Neue Sexgeschichten

Die letzte Nacht vor der Abreise

Ehefrau · 19 Minuten lesen · 26 Minuten hören

Gelesen von Edward

Teil 1 der Serie Ehe neu (9)

Die Kartons im Flur rochen nach Pappe und nach dem Sommer, der seit Tagen in den Wänden stand. Jonas sollte am nächsten Morgen um sechs fahren, und wir wussten es alle drei, seit er den Mietvertrag gekündigt hatte. Ich war achtunddreißig, meine Ehefrau Lena dreiunddreißig, Jonas sechsunddreißig. Nichts an diesem Abend war ein Versehen, und niemand von uns tat so, als käme er nur auf ein Glas Wein vorbei.

Wir hatten das wochenlang besprochen, am Küchentisch, bei offenem Fenster, mit der Ruhe von Leuten, die einander nicht überrumpeln wollen. Lena hatte zuerst gesagt, dass sie ihn noch einmal wollte, bevor er die Stadt verließ. Ich hatte zugehört, bis das Blut in meinen Schläfen laut wurde, und dann gesagt, dass ich dabei sein wollte, im Zimmer, wach, einverstanden. Jonas hatte nicht gelacht und nicht gedrängt. Er hatte nur gefragt, ob wir das wirklich beide so meinten, und wir hatten ja gesagt. Wenn einer von uns das Wort genug sagte, hörte alles auf. Das galt auch heute.

Lena stand barfuß in der Küche und schnitt Pfirsiche, als hätte der Abend noch einen gewöhnlichen Anfang. Das Kleid war dünn und dunkel, die Träger lagen locker auf ihren Schultern, und darunter zeichnete sich die Linie ihres Rückens ab. Sie hatte sich nicht herausgeputzt wie für ein Fest. Sie roch nach Seife und nach der Hitze des Tages, und wenn sie sich umdrehte, traf mich ihr Blick ohne Ausflucht. Meine Ehefrau war nicht nervös in der Art von Menschen, die etwas bereuen, bevor es beginnt. Sie war wach. Sie war bereit. Sie wartete auf das Klopfen.

Es kam kurz nach neun. Jonas stand im Türrahmen mit einem Hemd, dessen Ärmel er hochgeschoben hatte, und mit dem Gesicht eines Mannes, der seine Kisten schon zur Hälfte im Auto hatte. Er grüßte mich zuerst. Das hatte er sich angewöhnt, seit wir das ausgesprochen hatten, und ich war ihm dafür dankbar, ohne es je so zu nennen. Lena stellte die Schale auf den Tisch. Die Pfirsiche glänzten. Niemand aß sofort.

Wir tranken ein Glas, dann noch eines, und redeten über die Strecke, die er morgen fahren würde, über die Wohnung, die er in der anderen Stadt noch nicht gesehen hatte, über den Hund der alten Dame im Erdgeschoss. Die Sätze waren echt und zugleich zu dünn für das, was unter ihnen lag. Lenas Knie berührte unter dem Tisch das meine. Sie ließ es dort. Jonas sah nicht weg, wenn sie ihn ansah, und er sah mich an, bevor er die Hand nach ihrer legte. Sie drehte die Handfläche nach oben. Ich nickte. Das war der Anfang, so schlicht, wie wir ihn verabredet hatten.

Sie standen nicht sofort auf. Jonas strich mit dem Daumen über ihren Handrücken, und Lena atmete einmal tiefer, als wäre in dieser kleinen Stelle schon das ganze Vorhaben enthalten. Ich blieb sitzen und spürte, wie sich in mir etwas zusammenzog, das weder nur Eifersucht noch nur Lust war. Beides war da. Beides hatte ich gewollt. Der Stuhl unter mir knarrte, als ich das Gewicht verlagerte, und Lena sah mich an, nicht fragend, sondern prüfend, ob ich noch hier war. Ich war hier.

„Komm mit“, sagte sie zu ihm, und zu mir sagte sie nichts, weil es nicht nötig war. Wir gingen den kurzen Flur entlang, vorbei an seinen Kartons und an unseren Schuhen, und das Schlafzimmer nahm uns auf mit dem Licht der Stehlampe und dem offenen Fenster zur stillen Straße. Das Bett war frisch bezogen. Den Stuhl hatte ich schon am Nachmittag ans Fenster gestellt, nicht zu weit weg, nicht so nah, dass ich im Weg wäre. Lena hatte die Decke zurückgeschlagen. Auf dem Nachttisch stand ein Glas Wasser. Solche Einzelheiten machten das Ganze wirklicher als jedes große Wort.

Jonas blieb an der Tür stehen, bis Lena sich zu ihm umdrehte. Sie legte ihm die Hände an die Brust, über dem Hemd, und küsste ihn. Es war kein vorsichtiger Kuss mehr. Ihr Mund öffnete sich, und er antwortete mit derselben Klarheit, und ich sah, wie ihre Schultern nachgaben und wie seine Hand in ihren Nacken glitt. Das Geräusch war leise, nur Atem und das feuchte Treffen von Lippen, und es traf mich härter als ein Schrei es getan hätte. Meine Ehefrau küsste einen anderen Mann in unserem Bettzimmer, und ich saß auf dem Stuhl und wurde hart davon, langsam und unausweichlich, als hätte mein Körper die Abmachung früher verstanden als mein Kopf.

Sie löste sich nur so weit, dass sie mich ansehen konnte. Ihre Lippen waren rot von dem Kuss. „Noch da?“, fragte sie. Ich sagte ja. Meine Stimme klang belegt, und das schien ihr zu genügen. Sie wandte sich wieder Jonas zu und begann, sein Hemd aufzuknöpfen, Knopf für Knopf, ohne Eile, als gehöre die Nacht uns und nicht dem Wecker, der morgen um fünf klingen würde. Seine Brust kam zum Vorschein, breit, mit einem dunklen Streifen Haar, die Haut vom Sommer ein wenig braun an den Armen und blasser dort, wo das Hemd gesessen hatte. Lena legte den Mund auf seine Schulter. Er schloss die Augen.

Ich öffnete den obersten Knopf meiner Hose, nicht weil ich mich zeigen wollte, sondern weil der Stoff drückte. Meine Hand blieb danach auf dem Oberschenkel. Wir hatten gesagt, dass ich zusehen durfte und mich anfassen durfte, wenn ich es brauchte, und dass ich sie heute Nacht nicht nehmen würde, solange er bei ihr war. Das war meine Grenze gewesen, nicht ihre. Ich wollte den Unterschied spüren. Ich wollte sehen, wie sie sich ihm hingab, und danach noch ich sein, der Mann, zu dem sie zurückkam. Jonas wusste das. Er hatte es gehört und akzeptiert, ohne daraus ein Spiel auf meine Kosten zu machen.

Lena streifte die Träger ab. Das Kleid fiel bis zu den Hüften und blieb dort hängen, und ihre Brüste lagen frei im warmen Licht, voll, mit dunklen Höfen und Brustwarzen, die sich schon zusammengezogen hatten. Jonas sah sie an, als hätte er das Recht dazu erst in diesem Moment wirklich bekommen, und dann beugte er sich und nahm eine Brustwarze in den Mund. Lena stöhnte kurz, überrascht von der Schärfe, und ihre Hand fuhr in sein Haar. Ich kannte dieses Geräusch. Ich hatte es selbst aus ihr geholt, an anderen Abenden, in diesem selben Bett. Es jetzt von außen zu hören war wie ein Schlag und wie eine Öffnung zugleich.

Sie schob das Kleid über die Hüften und stieg heraus. Darunter trug sie nichts. Die Haut an ihrem Bauch war hell, die Linie der Hüften weich und fest zugleich, und zwischen den Schenkeln glänzte es schon, ein schmaler feuchter Schein, den das Licht traf, wenn sie sich bewegte. Sie schämte sich nicht vor mir. Das war das Erregendste und das Schwerste. Meine Ehefrau stand nackt zwischen uns und wollte gesehen werden, von ihm und von mir, und sie verbarg die Nässe nicht, indem sie die Beine zusammennahm.

Jonas zog sich aus, ohne Theater. Hose, Shorts, alles auf den Stuhl an der Wand, nicht auf meinen. Sein Schwanz war schon hart, dick, etwas nach oben gebogen, die Eichel frei und dunkel. Lena sah hin und dann zu mir, und in ihrem Blick lag keine Entschuldigung. Sie legte die Hand um ihn, prüfend, langsam, und Jonas atmete durch die Nase aus. Ich spürte meinen eigenen Schwanz gegen den Stoff pochen und ließ die Hand dort, wo sie war, noch einen Moment, als müsste ich mir das Recht zu kommen erst verdienen, indem ich zusah.

Sie führte ihn zum Bett. Er setzte sich an die Kante, und sie kniete sich zwischen seine Beine auf den Teppich, den Rücken mir zugewandt, die Wirbelsäule eine lange Kurve, das Haar nach einer Seite gefallen. Ich sah ihre Schulterblätter, die Grübchen über dem Po, die Art, wie sie die Knie spreizte, um tiefer zu kommen. Dann beugte sie sich vor und nahm ihn in den Mund. Jonas legte den Kopf in den Nacken. Ein Laut kam aus ihm, roh und leise, und Lenas Kopf begann sich zu bewegen, nicht hastig, mit der Geduld, die sie auch bei mir hatte, wenn sie mich langsam verrückt machen wollte.

Ich hörte es. Das feuchte Gleiten, das leise Schließen ihrer Lippen, sein Atem, der kürzer wurde. Manchmal zog sie sich zurück und leckte an der Unterseite entlang, und dann nahm sie ihn wieder tiefer, bis ihre Kehle arbeitete und sie sich zurückzog, um Luft zu holen. Speichel glänzte an ihrem Kinn und an seinem Schaft. Sie wischte ihn nicht weg. Jonas sah auf sie herab und strich ihr das Haar aus dem Gesicht, und einmal, als sie zu ihm aufsah, murmelte er ihren Namen, als wäre es ein Dank und keine Besitzergreifung.

Meine Hand war inzwischen in der Hose. Ich hielt mich nur, rieb nicht richtig, weil ich nicht zu schnell kommen wollte und weil das Zusehen selbst schon fast zu viel war. Lena wusste, dass ich dort saß. Einmal drehte sie den Kopf ein wenig, ohne ihn aus dem Mund zu lassen, und ihr Auge fand mich über die Schulter. Sie hielt den Blick, während sie ihn tiefer nahm, und etwas in mir gab nach. Ich stöhnte, kaum laut, und sie schloss die Augen, als hätte sie genau das gebraucht.

Jonas hielt es nicht lange auf diese Art aus. Er berührte ihre Wange und sagte, sie solle aufhören, sonst sei er zu schnell fertig, und er wolle sie noch richtig. Lena ließ ihn aus dem Mund gleiten, küsste die feuchte Spitze einmal und stand auf. Ihre Lippen waren geschwollen. Sie stieg auf das Bett, kniete sich in die Mitte und sah mich an. „Komm näher, wenn du willst“, sagte sie. „Nicht ins Bett. Nur näher.“ Ich zog den Stuhl bis an die Matratzenkante. Von dort roch ich sie, warm, salzig, nach Erregung, und ich roch ihn auch, Haut und das bisschen Wein. Meine Knie waren nur eine Handbreit von ihren Waden entfernt.

Jonas kniete sich hinter sie nicht sofort. Er legte sie auf den Rücken, spreizte ihre Schenkel und sah sie an, lange, mit der Hand auf der Innenseite eines Knies. Lena lag offen da, die Scham gerötet, die inneren Lippen feucht und ein wenig geschwollen, die Klitoris unter dem kleinen Polster schon hervorgetreten. Er senkte den Kopf und leckte sie, erst flach und breit, dann gezielter, und Lena bog den Rücken durch. Ihr Stöhnen war jetzt lauter. Eine Hand krallte sich ins Laken, die andere suchte und fand meinen Unterarm auf der Stuhllehne. Sie hielt sich an mir fest, während ein anderer Mann sie mit dem Mund nahm.

Ich spürte jeden Ruck ihrer Finger. Jonas arbeitete ruhig, mit Zunge und Lippen, und manchmal schob er zwei Finger in sie, langsam, und drehte sie, bis sie die Hüften hob und ihm entgegenkam. Das Geräusch war deutlich, nass, rhythmisch. Lena keuchte meinen Namen nicht als Bitte, aufzuhören. Sie sagte ihn, damit ich blieb. „Martin.“ Nur das. Ich beugte mich vor und küsste ihre Fingerknöchel, und sie drückte fester zu.

Sie kam das erste Mal so, mit seinem Mund an sich und meiner Hand in ihrer. Es war kein langes, lautes Kommen. Es war ein Zittern, das in den Schenkeln anfing und sich in den Bauch zog, ein gepresster Laut, das Zusammenziehen um seine Finger, das ich sehen konnte, weil er sie nicht verbarg. Jonas leckte sie durch die Wellen, bis sie seine Haare packte und ihn hochzog, weil es zu viel wurde. Sie lachte einmal, atemlos, und das Lachen brach in ein Seufzen. Dann zog sie ihn zu sich herauf und küsste ihn, schmeckte sich selbst an seinem Mund und schien das zu wollen.

„Jetzt“, sagte sie. „Ich will dich in mir.“ Sie sah dabei mich an, nicht ihn, und wartete. Ich nickte. Mein Hals war trocken. Jonas griff nach dem kleinen Päckchen auf dem Nachttisch, das Lena am Abend hingelegt hatte, und streifte das Gummi über. Er tat es ohne Kommentar, wie eine Selbstverständlichkeit, die wir alle drei wollten. Dann kniete er sich zwischen ihre Beine, setzte die Eichel an ihre Öffnung und hielt inne. „Ja?“, fragte er. Lena sagte ja. Er sah kurz zu mir. Ich sagte auch ja. Erst dann schob er sich in sie.

Ich sah, wie sie ihn aufnahm. Die Dehnung, das langsame Verschwinden seines Schwanzes in ihrer Nässe, das Öffnen ihres Mundes zu einem stummen O, die Art, wie ihre Augen kurz unscharf wurden und dann wieder scharf, auf sein Gesicht, dann auf meins. Er ging nicht bis zum Anschlag beim ersten Stoß. Er zog sich zurück und glitt wieder hinein, tiefer, und Lena hob ihm die Hüften entgegen, bis er ganz in ihr war und beide einen Laut machten, der sich ähnlich anhörte und doch nicht derselbe war. Er blieb einen Moment still, tief in ihr, die Hände neben ihren Schultern, und sie schlang die Beine um seine Hüften.

Dann begann er sich zu bewegen. Langsam zuerst, lange Züge, bei denen ich jedes Hinein und jedes Heraus sehen konnte, den glänzenden Schaft, das Zusammenziehen ihrer Scham um ihn, das leise Klatschen, wenn er wieder bis zum Ansatz kam. Lena hielt meinen Unterarm nicht mehr. Sie hatte beide Hände an Jonas’ Rücken, die Nägel hell auf seiner Haut, und ihr Kopf lag zur Seite gewandt, sodass ich ihr Profil sah, die offene Lippe, den Schweiß an der Schläfe. Sie stöhnte bei jedem tieferen Stoß, nicht gleichmäßig, sondern dort, wo es sie traf.

Ich hatte die Hose inzwischen offen und den Schwanz in der Faust. Ich rieb mich im Takt, den sie vorgaben, und hielt immer wieder an, wenn es zu nah wurde. Das Bild brannte sich ein. Meine Ehefrau unter ihm, die Brüste bewegt von seinen Stößen, die Brustwarzen dunkel und hart, der Bauch angespannt, die Schenkel weit, sein Körper schwer und aufmerksam über ihr. Er war kein grober Mann. Er hörte auf sie. Wenn sie „langsamer“ sagte, wurde er langsamer. Wenn sie „tiefer“ sagte, änderte er den Winkel, stützte sich anders ab und traf sie so, dass ihre Stimme brach.

Sie wollte ihn von der Seite sehen lassen, oder sie wollte selbst mehr. Sie sagte ihm, er solle sich auf den Rücken legen. Er zog sich aus ihr zurück, und für einen Moment war sie leer und glänzend, die Öffnung leicht geöffnet, ein Faden Nässe an der Innenseite des Schenkels. Sie stieg über ihn, nahm ihn in die Hand und führte ihn wieder ein, diesmal von oben, und setzte sich langsam, bis sie auf seinen Hüften saß. Dann begann sie zu reiten. Ihre Hände lagen auf seiner Brust. Die Haare fielen nach vorn. Ich sah ihren Rücken, den Po, das Heben und Senken, und wenn sie sich vorbeugte, sah ich, wie sein Schwanz in sie glitt, dick und nass, und wie ihre Schamlippen sich um ihn schlossen.

Jonas hielt ihre Hüften, aber er ließ sie das Tempo bestimmen. Lena ritt ihn erst kreisend, dann härter, mit kurzen Stößen, bei denen ihre Brüste schwangen und ihr Atem in kleine Laute zerfiel. Sie drehte den Kopf und suchte mich. „Sieh mich an“, sagte sie. Ich sah sie an. In ihrem Gesicht war Lust, offen und ohne Maske, und auch etwas, das nur mir galt, eine Sicherheit, dass ich das aushielt und dass sie das wollte. Ich nickte, unfähig zu einem längeren Satz. Sie lächelte kaum, nur mit den Augen, und bewegte sich weiter.

Die Hitze im Zimmer wurde dichter. Draußen fuhr ein spätes Auto vorbei, und niemand von uns zuckte. Jonas setzte sich auf, ohne aus ihr zu gehen, und sie saß auf seinem Schoß, die Beine um ihn, Brust an Brust. So küssten sie sich wieder, lang, und er stieß von unten in sie, kürzer, tiefer, und Lena wimmerte in seinen Mund. Eine ihrer Hände löste sich und streckte sich nach hinten, zu mir. Ich nahm sie. Unsere Finger verschränkten sich über der Matratzenkante, während er sie fickte und sie sich an ihm festhielt und an mir.

Ich war so hart, dass es schmerzte. Die Eichel war feucht von meinem eigenen Vorsaft, und jeder Strich meiner Hand war eine Gefahr. Ich wollte nicht kommen, bevor sie es noch einmal tat. Ich wollte den Moment sehen, in dem sie unter oder auf ihm zerfiel, und ich wollte danach noch genug übrig haben, um bei ihr zu sein, wenn er gegangen war. Also hielt ich mich am Ansatz und atmete durch den Mund und sah zu.

Jonas flüsterte ihr etwas ins Ohr, das ich nicht verstand. Lena nickte. Sie stieg von ihm, drehte sich auf die Knie und stützte sich auf die Unterarme, den Po ihm entgegengestreckt, das Gesicht zur Seite, zu mir gewandt. Er kniete sich hinter sie und drang wieder ein, in einem Zug, und der Laut, den sie machte, war tiefer als zuvor. Diese Stellung zeigte mir alles. Das Aufeinandertreffen seiner Hüften und ihres Pos, das leichte Schwingen ihrer Brüste unter ihr, den Schweiß in der Kuhle ihres Rückens, die Art, wie sie die Stirn fast ins Laken drückte und dann wieder hob, um mich nicht zu verlieren.

Er fickte sie jetzt fester. Nicht roh, aber mit einem Tempo, das das Bett leicht gegen die Wand setzte. Lena sagte ja, immer wieder, nicht als Wort mehr, sondern als Atem. Ihre Hand suchte wieder meine, fand sie, verlor sie, fand sie. Ich beugte mich so weit vor, dass meine Stirn fast ihre Schläfe berührte. „Ich bin da“, sagte ich. Sie antwortete nicht mit einem Satz. Sie kam.

Es war stärker als das erste Mal. Ihr ganzer Körper zog sich zusammen, der Rücken wurde hohl und dann steif, die Schenkel zitterten, und um Jonas’ Schwanz musste sie eng werden, denn er fluchte leise und hielt inne, tief in ihr, die Hände fest an ihren Hüften, bis die Wellen nachließen. Lena weinte nicht, aber ihre Augen waren nass, und sie lachte wieder dieses kurze, hilflose Lachen, das ich von den besten Malen zwischen uns kannte. Jonas streichelte ihren Rücken, wartete, fragte, ob es zu viel sei. Sie schüttelte den Kopf. „Noch“, sagte sie. „Ich will, dass du auch kommst. Ich will es sehen, Martin. Bleib.“

Er bewegte sich wieder, vorsichtiger zuerst, dann, als sie ihm entgegenstieß, wieder im vollen Rhythmus. Lena blieb auf den Knien, aber sie drehte den Oberkörper so, dass sie mich besser sehen konnte, und ihr Gesicht war offen, rot, schön auf eine Art, die nichts mit Ordnung zu tun hatte. Speichel glänzte an ihrer Unterlippe. Die Haare klebten an der Wange. Ich rieb mich wieder, langsam, im Takt seiner Stöße, und ließ den Blick zwischen ihrem Mund und der Stelle wandern, an der er in sie eindrang.

Jonas’ Atem wurde unregelmäßig. Seine Finger gruben sich in das Fleisch ihrer Hüften, nicht grausam, nur haltend. Er sagte ihren Namen, dann meinen, als wollte er uns beide im Raum behalten, und fragte, ob er kommen solle. Lena sagte ja. Ich sagte nichts, weil meine Stimme nicht mehr gehorchte, aber ich nickte, und er sah das Nicken. Er stieß noch ein paar Mal tief, dann zog er sich aus ihr, streifte das Gummi ab und kam über ihrem unteren Rücken, mit der Hand um den Schaft, in dicken Stößen, die auf ihrer Haut landeten und langsam zur Seite liefen. Sein Stöhnen war gepresst, fast überrascht. Lena hielt still und sah mich an, während es geschah, und in ihrem Blick lag keine Unterwerfung unter ihn, sondern das geteilte Wissen, dass wir das so gewollt hatten.

Ich kam fast im selben Atemzug. Die Faust wurde schnell, der Blick blieb an ihr, an dem Glanz auf ihrem Rücken, an ihrem offenen Mund, und dann war da nichts mehr als das Ziehen in den Lenden und das heiße Überlaufen über meine Finger, auf meinen Bauch, in die halb offene Hose. Ich biss mir auf die Lippe und machte trotzdem ein Geräusch, das im stillen Zimmer laut war. Lena streckte die Hand aus und legte sie auf mein Knie, während ich kam, und das hielt mich mehr als der Stuhl.

Danach war zuerst nur Atem. Jonas setzte sich auf die Fersen, den Kopf gesenkt, eine Hand noch an ihrer Hüfte, als müsste er sich vergewissern, dass sie da war und dass nichts schiefgegangen war. Lena blieb einen Moment auf den Knien, dann ließ sie sich zur Seite aufs Laken gleiten, auf den Rücken, die Beine noch leicht gespreizt, die Brust hebend und senkend. Der Samen auf ihrem Rücken verschmierte auf dem Stoff. Sie schien das nicht zu stören. Sie sah zur Decke, dann zu mir, und ihr Lächeln war müde und klar.

„Wasser“, sagte sie leise. Jonas stand auf, ein wenig unsicher in den Knien, und reichte ihr das Glas vom Nachttisch. Er reichte mir danach das zweite, ohne zu fragen, ob ich eines brauchte. Ich trank. Meine Hand zitterte noch. Er setzte sich auf die Bettkante, nicht zwischen uns, und wartete, bis Lena den ersten Durst gestillt hatte. Dann fragte er, ob es ihr gut gehe, und sie sagte ja, und er fragte mich dasselbe, und ich sagte auch ja, und es war die Wahrheit, auch wenn sie kompliziert war.

Er holte ein Handtuch aus dem Bad, das Lena ihm am Abend gezeigt hatte, und reichte es ihr. Sie wischte sich den Rücken und die Schenkel ab, ohne Hast, und warf es dann auf den Boden. Jonas zog sich an, nicht fluchtartig, nur so, wie ein Mann sich anzieht, der noch eine Nacht in seiner eigenen Wohnung schlafen wird, zwischen Kisten. Er küsste Lena auf die Stirn. Er gab mir die Hand, fest, ohne den Blick zu senken. „Danke“, sagte er, und es klang nicht schief. „Morgen um sechs. Ihr müsst nicht runterkommen.“ Lena sagte, wir würden vielleicht am Fenster sein. Er nickte, nahm sein Hemd und ging. Die Wohnungstür fiel leise ins Schloss. Seine Schritte auf der Treppe wurden weniger.

Ich blieb auf dem Stuhl, bis das Treppenhaus still war. Dann stand ich auf, zog die Hose aus, wusch mich im Bad und kam mit einem frischen Tuch zurück. Lena lag noch auf dem Rücken, eine Hand auf dem Bauch, die andere offen auf dem Laken. Ich setzte mich zu ihr und wischte eine Stelle an ihrer Hüfte, die das erste Tuch verfehlt hatte. Sie sah mich an, als suchte sie nach einem Riss. Ich fand keinen, den ich ihr zeigen wollte, und den, den ich in mir spürte, wollte ich nicht als Vorwurf ausgeben. Ich legte mich neben sie. Sie drehte sich auf die Seite, den Rücken an meine Brust, und zog meine Hand über ihren Bauch.

„War es so, wie du gedacht hast?“, fragte sie. Draußen tickte irgendwo ein Fensterladen im warmen Wind. Ich küsste ihre Schulter und sagte, es sei mehr gewesen und auch genauer, und dass ich nicht bereute, geblieben zu sein. Sie schwieg einen Moment. Dann sagte sie, sie habe ihn gewollt und mich dabei gebraucht, und dass beides stimme, auch jetzt, wo er die Treppe hinunter war. Ich glaubte ihr. Mein Schwanz lag weich an ihrer Hüfte, mein Herz schlug noch zu schnell, und die Abreise war nicht aufgehoben. Sie war nur noch nicht da.

Wir löschten die Lampe nicht sofort. Im Halbdunkel zeichnete das Fenster ein blasses Viereck auf den Boden, und die Kartons im Flur waren nur noch eine Ahnung von Pappe und Abschied. Lena schlief nicht gleich ein. Sie strich mit dem Daumen über meinen Handrücken, denselben kleinen Weg, den Jonas am Tisch über ihren gegangen war, und diesmal gehörte die Geste wieder uns. Ich hielt sie, roch ihre Haut, das Salz, die Seife, die Nacht, und ließ den Morgen kommen, ohne ihn zu rufen.

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