ihren Unterarm. Sie leckte ihn weg, ohne den Takt an meiner Klitoris zu verlieren, und diese kleine Geste war fast zu zärtlich für die Rohheit dessen, was mein Körper verlangte.

„Zu heiß zum Ficken hier drin“, sagte Jonas nach einer Weile. Die Stimme war belegt. „Ich will euch richtig. Draußen auf der Liege. Aber ich will euch beide erst so sehen, nass von der Sauna, nicht von der Dusche.“

Klara lachte tief. „Dann sieh genau hin. Und dann nimm mit, was du siehst.“

Sie rutschte von der Bank, kniete auf dem unteren Holz zwischen meinen Beinen und ersetzte die Finger durch den Mund. Hitze und Zunge waren fast zu viel. Ich keuchte. Schweiß tropfte von meiner Stirn auf ihre. Sie leckte aufmerksam und sah zu Jonas auf. Er hatte den Schwanz in der Hand, strich langsam, die Eichel dunkel und feucht von uns und von der Wärme. Ich wollte ihn in mir. Ich wollte ihren Mund nicht verlieren. Beides auf einmal war in dieser Bank nicht zu haben, und das Wissen darum machte mich ungeduldig auf eine gute Art.

Ich hielt es nicht lange aus. Die Luft brannte in der Lunge, und die Lust stieg zu schnell, zu flach, wie ein Hitzschlag. „Raus“, sagte ich. „Bitte. Ich will euch beide, aber ich will atmen können, wenn ich komme.“

Sie hörten sofort auf. Klara stand auf, küsste mich, und ich schmeckte mich auf ihren Lippen, salzig, vertraut und neu zugleich. Wir stolperten in den Vorraum. Die Luft dort war kühl im Vergleich, immer noch warm, aber tragbar. Ich trank, reichte die Flasche weiter, trank noch einmal. Wir lachten, verschwitzt, und die Anspannung war keine Angst mehr. Sie war nur noch Erwartung, dicht und einvernehmlich, wie eine Tür, die wir alle drei aufgedrückt hatten.

Jonas trocknete uns nicht ab. Er wollte den Schweiß, sagte er, und wir widersprachen nicht. Er legte mich auf die Liege, auf den Rücken, und Klara neben mich, sodass unsere Schultern sich berührten. Dann kniete er am Fußende und sah uns an, als müsse er sich die Minute merken, für den Zug, für später, für den Fall, dass dies eine Insel blieb.

„Was wollt ihr?“ fragte er.

„Dich in mir“, sagte ich. „Und Klara an meinem Mund, wenn sie das will. Sie soll ihr Gewicht selbst tragen. Ich klopfe, wenn ich Luft brauche.“

Klara drehte sich, küsste mich tief und nickte. „Ich will auf deinem Gesicht sitzen. Einmal klopfen heißt gut. Zweimal Pause. Dreimal stopp. Das gilt für alles heute Nacht, nicht nur dafür.“

„Gut“, sagte Jonas. „Dasselbe für mich. Und ich frage noch einmal nach dem Kondom, obwohl wir es am Tisch gesagt haben.“

Wir hatten Tests hinter uns, alle drei, und ich trug die Spirale, und wir hatten uns nüchtern für diese Nacht ohne entschieden. Trotzdem war die Frage richtig. „Ohne, wie besprochen“, sagte ich. „Langsam am Anfang. Wenn es brennt, wartest du.“

„In mir auch ohne“, sagte Klara. „Aber erst sie. Ich will zusehen, wie du in sie kommst, und dann will ich ihren Mund.“

Sie schwang ein Bein über mich. Für einen Moment sah ich nur ihren Bauch und die Unterseite ihrer Brüste. Dann senkte sie sich, vorsichtig, bis ihre Scham meinen Mund berührte. Ich hielt ihre Hüften. Sie trug ihr Gewicht auf den Knien und gab mir nur den Kontakt, nicht die Last. Ich leckte. Sie seufzte über mir, ein langer Ton, und ihre Hände stützten sich an der Wand hinter der Liege.

Jonas spreizte meine Beine. Ich spürte seine Eichel am Eingang, heiß, glatt vom Vorsaft. Er wartete einen Herzschlag, dann drang er ein, Zentimeter um Zentimeter. Ich war eng von der Aufregung und nass genug, dass es nur einen Moment zog und dann zu einem vollen, tiefen Gefühl wurde. Er hielt still, als er ganz in mir war. Seine Hände lagen auf meinen Hüften. Klaras Geschmack füllte den Mund. Ich war zwischen ihnen, gehalten, gefüllt, und für diesen Moment gab es keinen Zug und keine Abreise.

Dann begann er sich zu bewegen. Lange, langsame Stöße. Jeder zog sich fast ganz zurück und kam wieder, bis seine Hüften an meine trafen. Das Geräusch war nass und deutlich in dem kleinen Raum. Klara rieb sich leicht auf meiner Zunge, fand ihren Winkel, und ich hielt ihre Klitoris mit den Lippen, saugte im Takt seiner Stöße. Manchmal verlor ich den Takt, wenn er tief traf, und sie wartete, drückte nicht, ließ mich zurückfinden. Diese Geduld machte mich noch nasser.

„Du ziehst mich rein“, sagte Jonas. „Mara, sag, wenn ich schneller soll.“

Ich konnte nicht in Worten antworten. Ich hob das Becken, und er verstand. Er wurde etwas schneller, nicht hart. Die Liege schob sich ein Stück über den Boden. Schweiß kühlte auf der Haut und mischte sich mit neuer Hitze. Der Orgasmus baute sich tief auf, nicht nur an der Klitoris, sondern im ganzen Becken, dort wo er mich ausfüllte. Ich wollte ihn noch nicht. Ich wollte Klara zuerst sehen, hören, schmecken, wenn sie kam.

Ich tippte zweimal auf ihren Schenkel. Sie hob sich sofort. „Zu viel?“

„Nein. Ich will dich kommen sehen. Setz dich auf meinen Bauch, das Gesicht zu ihm. Jonas, bleib in mir, aber langsam. Klara, ich mache es mit der Hand, so wie du es in der Sauna bei mir getan hast.“

Sie rutschte zurück, setzte sich auf meinen Bauch, Jonas zugewandt, und ich griff zwischen uns. Meine Finger fanden sie glitschig und offen. Ich rieb Kreise, dann direkten Druck, als ihr Atem danach verlangte. Jonas sah auf ihre Brüste, auf meine Hand, auf die Stelle, wo er in mir verschwand. Sein Kiefer war angespannt. Er bewegte sich kaum, nur kleine Stöße, die mich am Rand hielten, ohne mich hinüberzuwerfen.

Klara stützte die Hände auf meine Rippen. „Schneller“, sagte sie. „Genau da. Nicht wechseln. Jonas, sieh mich an, wenn ich komme. Ich will das.“

Ich blieb. Zwei Finger, fest, klein, schnell. Ihre Schenkel spannten sich um meine Taille. Sie warf den Kopf zurück, fand seinen Blick und hielt ihn. Ein Laut kam aus ihr, roh, nicht hübsch, und dann kam sie. Ich spürte das Zucken unter den Fingern, das rhythmische Zusammenziehen, Nässe, die über meine Hand lief und auf den Bauch tropfte. Sie zitterte und lachte gleichzeitig, ein gebrochenes Lachen, und beugte sich vor, um ihn zu küssen, während die Wellen noch durch sie gingen. Er küsste sie und bewegte sich dabei nicht, als wolle er ihr den Moment nicht stehlen.

Als sie sich etwas beruhigt hatte, stieg sie von mir und küsste mich, dankbar, salzig, die Stirn an meiner. „Deine Reihe“, flüsterte sie. „Ich will dabei sein. Sag, wie.“

Jonas zog sich aus mir zurück. Die Leere war sofort und fast schmerzhaft. Er half mir, mich aufzusetzen, und strich mir das feuchte Haar aus dem Gesicht. „Wie willst du es?“

„Von hinten“, sagte ich. „Klara vor mir. Ich will sie küssen, während du mich nimmst. Und ihre Hand an mir, wenn sie kann. Nicht zu schnell am Anfang. Ich bin nah, und ich will es spüren, nicht nur hinter mich bringen.“

Wir ordneten uns neu. Ich kniete auf der Liege, die Unterarme auf dem Tuch, und Klara legte sich vor mich, ein Bein angewinkelt, sodass ich ihr Gesicht erreichen konnte und sie meine. Jonas kniete hinter mir. Seine Hände strichen über den Rücken, den Schweiß entlang, über die Kurve des Pos. Er spreizte mich mit den Daumen. Ich hörte, wie sein Atem stockte. Die Offenheit dieser Stellung, das Gesehenwerden von beiden, ließ mich die Stirn für einen Moment auf das Tuch senken und dann wieder heben. Ich wollte nicht versteckt kommen.

„Du bist so nass“, sagte er. „Darf ich? Tief, aber ich warte auf dein Ja in diesem Moment, nicht nur auf das von vorhin.“

„Ja. Tief. Jetzt.“

Er stieß hinein, in einem Zug, und der Winkel war anders, voller, gegen die vordere Wand. Ich schrie leise in Klaras Hals. Sie hielt meinen Kopf, strich das Haar, und flüsterte, ich solle den Laut nicht schlucken, der Raum gehöre uns, die Tür sei zu. Jonas fand einen Takt, stetig, die Hüften trafen mich leise. Eine Hand griff um mich herum. Nicht seine. Klaras. Sie hatte sich aufgesetzt, griff unter mich, fand die Klitoris und rieb im Gegenrhythmus, genau so fest, wie ich es bei ihr getan hatte.

Das war zu viel und genau richtig. Ich küsste sie, während ihre Finger mich rieben und er mich fickte, und der Kuss wurde unordentlich, Zähne, Atem, Speichel, ein Lachen, das in ein Stöhnen kippte. Jonas’ freie Hand lag auf meiner Hüfte, der Daumen strich kleine Kreise, als erinnere er mich daran, dass ich hier war und nicht nur Gefühl. Ich war hier. Ich war dreiunddreißig und nass und gewollt, und die beiden Menschen, die ich wollte, waren in Reichweite meiner Haut.

„Ich komme“, sagte ich. „Nicht aufhören. Beide nicht. Jonas, bleib tief, wenn es anfängt.“

Sie hörten nicht auf. Der Orgasmus kam nicht als Blitz, sondern als Welle, die sich staute und dann brach. Meine Schenkel zitterten. Innen zog ich mich um ihn zusammen, wieder und wieder, und ein Laut, den ich nicht kannte, kam aus der Kehle und landete in Klaras Mund. Sie rieb weiter, leichter, durch die Nachwehen, bis ich ihre Hand wegzog, weil es zu empfindlich wurde. Jonas hielt still in mir, tief, und küsste den Rücken, zwischen den Schulterblättern, dort wo der Schweiß salzig war.

„Ich bin nah“, sagte er. „Wo? Du entscheidest jetzt, nicht der Tisch von vorhin, falls du es anders willst.“

„In mir“, sagte ich. „Ich will es spüren. Klara, bleib bei meinem Gesicht.“

Er bewegte sich wieder, kürzer, härter, und kam mit einem tiefen Stöhnen, das ich im ganzen Körper fühlte. Wärme, Stoß, das Zucken seines Schwanzes, seine Hände fest an den Hüften, nicht schmerzhaft. Er sank über mich, Brust an Rücken, und wir atmeten. Klara hielt meine Hand. Drei Menschen, ein Gewicht, ein Nachgeben. Ich spürte, wie er in mir pulsierte und dann langsam weicher wurde, und ich wollte ihn noch nicht lassen, also blieb ich auf den Knien, bis er selbst sich zurückzog.

Eine Weile sprach niemand. Das Wasser im Becken tropfte. Irgendwo im Haus ging eine Tür, dann war es still. Jonas zog sich vorsichtig zurück. Samen lief am Oberschenkel hinab, warm, dann kühl. Klara holte ein Handtuch, nicht um es sofort wegzuwischen, sondern um es bereitzulegen, und küsste meine Schulter, einmal, zweimal, als zähle sie mich zurück in den Raum.

„Ich bin noch nicht fertig mit euch“, sagte sie leise. „Wenn ihr könnt. Wenn nicht, ist das auch ein Ende, das ich nehmen kann.“

Jonas lachte atemlos. „Wasser und ein paar Minuten. Dann ja. Ich will dich auch, Klara. Nur wenn du es in diesem Moment noch willst, nicht aus Höflichkeit gegen die Nacht.“

„Ich will es“, sagte sie. „Aber erst will ich Mara noch einmal mit dem Mund. Langsam. Sie soll sich erholen. Und ich will, dass du zusiehst, ohne dich zu beeilen. Danach du in mir, und sie hält meine Hand.“

Ich lag auf der Seite und sah sie an. Der Körper summte. Die Überempfindlichkeit würde nachlassen, das kannte ich von mir. „Ja“, sagte ich. „Nach dem Wasser. Und ich will zusehen, wenn er in dir ist. Nicht aus der Ferne. Nah genug, dass ich euch beide anfasse.“

Wir tranken. Wir stellten uns kurz unter die Dusche, lauwarm, nicht um die Nacht zu beenden, sondern um den Schweiß der Sauna abzuspülen und neu anzufangen. Jonas seifte meinen Rücken, die Stellen unter den Schulterblättern, die ich selbst nicht erreichte. Klara wusch meine Brüste, ernst und zärtlich, die Seife glitschig zwischen den Fingern, die Warzen wieder hart unter ihrer Aufmerksamkeit. Ich wusch ihre, langsam, und sie lehnte die Stirn an meine, während das Wasser über uns lief. Unter dem Strahl küssten wir uns länger, ohne Ziel, nur Mund und Wärme.

Jonas stand hinter Klara und küsste ihren Nacken, die Hände auf ihrem Bauch. Sie lehnte sich zurück an ihn, während ich vor ihr stand und ihre Klitoris mit seifigen Fingern streichelte, bis sie mich bat, die Seife abzuspülen, weil sie mich richtig wollte, Haut auf Haut, nicht Glitsch ohne Gefühl. Ich spülte sie sorgfältig, kniete sogar, küsste sie dort einmal, kurz, ein Versprechen, und stand wieder auf. Wir trockneten uns nur so weit, dass die Liege uns hielt und nicht ausrutschte.

Jonas war wieder halb hart. Die zweite Runde kannte ich von ihm, langsamer und länger, weniger drängend, dafür ausdauernder. Klara legte mich auf den Rücken und kniete zwischen meinen Beinen. Diesmal kein Tempo. Sie küsste die Innenseiten, die Leisten, den Venushügel, und erst dann die Schamlippen, als wäre jede Stelle eine eigene Entscheidung, die sie lautlos traf und die ich mit einem Atemzug bestätigte. Ich war empfindlich. Jede Berührung zog eine Linie bis in die Brustwarzen. Sie merkte es und wurde weicher, nur die Zunge, breit, geduldig, ohne zu saugen, bis ich das Saugen selbst mit einem Nicken verlangte.

Jonas saß an meinem Kopf und streichelte das Haar. Sein Schwanz lag an der Wange, warm, noch nicht fordernd. Ich drehte den Kopf und nahm die Eichel in den Mund, langsam, schmeckte mich und ihn. Er stöhnte und hielt das Haar lose, die Finger eine Frage, kein Griff. Klara leckte mich im selben ruhigen Takt, in dem ich ihn lutschte. Es war ein Kreis aus drei Körpern. Ich spürte, wie er im Mund dicker wurde, wie die Ader unter der Zunge pochte, und ich wollte ihn nicht zum Ende bringen, nicht jetzt.

„Nicht zu viel“, sagte er nach einer Weile. „Ich will in Klara kommen können, wenn sie das noch will. Oder auf sie. Oder gar nicht. Sie entscheidet, und du auch, Mara, falls du mich noch einmal willst, bevor ich zu ihr gehe.“

Ich ließ ihn aus dem Mund gleiten und küsste die Seite seines Schwanzes. Klara hob den Blick, das Kinn nass, und lächelte zu mir herauf, offen, ohne Pose.

„In mir“, sagte sie. „Wie bei dir. Ich will es. Aber leck mich noch ein Stück. Ich will nah sein, wenn er kommt, nicht erst von vorn anfangen müssen.“

Sie blieb an mir, bis ich wieder am Rand war, ein süßes, gefährliches Ziehen, und hörte dann absichtlich auf. Sie küsste den Bauch, die Stelle unter dem Nabel, und sagte: „Zusammen. Wenn er in mir ist, reibst du mich oder leckst mich, wie du magst. Ich will nicht allein über die Kante. Und wenn du selbst noch einmal willst, sagen wir es laut, bevor wir die Stellung wechseln.“

Wir wechselten. Klara legte sich auf den Rücken. Ich kniete neben ihr und küsste sie, schmeckte mich an ihrem Mund, und Jonas kniete zwischen ihren Beinen. Er strich mit der Eichel durch ihre Nässe, ohne einzudringen, und sah sie an, wartend, der Schweiß neu auf seiner Brust.

„Ja?“ fragte er.

„Ja. Langsam am Anfang. Mara, halte meine Hand, bis ich den ersten Stoß hatte. Danach darfst du mich anfassen, wo du willst.“

Er schob sich in sie. Ich sah es aus der Nähe: wie ihre Schamlippen sich um ihn öffneten, wie er verschwand, wie ihr Mund sich öffnete und ein langer Atem kam, der kein Wort war. Ihre Hand suchte meine und drückte zu, fest, dann lockerer, als der Körper nachgab. Ich drückte zurück und küsste ihre Knöchel, eine kleine Stelle, die niemand sonst in dieser Nacht geküsst hatte.

„Gut?“ fragte ich.

„Voll“, sagte sie. „Gut. Beweg dich, Jonas. Nicht hastig. Ich will jeden Zentimeter einzeln.“

Er bewegte sich. Ich beugte mich zu ihrer Brust und nahm eine Warze in den Mund, saugte, biss ganz leicht, so wie sie es am Pool angedeutet hatte, als wir über das gesprochen hatten, was wir mochten, noch angezogen vom Wasser und schon ausgezogen von den Sätzen. Sie stöhnte lauter. Meine freie Hand glitt über den Bauch, durch das kurze Haar, und fand die Klitoris, direkt über der Stelle, wo er in sie stieß. Ich rieb mit zwei Fingern, nass von ihr und von ihm, und passte mich seinem Takt an, damit sie nicht zwischen zwei Rhythmen zerriss.

Jonas’ Blick ging zwischen ihrem Gesicht und meiner Hand hin und her. „Sagt mir, wenn ich schneller soll“, brachte er hervor. „Oder wenn ich raus soll. Beides ist möglich. Ich bin nicht aus Glas, aber ich höre.“

„Etwas schneller“, sagte Klara. „Mara, bleib genau so. Jonas, tiefer bei jedem dritten Stoß. Ich mag das Gewicht.“

Der Rhythmus fand sich: seine Stöße, meine Finger, mein Mund an ihrer Brust, dann an ihrem Mund. Sie küsste mich, als atme sie daraus. Ihre freie Hand lag an meinem Nacken und wanderte manchmal nach unten, unkoordiniert, ein Streichen über meine Klitoris, das mich jedes Mal zusammenzucken ließ. Ich war nicht mehr am unmittelbaren Rand, aber ich war offen, ein Nachglühen, das jederzeit wieder Feuer werden konnte. Das Wissen, dass sie mich nebenbei noch wollte, während er sie füllte, war ein eigener Rausch.

Die Liege roch nach uns. Holz und Sex und der Rosmarin der Dusche. Draußen vor der Kabinentür war das Spa still geworden. Die letzte Nacht vor der Abreise hatte sich auf diese eine Fläche aus Stoff und Haut zusammengezogen, und ich wollte sie nicht größer reden, als sie war. Sie war schon groß genug: drei erwachsene Menschen, eine geschlossene Tür, ein wiederholtes Ja.

„Ich will dich schmecken, während er dich fickt“, sagte ich an Klaras Mund. „Wenn die Stellung geht. Wenn nicht, bleiben wir so. Beides ist gut.“

Sie nickte heftig. Jonas zog sich zurück, half ihr auf die Seite, ein Bein angewinkelt, und ich legte mich so, dass mein Mund von der Seite an sie kam, während er wieder von hinten in sie eindrang. Es war enger, ungeschickter, und genau deshalb gut. Ich leckte ihre Klitoris, spürte seine Stöße als Bewegung im ganzen Becken, schmeckte sie und ihn zusammen, salzig, dick, lebendig. Klara griff in mein Haar und hielt mich da, nicht grob, bestimmt.

„Ja. Nicht weg. Jonas, sag, wenn du zu nah bist. Ich will Mara auch noch einmal, bevor du kommst, wenn sie kann.“

Jonas stöhnte. „Ich sehe deine Zunge. Ich halte nicht ewig, aber ich kann wechseln. Mara, willst du mich kurz? Drei, vier Stöße, dann zurück zu ihr. Nur wenn du es willst.“

„Ja“, sagte ich. „Kurz. Dann wieder sie. Ich will nah bei ihr kommen, nicht getrennt.“

Er zog sich aus ihr, kam zu mir, drehte mich auf die Knie, und war in mir, ehe ich den Satz zu Ende gedacht hatte. Drei tiefe Stöße, vier, fünf, seine Finger an der Klitoris, und ich war sofort wieder am Rand, weil Klara mich schon so weit gebracht hatte. Dann ließ er mich los, keuchend, mit einem Blick, der um Erlaubnis für die Rückkehr bat, und war wieder in Klara, nachdem sie genickt hatte. Das Wechseln war roh und einvernehmlich, jedes Mal ein Blick, ein Nicken, ein Ja, das manchmal nur ein Laut war und trotzdem vollständig.

Beim nächsten Wechsel blieb er in mir, und Klara rutschte unter mein Gesicht. Ich leckte sie, während er mich nahm, und die Stellung war sicherer jetzt, weil wir wussten, wie die Körper passten. Die Knie brannten auf dem Tuch. Es war mir gleich. Seine Hand an meiner Klitoris, ihr Geschmack und das Wissen um den Zug von morgen zogen sich zu einem einzigen Punkt zusammen, der nichts mit Abschied zu tun hatte und alles mit Gegenwart.

„Ich komme wieder“, sagte ich, überrascht, weil der zweite oft länger brauchte. „Klara, komm mit, wenn du kannst. Jonas, tiefer, und bleib, bis ich es gesagt habe.“

Er wurde tiefer, nicht schneller. Klara rieb sich zusätzlich mit zwei Fingern neben meiner Zunge, unser beider Tun an derselben Stelle, und ihr Körper spannte sich. Ich kam zuerst, ein scharfer, kurzer Orgasmus, der mich um ihn flattern ließ, die Stirn an ihrem Oberschenkel, ein Laut, den das Tuch schluckte. Mitten darin kam sie, lauter als beim ersten Mal, die Schenkel an den Ohren, ein Wort, das mein Name gewesen sein könnte oder nur Ja. Jonas hielt durch, die Zähne zusammen, und wartete, bis wir beide nachließen. Seine Beherrschung war keine Kälte. Sie war Aufmerksamkeit, und ich liebte ihn in diesem Moment auf eine Art, die neben der Lust herging, ohne sie zu ersetzen.

„Jetzt du“, sagte Klara heiser. „In mir. Ich will es noch. Mara, sieh zu. Ich will, dass du es siehst, und ich will deinen Mund auf meinem, wenn er kommt.“

Er verließ mich, zitternd vor Beherrschung, und drang in Klara ein. Ich setzte mich auf, spreizte ihre Beine weiter mit den Händen und sah zu. Sein Schwanz glänzte, verschwand, kam zurück. Klaras Gesicht war offen. Sie sah mich an, nicht ihn, und das war das Intimste der Nacht, intimer als das Eindringen selbst: dieser Blick, der mich als Zeugin und als Geliebte gleichzeitig haben wollte.

„Küss mich, wenn er kommt“, sagte sie. „Jonas, du darfst. Jetzt, wenn du musst. Ich bin da.“

Ich beugte mich über sie und küsste sie. Er stieß noch ein paar Mal, wurde unregelmäßig, und kam mit einem Laut, der in der kleinen Kabine laut war. Ich spürte an ihrem Mund, wie sie in den Kuss lächelte, und ich sah, wie seine Hüften sich fest gegen sie drückten und hielten. Er blieb in ihr, bis das Zucken aufhörte, strich dann mit der Hand über ihren Bauch, als danke er, und zog sich langsam zurück. Samen lief aus ihr auf das Tuch. Sie zuckte bei der Leere und zog mich näher, nicht weg von ihm, sondern zu uns beiden.

Wir fielen nebeneinander. Mein Bein über ihrem, sein Arm über uns, schwer und warm. Aus mir lief es auch, verzögert, ein langsames Nachgeben. Niemand wischte es sofort weg. Wir atmeten. Das Herz schlug in den Ohren und dann langsamer, ein Takt, der wieder dem Schlaf ähnlich wurde, ohne schon Schlaf zu sein. Die Lampe brannte weiter, honigfarben, und das Holz der Saunatür knackte, weil es abkühlte.

„Alles gut?“ fragte Jonas nach einer Minute. Die Stimme war rau.

„Ja“, sagte ich.

„Ja“, sagte Klara. „Mehr als gut. Die Beine sind aus Wasser. Die Fragen waren die richtigen. Ich habe kein einziges Mal überlegt, ob ich stopp sagen muss, und ich hätte es gesagt, wenn es so gewesen wäre.“

Wir lachten leise, damit es die Stille des Hauses nicht zerriss. Ich stand auf, holte Wasser, und die Flasche kreiste. Klara wischte uns schließlich mit dem feuchten Handtuch ab, sorgfältig, zwischen den Beinen, an den Oberschenkeln, unter den Brüsten, und die Geste war so zärtlich, dass mir die Augen warm wurden. Nicht vor Trauer. Vor der Schärfe des Moments, die man nicht festhalten kann und die gerade deshalb vollständig ist.

„Sauna noch einmal?“ fragte Jonas. „Kurz. Nur sitzen. Kein Aufguss, sonst kippen wir um. Und kein Sex dort drin, es sei denn, eine von euch will nur geküsst werden. Mehr gibt die Hitze nicht her, und ich will euch nicht benommen haben.“

„Nur sitzen“, sagte ich. „Und küssen, wenn es sich ergibt. Mehr nicht.“

Wir gingen hinein. Die Steine waren noch warm, die Luft milder als vorhin, weil Zeit vergangen war. Wir setzten uns auf die untere Bank, nackt, die Schultern aneinander. Schweiß kam wieder, dünn. Niemand sprach eine Weile. Ich legte den Kopf auf Klaras Schulter. Jonas’ Hand lag auf meinem Knie, der Daumen bewegte sich kaum. Die Hitze war jetzt eine Decke, kein Stoß. Ich atmete durch die Nase und schmeckte Holz.

„Morgen der Zug um neun“, sagte er schließlich.

„Ich weiß“, sagte Klara. „Ich will nicht darüber reden, als wäre das hier ein Fehler, den man erklären muss. Es war keiner. Es war eine Nacht, die wir gewollt haben, mit Namen und mit Altern, die wir laut gesagt haben, damit niemand sich kleiner machen muss, als er ist.“

„Nein“, sagte ich. „Es war das, was wir wollten. Es bleibt hier, wenn ihr das wollt. Oder es bleibt zwischen uns, ohne dass wir es kleinreden. Beides kann ich tragen. Ein schlechtes Geheimnis kann ich nicht tragen, und das hier ist keines.“

Klara küsste meine Schläfe. Salz lag auf der Haut. „Zwischen uns. Ich schreibe euch, wenn ich zu Hause bin. Nicht heute Nacht noch Pläne. Heute Nacht nur das, was der Körper noch hergibt, und dann Schlaf.“

Wir blieben, bis die Haut zu heiß wurde, und gingen unter die Dusche, diesmal länger und kühler. Jonas wusch Klaras Haar, weil sie ihn darum bat, die Finger vorsichtig an der Kopfhaut, kein Ziehen. Ich seifte seinen Rücken, die Narbe, die Stelle über dem Steiß, die er mochte, und er seufzte, als wäre auch das eine Art von Sex, die keine Erektion brauchte. Klara wusch meine Beine, kniete kurz, nicht um mich zu lecken, nur gründlich, und küsste dann die Innenseite des Knies. Die Geste traf mich mehr als mancher Stoß, weil sie nichts forderte und alles bestätigte.

Im Vorraum zogen wir die Bademäntel an. Das Tuch auf der Liege war fleckig, und wir falteten es zusammen, damit der Morgen es finden konnte, ohne dass wir uns dafür schämten. Jonas öffnete ein Fenster einen Spalt. Nachtluft, kühl, nach Kiefern vom Hang hinter dem Spa, kam herein und mischte sich mit dem letzten Dampf. Ich atmete sie tief und spürte, wie die Haut sich zusammenzog, angenehm, nach all der Hitze.

Wir setzten uns auf die Bank am Becken, die Füße im Wasser, das nur noch lau war. Die Muskeln waren müde auf eine Art, die ich mochte. Zwischen den Beinen pochte es, ein Nachhall, kein Schmerz. Klara lehnte an mir. Jonas an ihr. Eine Kette aus drei Körpern, die in ein paar Stunden wieder einzeln sein würden, ohne dass das Einzelne das Gemeinsame auslöschte.

„Danke“, sagte ich. Es klang schlicht und war es auch. „Dass ihr gefragt habt. Dass ihr aufgehört hättet. Dass ihr nicht aufgehört habt, als es gut war. Dass niemand so getan hat, als müsse man die Lust erraten.“

Jonas lächelte in das dunkle Wasser. „Dasselbe. Und danke, dass du am ersten Abend ehrlich warst. Ohne das wäre diese Kabine nur eine Sauna geblieben.“

Klara schwieg einen Moment. Dann sagte sie: „Ich habe die ganze Fahrt hierher gedacht, ich bilde mir das ein. Die Blicke im Zug, am ersten Abend an der Bar, am Pool, als du meine Schulter eingeölt hast und die Hand eine Sekunde zu lang liegen blieb. Ich habe mich nicht geirrt. Ich wollte, dass sie liegen bleibt. Ich habe es nur nicht am hellen Tag gesagt, weil ich eure Ehe nicht überfallen wollte.“

„Du hast sie nicht überfallen“, sagte ich. „Ich habe Jonas am ersten Abend gesagt, dass ich dich will. Er hat gesagt, er auch, und dass es nur geht, wenn du es genauso klar willst. Deshalb das Essen. Deshalb die Fragen, die vielleicht zu viele waren für ein Spa-Wochenende und genau genug für das, was wir vorhatten.“

„Es waren nicht zu viele“, sagte sie. „Es waren die richtigen. Ich hätte mit weniger nicht in diese Kabine gehen können. Nicht weil ich unsicher war, ob ich euch will. Weil ich sicher sein wollte, dass ihr mich wollt und nicht nur die Idee von einer dritten Person in einer letzten Nacht.“

„Dich“, sagte Jonas. „Nicht eine Idee. Dich, mit diesem Lachen und mit der Art, wie du beim Essen die Fragen wiederholt hast, bis sie saßen.“

Wir blieben, bis die Füße schrumpelig wurden. Dann trockneten wir uns, schlüpften in die Mäntel und gingen den stillen Gang zurück. Klara schlief in dem Zimmer neben unserem. An ihrer Tür blieb sie stehen. Der Gang roch nach Teppich und nach dem warmen Nachtlicht. Irgendwo summte eine Kühlung. Sonst nichts. Die Party des Hauses war eine Erinnerung aus Gelächter, das uns nicht mehr gehörte.

„Kommt ihr noch mit rein?“ fragte sie. „Nicht für mehr, es sei denn, es ergibt sich und alle wollen es. Vor allem zum Liegen. Ich will nicht sofort allein sein. Wenn ihr lieber in euer Zimmer geht, ist das auch eine Antwort, die ich nehme.“

Wir wollten mit. Ihr Zimmer war kleiner, das Bett schmaler als die Liege im Spa, aber wir passten: ich in der Mitte, weil sie mich beide so haben wollten und ich es auch wollte. Jonas hinter mir, der Arm um die Taille. Klara vor mir, das Gesicht nah, die Knie an meinen. Wir waren nackt unter der Decke, die Mäntel auf dem Stuhl, die Haut noch auf der Suche nach Wärme, obwohl der Körper eigentlich übersättigt hätte sein müssen. Er war es nicht ganz. Er war müde und trotzdem wach an den Stellen, die sie berührt hatten.

Es wurde nicht sofort geschlafen. Hände wanderten, müde und neu neugierig. Klara küsste mich langsam. Jonas küsste den Nacken. Irgendwann lag seine Hand zwischen meinen Beinen, nur streichelnd, und ihre auch, die Finger nebeneinander, ohne einzudringen, ein langes, weiches Reiben, das keinen Höhepunkt forderte und ihn doch brachte. Ich kam leise, ein Zittern, das ich in ihren Mund stöhnte, die Schenkel eng um ihre Hand, sein Atem heiß am Ohr. Sie kam kurz danach an meinen Fingern, das Gesicht im Hals, ein erstickter Laut, den der Kissenbezug schluckte. Jonas rieb sich an der Hüfte, bis er auf den Rücken kam, warm und wenig, ein letzter Rest, und lachte leise darüber, entschuldigend und nicht wirklich entschuldigend.

„Das Bett ist hin“, sagte er.

„Das Haus kennt das“, sagte Klara. „Oder es kennt es morgen. Mir ist das gleich, solange wir jetzt liegen bleiben.“

Wir wischten uns mit einem Zipfel des Laken notdürftig ab und blieben. Draußen fuhr kein Auto. Das Spa lag am Ende eines Tals, und die Nacht war dick. Ich hörte Jonas’ Atem tiefer werden. Klara blieb wach, die Augen offen im Halbdunkel, und ich auch. Die Decke war zu warm. Ich schob sie bis zur Hüfte und ließ die Luft des gekippten Fensters über die Haut gehen, die noch nach Rosmarin und nach uns roch.

„Bereust du es?“ fragte sie sehr leise.

„Nein. Du?“

„Nein. Ich werde es vermissen, bevor der Zug überhaupt fährt. Das ist kein Bereuen. Das ist nur die Größe der Sache, die man nicht in den Rucksack packen kann.“

Ich strich über ihre Wange. „Dann vermissen wir es richtig. Nicht so, als hätte es nicht stattgefunden. Und wenn du in ein paar Wochen schreibst, dass du es noch einmal willst, lesen wir das. Wenn du schreibst, dass diese Nacht genug war, lesen wir das auch. Beides ist ein Ja zu dem, was war.“

Sie nickte. Ihre Hand lag auf meiner Brust, nicht greifend, nur da, das Gewicht einer Frau, die ich vor drei Tagen vom Namen und von ein paar Nachrichten kannte, die Jonas und ich gemeinsam gelesen hatten, bevor wir sie einluden. Die Einladung war klar gewesen. Das Wochenende auch. Diese Nacht klarer als alles davor, weil die Körper die Sätze eingeholt hatten und nicht überholt.

Irgendwann schlief sie ein. Ich blieb noch wach, sein Atem im Rücken, ihre Stirn an meiner. Der Körper erinnerte sich in kleinen Zuckungen: die Sauna, die Liege, der Geschmack, das Gefühl, gefüllt zu sein, während ein anderer Mund auf mir lag. Die Scham, die ich am ersten Abend noch als Möglichkeit mitgebracht hatte, war im Vorraum geblieben, irgendwo zwischen dem gefallenen Handtuch und dem ersten Ja. Ich suchte sie nicht zurück. Sie hatte hier nichts zu tun.

Morgen würden wir frühstücken, vielleicht noch einmal duschen, die Koffer schließen. Klara würde am Bahnsteig stehen, den Rucksack auf einer Schulter, und wir würden uns umarmen, zu lang für Fremde und zu kurz für das, was die Nacht gewesen war. Vielleicht würden wir uns wiedersehen. Vielleicht würde diese Nacht eine Insel bleiben, vollständig in sich. Beides war möglich, und keines davon nahm ihr etwas weg. Ich wiederholte das nicht laut. Sie schlief, und der Satz war auch ohne Zeugen wahr.

Ich küsste ihr Haar, vorsichtig. Jonas zog mich im Schlaf ein wenig näher. Hinter den Lidern war noch das Licht der Sauna, honigfarben auf nasser Haut, und ihr Blick, als er in ihr kam, und seine Hand, die meine gehalten hatte, während ich zitterte. Ich ließ die Bilder stehen, eines nach dem anderen, bis sie weicher wurden und der Atem der beiden neben mir der einzige Takt blieb.

Sie wachte noch einmal auf, nicht viel später, oder mir kam es so vor, weil der Schlaf nur eine dünne Schicht gewesen war. Ihre Finger bewegten sich auf der Brust, kreisten um die Warze, und ich öffnete die Augen. Im Halbdunkel sah ich ihr Lächeln, fragend, nicht fordernd.

„Noch einmal?“ flüsterte sie. „Nur mit den Händen, wenn du magst. Er schläft. Wenn er aufwacht und mitwill, auch gut. Wenn du lieber schläfst, küsse ich dich nur und lasse es.“

„Ja zu den Händen“, flüsterte ich. „Und zu ihm, falls er kommt. Dreimal klopfen gilt noch.“

Wir bewegten uns langsam, damit die Matratze nicht zu laut wurde. Ich drehte mich zu ihr. Die Beine verschränkten sich. Ich schob die Hand zwischen ihre Schenkel und fand sie noch feucht von uns, empfindlich, warm. Sie zuckte und nickte. Ihre Hand fand mich ebenso. Wir rieben uns, Stirn an Stirn, die Münder manchmal offen aneinander, ohne richtigen Kuss, nur Atem. Es war leiser als alles vorher und deshalb fast schärfer. Jede kleine Bewegung zählte. Ihr Daumen auf der Klitoris, mein Finger in ihr, nur bis zum ersten Glied, krümmend, so wie sie es mit einem Nicken verlangte.

Jonas regte sich. Seine Hand legte sich auf die Hüfte. „Ich bin wach“, murmelte er. „Darf ich zusehen? Oder mitmachen? Schlaf ist auch eine Antwort, wenn ihr mich nicht wollt.“

„Mitmachen“, sagte Klara, ohne den Takt zu verlieren. „Dein Mund bei ihr, wenn sie das will. Ich bleibe an ihrer Klitoris. Sag stopp, Mara, wenn es eng wird im Bett und nicht mehr gut.“

„Mund“, sagte ich. „Wenn du rankommst. Langsam. Ich bin müde und trotzdem nah.“

Er rutschte unter die Decke, so gut es das schmale Bett erlaubte, und seine Zunge fand mich neben ihren Fingern. Eng, warm, dunkel. Ich stöhnte in ihren Mund. Sie lachte lautlos. Wir bewegten uns wie Menschen, die schon wussten, wo die anderen aufhörten und anfingen. Sein Bart, einen Tag alt, kratzte leicht an den Schenkeln. Die Zunge war weich. Ihre Finger blieben an der Klitoris, seine Zunge tiefer, und die Kombination zog mich schnell hoch, müde und hell zugleich, ein letztes Aufflammen, das nichts mehr beweisen musste.

„Ich komme“, flüsterte ich. „Klara, du auch, wenn du kannst. Nicht aufhören, bis ich die Hand wegnehme.“

Sie rieb sich an meinem Oberschenkel, zusätzlich zu den Fingern, und wir kamen fast zusammen, sie einen Atemzug später, das Gesicht im Haar, ein erstickter Laut. Jonas küsste die Innenseite des Schenkels und kam wieder hoch, legte sich hinter mich, hart am Rücken, ohne zu drängen. Sein Atem ging schnell. Er wartete. Diese Wartezeit war selbst ein Teil der Lust, weil sie mir die Wahl ließ, obwohl der Körper hinter mir schon antwortete.

„Willst du?“ fragte er.

„Ja. Langsam. Von der Seite. Klara bleibt hier und hält mein Bein, wenn sie mag. Nicht tief bis zum Anschlag, das Bett ist zu eng dafür. Ich will dich spüren, nicht die Bettkante.“

Er hob das obere Bein ein wenig. Klara hielt es. Er drang von hinten seitlich ein, flach, gemächlich, und das Gefühl war warm und bekannt und neu, weil sie aus dieser Nähe zusah, weil ihre Hand auf dem Bauch lag und manchmal nach unten glitt, um uns beide zu berühren, dort wo wir verbunden waren. Er bewegte sich fast schaukelnd. Ich küsste sie die ganze Zeit. Es dauerte nicht lang, bis er wieder kam, leise, das Gesicht im Nacken, ein Zittern, das durch mich hindurchging. Er blieb einen Moment in mir, dann zog er sich zurück und atmete aus, als hätte er etwas abgelegt, das er nicht mehr tragen musste.

„Genug“, sagte er sanft. „Für mich. Wirklich genug. Aber bleibt, wie ihr seid. Ich halte euch. Wenn eine von euch noch will, wecke ich nicht, ich warte, und wenn nichts mehr kommt, ist das das Ende, und es ist ein gutes.“

Wir blieben. Klara wischte mich mit einem Tuch vom Nachttisch ab und lachte über die Umständlichkeit im Dunkeln. Ich wischte sie. Wir warfen das Tuch auf den Boden und zogen die Decke wieder hoch. Diesmal kam der Schlaf schneller. Der letzte klare Eindruck war Holzgeruch im Haar und der Gedanke, dass die Sauna-Party des Hauses für die anderen Gäste schon Stunden vorbei war, während unsere eigene gerade erst in den Schlaf überging, satt und geschlossen und ohne eine offene Tür.

Am Morgen würde Licht kommen, grau oder gold, je nach dem Wetter am Hang. Wir würden uns anziehen. Wir würden Kaffee trinken. Wir würden nichts übertreiben und nichts verstecken. Die Körper würden sich erinnern, beim Sitzen im Zug, bei jeder Unebenheit der Schiene, an Holz, an Nässe, an die Fragen, die laut geblieben waren, bis die Antworten in der Haut saßen. Das reichte. Das war der Nachklang, den ich wollte: nicht ein Versprechen, das die Nacht größer machte, als sie war, sondern die genaue Erinnerung daran, wie sie gewesen war. Heiß. Gefragt. Beantwortet. Voll.

Ich schlief ein mit ihrem Atem an der Stirn und seiner Hand auf der Hüfte, und die letzte Nacht vor der Abreise hielt uns, solange sie noch konnte.

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