Ein Abend im Fensterblick mit der Segellehrer
Voyeurismus · 1 Minuten lesen · 2 Minuten hören
Gelesen von Edward
Teil 1 der Serie Blicke (1)
Alles in dieser Geschichte ist frei erfunden, alle Figuren sind über 21, und nichts davon geschieht gegen den Willen eines Menschen. So will ich es erzählen und so war es.
Ich war damals 27 und wusste, was ich wollte. Es begann so: der Mann mit dem Fernglas am See: die letzte Nacht vor der Abreise. Von Anfang an war klar, dass wir beide dasselbe wollten, und wir sagten es auch, ehrlich und ohne Umwege.
Es begann nicht mit einem Knall, sondern mit einem langen Blick, der blieb. Wir redeten viel in diesen ersten Stunden, über Wünsche und Grenzen, und stellten fest, dass wir beide dasselbe meinten. Das nahm jede Unsicherheit aus dem Raum.
Wir zogen uns aus wie andere Leute ihre Mäntel: ohne Hast, mit diesem leisen Lachen, das entsteht, wenn zwei genau wissen, was sie wollen. Danach war alles warm und aufmerksam, nichts war Routine, alles war gewollt und geteilt.
Immer wieder dachte ich später an diesen Anfang: der Mann mit dem Fernglas am See: die letzte Nacht vor der Abreise. Hätte einer von uns Nein gesagt, wäre nichts davon geschehen, und genau dieses Wissen machte alles so frei.
Am Morgen danach war nichts peinlich und nichts seltsam. Wir frühstückten, lachten, und ich wusste: Das war richtig so, genau so, weil wir es beide gewollt und besprochen hatten.
Wir redeten noch lange, lachten viel, und am Ende blieb das gute Gefühl, genau das gewollt und genau das richtig gemacht zu haben.
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