Neue Sexgeschichten

Brief an meine Frau nach dem Rollentausch

Ehefrau · 31 Minuten lesen · 41 Minuten hören

Gelesen von Rowan

Nora, ich schreibe dir das am Morgen, weil du es so wolltest. Du hast gesagt, eine Nacht wie diese solle nicht nur im Körper bleiben. Sie solle auch in Sätzen stehen, ruhig und genau, damit wir später wissen, was wir uns gegeben haben und was wir nicht wieder verlieren wollen. Ich sitze am Küchentisch, die Tasse ist noch warm, und dein Duft hängt im Flur. Ich bin siebenunddreißig. Du bist fünfunddreißig. Wir haben das gestern noch einmal laut gesagt, bevor irgendetwas begann, so wie wir es uns versprochen haben, seit wir diese Regel tragen.

Unsere offene Ehe ist kein Nebel und kein Ausreden. Sie ist eine Absprache zwischen zwei Erwachsenen, die einander gewählt haben und die Wahl jedes Mal neu bestätigen. Andere Abende dürfen andere Menschen kennen, wenn wir es vorher sagen, wenn alle Beteiligten einverstanden sind und wenn niemand übergangen wird. Dieser eine Abend im Monat gehört nur uns. An ihm gilt die Regel, die wir zusammen benannt haben: Rollentausch mit Absprache. Was ich in unseren übrigen Nächten oft führe, führst du. Was du sonst oft empfängst, empfange ich, soweit mein Körper es hergibt und soweit du es willst. Nichts davon ist Strafe. Nichts davon ist Pflicht gegen den eigenen Willen. Wer Laterne sagt, beendet alles, ohne Diskussion und ohne gekränkte Stimme. Wir haben das Wort nie gebraucht. Wir haben es trotzdem jedes Mal wiederholt, weil die Wiederholung zur Regel gehört.

Gestern war dieser Abend. Ich hatte den ganzen Tag ein leises Ziehen unter dem Brustbein, nicht aus Angst, sondern aus dem Wissen, dass ich warten würde, bis du entscheidest. In der Arbeit habe ich Mails beantwortet und trotzdem an deine Hände gedacht, an die Art, wie du die Schultern zurücknimmst, wenn du etwas wirklich willst. Gegen sechs bin ich nach Hause gekommen, habe geduscht und das Hemd angezogen, das du magst, das graue mit dem weichen Kragen. Ich habe nichts vorbereitet, was die Führung an mich gezogen hätte. Kein Lichtarrangement, kein Plan für das Bett. Das wäre gegen die Regel gewesen. Ich habe nur Wasser auf den Nachttisch gestellt, zwei Gläser, und mich auf die Kante des Sofas gesetzt, die Hände auf den Knien, und auf dein Schlüsselgeräusch gewartet.

Du kamst kurz nach sieben. Der Mantel war noch feucht vom Nieselregen, dein Haar dunkler an den Spitzen. Du hast mich angesehen, nicht prüfend, eher so, als würdest du einen Raum betreten, der schon dir gehört. Dann hast du den Satz gesagt, den wir als Beginn festgelegt haben. Heute führe ich, und du folgst, bis einer von uns Laterne sagt oder bis ich die Nacht schließe. Ich habe geantwortet, wie wir es geübt haben. Ich folge, und ich will es. Meine Stimme war ruhiger, als ich erwartet hatte. In den Handflächen war sie es nicht.

Du hast den Mantel an die Garderobe gehängt und bist in die Küche gegangen, ohne mich zu bitten, mitzukommen, und ohne mich wegzuschicken. Ich bin sitzen geblieben, weil du es nicht anders gesagt hattest. Das Warten war der erste Teil. Ich hörte das Wasser, dann das Messer auf dem Brett, dann dein leises Summen, das du nur anstellst, wenn du bei dir bist. Es roch nach Zitrone und nach dem Brot, das wir am Vortag gekauft hatten. Irgendwann hast du gerufen, ich solle kommen, aber nicht helfen. Ich solle mich an den Tisch setzen und die Hände sichtbar lassen. Ich habe das getan. Du hast mir ein Glas eingeschenkt, dir selbst auch, und du hast zuerst getrunken. Erst danach hast du mir zugenickt. Der Wein war kühl und ein wenig herb. Ich habe jeden Schluck gespürt, weil ich nichts anderes zu tun hatte als zu schmecken und dich anzusehen.

Du hast langsam gegessen. Nicht, um mich zu quälen, das hast du später klargestellt, sondern weil der Abend dir gehörte und du keine Eile in ihn lassen wolltest. Zwischen zwei Bissen hast du gefragt, ob ich den Tag über an die Regel gedacht habe. Ich habe ja gesagt. Du hast gefragt, ob ich aussteigen wolle, bevor wir das Wohnzimmer verlassen. Ich habe nein gesagt, deutlich, und hinzugefügt, dass ich dich führen sehen wolle, nicht nur die Idee davon. Du hast die Gabel abgelegt, dich vorgelehnt und mich auf den Mund geküsst, kurz, trocken, fast förmlich. Danach war mein Puls trotzdem oben. Du hast gesagt, ich solle abräumen, aber nur die Teller, und dann im Schlafzimmer auf dem Stuhl am Fenster warten, angezogen, die Füße auf dem Boden. Ich habe gehorcht, und das Wort gehorcht hat sich in diesem Moment nicht klein angefühlt. Es hat sich genau angefühlt.

Das Schlafzimmer war noch taghell an den Rändern, weil die Vorhänge nicht ganz zu waren. Ich saß auf dem Stuhl, wie du es wolltest, und hörte dich im Bad. Wasser, dann Stille, dann das leise Geräusch von Stoff. Als du hereinkamst, trugst du das schwarze Kleid, das am Schlüsselbein endet und an den Kniekehlen. Darunter nichts, was ich sehen konnte, und ich habe nicht geraten. Du hast die Tür geschlossen, bist vor mir stehen geblieben und hast meine Knie mit deinen berührt. Deine Hände lagen auf meinen Schultern, warm durch das Hemd. Du hast gesagt, ich solle dich ansehen und nichts anfassen, bis du es sagst. Ich habe genickt. Du hast den Kopf leicht schief gelegt und gefragt, ob das Nicken ein Ja sei. Ich habe Ja gesagt. Dein Mund wurde weicher.

Du hast mein Hemd Knopf für Knopf geöffnet, ohne Eile, und jeden Zentimeter Haut, den du freilegtst, mit dem Daumen nachgezogen. An der Brust hast du innegehalten, die flache Hand auf mein Herz gelegt und gewartet, bis ich ruhiger atmete. Dann hast du das Hemd von den Schultern geschoben und es über die Stuhllehne gehängt, ordentlich, als gehöre auch das zur Führung. Deine Nägel waren kurz. Deine Finger waren sicher. Du hast mir gesagt, ich solle aufstehen, und du hast den Gürtel gelöst, die Hose geöffnet, sie zusammen mit der Unterhose nach unten geschoben, bis ich nackt vor dir stand und du noch vollständig angezogen warst. Der Unterschied hat mich härter gemacht, als ich es erwartet hatte. Du hast es gesehen und nicht gelächelt, nicht spöttisch. Du hast nur die Hand an meine Hüfte gelegt und gesagt, das sei gut so, ich solle so bleiben, bis du mich anders haben wolltest.

Du bist einen Schritt zurückgetreten und hast mich betrachtet, von den Füßen bis zum Gesicht, ohne Hast. Ich habe die Arme an den Seiten gelassen, obwohl ich sie heben wollte. Du hast gesagt, ich dürfe die Hände auf deine Taille legen, nur dort, und nicht ziehen. Ich habe es getan. Der Stoff des Kleides war glatt und ein wenig kühl, deine Haut darunter warm. Du hast mich geküsst, diesmal länger, mit offenem Mund, und deine Zunge hat meine getroffen, langsam, fordernd, ohne dass ich das Tempo hätte verschieben können. Ich habe in den Kuss geatmet und gespürt, wie mein Glied gegen den Stoff deines Kleides stieß. Du hast die Hüfte einen Fingerbreit zurückgenommen, gerade so viel, dass die Berührung blieb und nicht rieb. Dann hast du mir ins Ohr gesagt, ich solle mich aufs Bett legen, auf den Rücken, die Arme neben dem Körper, und warten, bis du das Kleid ausgezogen habest. Ich bin gegangen. Das Laken war frisch. Mein Rücken hat die Kühle angenommen, während ich dich ansah.

Du hast das Kleid über den Kopf gezogen und es auf den Stuhl gelegt. Darunter warst du nackt. Deine Brüste haben sich mit dem Atem gehoben, die Brustwarzen schon fest, der Bauch ruhig, die Hüften in dem Licht vom Fenster eine Linie, die ich kenne und die mich trotzdem jedes Mal neu trifft. Zwischen deinen Schenkeln war ein dunkler, weicher Schatten, und die Haut an den Innenseiten glänzte ein wenig, nicht viel, genug, dass ich schlucken musste. Du bist auf das Bett gekommen, ein Knie neben meiner Hüfte, das andere zwischen meinen Beinen, und hast dich über mich gebeugt, ohne dich zu setzen. Dein Haar fiel nach vorn und kitzelte meine Brust. Du hast gefragt, ob ich deinen Mund wolle. Ich habe ja gesagt, heiser. Du hast gefragt, wo. Ich habe gesagt, überall, wo du ihn hinlegst, und dann, genauer, weil du die Genauigkeit wolltest: an meinem Schwanz, und danach dort, wo du mich haben willst. Du hast genickt, als wäre das eine vernünftige Antwort, und dann hast du mich geküsst, tief, bevor dein Mund nach unten wanderte.

Deine Lippen sind über mein Schlüsselbein gegangen, über die Brust, über den Bauch, jede Stelle ein kurzer, feuchter Punkt, den die Luft danach kälter machte. An der Leiste hast du die Nase an die Haut gedrückt und eingeatmet, und ich habe die Finger ins Laken gekrallt, weil du gesagt hattest, die Arme sollten unten bleiben. Du hast das bemerkt und die Hand auf mein Handgelenk gelegt, nicht fest, nur als Erinnerung. Dann hast du die Zunge einmal von der Wurzel bis zur Spitze gezogen, langsam, und ich habe ein Geräusch gemacht, das ich nicht geplant hatte. Du hast die Spitze in den Mund genommen, warm, eng, und die Zunge darunter kreisen lassen, während deine Hand den Schaft hielt, ruhig, ohne zu pumpen. Du hast mich nicht sofort tief genommen. Du hast mich kennengelernt, als wäre diese Nacht die erste, obwohl du meinen Körper seit Jahren kennst. Das hat mich mehr erregt als jede schnelle Bewegung.

Ich habe nach unten gesehen. Deine Wangen waren leicht eingesogen, deine Augen halb geschlossen, dann offen, auf mich gerichtet. Du hast mich tiefer genommen, bis ich den weichen Widerstand deiner Kehle gespürt habe, und du bist zurückgewichen, bevor es zu viel wurde, mit einem leisen, nassen Laut, der mich durchfuhr. Speichel glänzte auf der Haut. Du hast mit der Hand nachgezogen, fest genug, dass ich die Hüfte heben wollte, und du hast die freie Hand auf meinen Bauch gelegt und mich unten gehalten. Nicht heute, hast du gesagt, die Stimme belegt. Heute bewege ich dich, nicht du mich. Ich habe ja gesagt. Meine Oberschenkel haben gezittert. Du hast weitergemacht, Mund und Hand im selben Takt, dann nur der Mund, dann die Zunge flach unter der Eichel, während der Daumen langsam über den Ansatz strich. Ich war nah, schneller als ich wollte. Ich habe es gesagt, weil die Regel auch das verlangt: ich sage, wenn ich komme, bevor ich komme, und du entscheidest. Du hast den Mund weggenommen, die Hand still gehalten und mir über die Hüfte gestrichen, bis das Zittern nachließ. Gut, hast du gesagt. Noch nicht.

Du bist an mir hochgerutscht und hast dich neben mich gesetzt, ein Bein über meines, deine Mitte nah an meiner Hüfte, aber noch nicht auf mir. Du hast meine Hand genommen und sie zwischen deine Schenkel geführt. Dort warst du heiß und glatt und schon offen, die inneren Lippen geschwollen, die Feuchtigkeit klar an meinen Fingern. Ich habe nicht gerieben, bis du es sagtest. Du hast gesagt, zwei Finger, langsam, und den Daumen leicht auf den Kitzler, nicht kreisen, nur liegen. Ich habe gehorcht. Dein Atem hat sich verändert, tiefer, mit einem kleinen Stocken am Ende. Du hast die Hüfte ein wenig gegen meine Hand gedrückt und dann wieder zurückgenommen, als würdest du selbst lernen, wie viel du dir gönnst. Ich habe zugesehen, wie sich deine Brustwarzen noch fester zogen, wie dein Mund sich öffnete, wie du die Unterlippe zwischen die Zähne nahmst und sie wieder freigabst.

Dann hast du meine Hand weggenommen, meine Finger an deinen Mund geführt und sie abgeleckt, ohne den Blick von mir zu lassen. Der Geschmack von dir an meiner Haut, den ich nur ahnte, hat mich wieder hart gemacht, falls ich es überhaupt nicht mehr gewesen war. Du hast dich auf den Rücken gelegt, die Knie gespreizt, und gesagt, jetzt solle mein Mund tun, was meine Hand getan habe, aber nach deinen Worten. Ich bin zwischen deine Beine gerutscht. Der Duft war warm, salzig, ein wenig süß, vertraut und an diesem Abend schärfer, weil ich ihn nur mit Erlaubnis atmen durfte. Du hast gesagt, zuerst die Innenseiten, lange, dann die äußeren Lippen, dann die Zunge flach über die Mitte, und den Kitzler erst, wenn du es sagst. Ich habe die Schenkel geküsst, die weiche Haut dort, die kleine Vertiefung, wo Bein und Becken sich treffen. Du hast die Finger in mein Haar gelegt, nicht ziehend, nur haltend, und ich habe gespürt, wie dein Bein unter meinem Mund wärmer wurde.

Als ich die Zunge endlich an deine Spalte legte, hast du einen langen Atem ausgestoßen und die Hüfte einen Zoll gehoben. Ich habe flach geleckt, von unten nach oben, langsam, so wie du es wolltest, und den Geschmack auf der Zunge behalten, statt ihn wegzuschlucken. Du warst nass genug, dass jeder Strich leise wurde. Ich habe die äußeren Lippen in den Mund genommen, vorsichtig, dann die inneren, und du hast ja gesagt, leise, ja, so. Deine Hand in meinem Haar wurde fester. Noch nicht oben, hast du gesagt, und ich bin unten geblieben, habe die Zunge ein wenig in dich geschoben und sie langsam bewegt, während der Daumen an deinem Oberschenkel lag. Du hast gestöhnt, nicht laut, eher aus der Kehle, und dein Becken hat einen Rhythmus gefunden, den ich mitgemacht habe, ohne ihn zu übernehmen. Das war schwerer, als ich gedacht hatte. Mein eigener Schwanz lag schwer auf dem Laken, unberührt, und jedes deiner Geräusche zog dort hin.

Dann hast du gesagt, jetzt, oben, weich, und nicht schneller werden, bis ich es sage. Ich habe den Kitzler mit der Zungenspitze gefunden, klein und fest unter der Haube, und ihn umkreist, kaum Druck, nur Wärme und Nässe. Du hast die Beine weiter geöffnet. Deine Ferse hat sich in die Matratze gedrückt. Ich habe gespürt, wie du unter der Zunge anschwollst, wie dein Atem kürzer wurde, wie die Finger in meinem Haar zu zittern anfingen. Langsamer, hast du gesagt, und ich bin langsamer geworden, obwohl alles in mir schneller wollte. Das Langsame hat dich lauter gemacht. Du hast meinen Namen gesagt, dann nicht mehr meinen Namen, nur noch ein gezogenes Bitte, das keine Bitte um Erlösung war, sondern die Bitte, genau dort zu bleiben. Ich bin geblieben. Meine Kiefer haben gearbeitet. Speichel und deine Nässe liefen über mein Kinn auf das Laken. Es war mir gleich.

Du hast mich an den Haaren ein wenig hochgezogen, nicht grob, und gesagt, zwei Finger dazu, gekrümmt, und die Zunge bleiben. Ich habe zwei Finger in dich geschoben. Du warst eng und heiß und hast mich sofort umschlossen. Ich habe die Finger nach vorn gekrümmt, die Stelle gesucht, die du mir vor Monaten gezeigt hast, und sie gefunden, weil dein Körper sich darum zusammenzog. Du hast ja gesagt, dort, und die Hüfte gegen meine Hand gedrückt. Ich habe geleckt und gedrückt, im Takt deines Atems, und als du schneller gesagt hast, bin ich schneller geworden, nur ein wenig, gerade so viel, wie deine Stimme es trug. Deine Schenkel haben meine Ohren geschlossen. Die Welt wurde zu Haut, zu Geschmack, zu dem nassen Geräusch meiner Finger und zu deinem Stöhnen, das jetzt nicht mehr leise war.

Du bist gekommen, während meine Zunge auf dir lag und meine Finger in dir waren. Es kam nicht als einzelner Ruck, sondern als Welle, die sich festzog, nachließ und wieder festzog. Du hast meinen Kopf gehalten, damit ich nicht wegging, und ich wäre nicht weggegangen. Dein Inneres hat um meine Finger pulsiert. Ein hoher, gebrochener Laut ist aus dir gekommen, dann mein Name, dann nur noch Atem. Ich habe weitergeleckt, weicher, bis du die Hand auf meine Stirn legtest und mich anhieltest. Genug, hast du gesagt, die Stimme dünn und glücklich. Ich habe die Finger langsam herausgezogen, sie abgeleckt, weil du es sehen wolltest, und mich auf die Unterarme gestützt, das Gesicht noch zwischen deinen Schenkeln, wartend. Du hast gelacht, kurz, atemlos, und mir über die nasse Wange gestrichen. Gut, hast du gesagt. Sehr gut. Komm her.

Ich bin neben dich gekommen. Du hast mich geküsst und dich selbst auf meiner Zunge geschmeckt, ohne zurückzuzucken. Deine Hand fand meinen Schwanz, der hart und feucht an der Spitze war, und du hast einmal langsam gepumpt, nur um zu fühlen, wie nah ich war. Noch nicht, hast du wiederholt, und diesmal klang es zärtlich. Du hast mich auf den Rücken gedrückt, dich über mich gesetzt, aber nicht auf mein Glied, sondern auf meinen Bauch, sodass ich deine Nässe auf der Haut spürte, heiß und gleitend. Du hast dich ein wenig bewegt, nur um die Feuchtigkeit zu verteilen, und dabei meine Brustwarzen zwischen den Fingern gerollt, fest genug, dass ich die Zähne zusammenbiss. Gefällt dir das, hast du gefragt. Ja, habe ich gesagt. Mehr? Ein wenig mehr. Du hast fester gedrückt, und der Schmerz war klein und klar und lief direkt in meinen Schwanz. Ich habe es dir gesagt. Du hast genickt, als würdest du eine Notiz machen, und dann nachgelassen, die flache Hand über die Stelle gelegt, bis das Brennen zu Wärme wurde.

Du hast dich angehoben, eine Hand zwischen uns, und meinen Schwanz an deine Öffnung geführt. Die Spitze ist an deine Nässe gestoßen, und du hast mich dort gehalten, ohne mich einzulassen, und mir in die Augen gesehen. Willst du in mir sein, hast du gefragt. Ja. Sag es ganz. Ich will in dir sein, Nora, und ich will, dass du das Tempo hast. Du hast dich gesenkt, nur die Eichel, und innegehalten. Die Enge war fast zu viel nach dem langen Warten. Ich habe die Hände in das Laken gekrallt. Du hast gesagt, Hände an meine Hüften, aber nicht ziehen, nicht stoßen. Ich habe sie dorthin gelegt. Deine Haut war heiß, ein wenig feucht am Kreuz. Du bist Millimeter um Millimeter tiefer gegangen, und ich habe gespürt, wie du mich aufnahmst, wie die Muskeln sich öffneten und wieder schlossen, wie die Wärme mich ganz umschloss, bis ich bis zum Ansatz in dir war und wir beide einen Moment lang nur atmeten.

Du hast dich nicht sofort bewegt. Du hast dich gesetzt, die Hände auf meiner Brust, das Gewicht gleichmäßig, und mich ausgefüllt gespürt, während du mir zusahst. Ich konnte kaum still liegen. Jeder kleine Zug in dir war ein Impuls, die Hüfte zu heben. Ich habe es nicht getan. Du hast das gemerkt und dich vorgeneigt, die Brüste an meiner Brust, und mich geküsst, lang, während du innen um mich herum leicht angespannt hast, einmal, zweimal, ohne sonst eine Bewegung. Ich habe in deinen Mund gestöhnt. Du hast gelächelt gegen meine Lippen und gesagt, so bleibe ich, bis ich anders will. Die Sekunden wurden lang. Mein Schwanz pochte in dir. Deine Nässe lief an mir herunter und sammelte sich dort, wo wir verbunden waren. Ich habe den Geruch von uns beiden geatmet und die Stirn an deine gelegt.

Dann hast du angefangen, dich zu bewegen, nicht auf und ab, sondern kreisend, klein, sodass ich in dir rieb, ohne zu stoßen. Das Reiben war tief und stetig. Dein Kitzler strich bei jeder Drehung über meinen Unterbauch, und du hast den Winkel gesucht, bis dein Atem wieder stockte. Dort, hast du gesagt, mehr zu dir als zu mir, und bist in diesem Winkel geblieben. Ich habe deine Hüften gehalten, wie erlaubt, und nur mit den Daumen kleine Kreise auf deine Haut gemalt. Du wurdest schneller, immer noch kreisend, dann in kurzen, flachen Stößen, bei denen du mich fast nicht verließest. Das Geräusch war nass und leise und füllte das Zimmer mehr als unsere Stimmen. Draußen fuhr ein Auto vorbei. Es gehörte nicht zu uns. Hier war nur dein Gewicht, deine Hitze, der Blick, den du nicht weggenommen hast.

Du hast dich aufgerichtet, die Hände auf meinen Oberschenkeln hinter dir, und bist tiefer geritten, jetzt wirklich auf und ab, langsam, sodass ich fast aus dir glitt und dann wieder ganz aufgenommen wurde. Jedes Mal, wenn du dich senktest, hast du einen kleinen Laut gemacht, und jedes Mal habe ich die Zähne aufeinandergelegt, um nicht zu kommen. Ich habe es gesagt. Ich bin nah. Du hast das Tempo gehalten, nicht erhöht, nicht gesenkt, und gesagt, noch nicht, sieh mich an. Ich habe dich angesehen. Deine Brüste bewegten sich mit dir, die Brustwarzen dunkel, der Bauch gespannt, der Mund offen. Schweiß stand in der Kuhle deines Halses. Ich wollte ihn ablecken und habe gefragt, ob ich dürfe. Du hast dich vorgebeugt und mir den Hals hingehalten, ohne das Reiten zu unterbrechen. Ich habe die salzige Haut geküsst, die Stelle unter dem Ohr, und du hast dich fester auf mich gesetzt, als der Kuss dich traf.

Du hast meine Hand genommen und sie zwischen uns gelegt, an deinen Kitzler, und gesagt, streicheln, im Takt, nicht fester als ich reite. Ich habe es getan. Unter meinen Fingern warst du glatt und geschwollen, und jedes Senken deiner Hüfte drückte dich gegen meine Hand. Du wurdest enger. Deine Bewegungen verloren die saubere Linie und wurden drängender, immer noch geführt von dir, nur nicht mehr so gemessen. Ja, hast du gesagt, genau so, und dann meinen Namen, und dann nichts mehr, nur Atem und das nasse Schlagen deiner Haut auf meiner. Ich habe die freie Hand an deine Brust gelegt, weil du genickt hattest, als ich fragte, und die Brustwarze zwischen den Fingern gerollt, während ich dich unten streichelte und du mich rittest. Die drei Berührungen haben dich über die Kante gebracht.

Dein zweites Kommen war tiefer als das erste. Du hast dich auf mich gepresst, die Stirn an meiner Schulter, und innen so fest um mich geschlossen, dass ich die Augen zumachen musste. Ein langes, raues Stöhnen ist in meine Haut gegangen. Deine Hüfte hat gezuckt, kleine, unwillkürliche Stöße, und ich habe stillgehalten, so gut ich konnte, die Hand weiter an dir, weicher jetzt, weil du nicht weggewichen bist. Du bist auf mir geblieben, zitternd, und hast mein Ohr geküsst, ohne Worte. Ich war so nah, dass es wehtat, auf eine gute Art, die Art, die nur noch einen Satz von dir brauchte. Ich habe nicht gestoßen. Ich habe gewartet. Das Warten war das Schwerste der Nacht und das Klarste.

Als dein Atem wieder Sätze trug, hast du dich aufgerichtet, das Gesicht gerötet, die Augen dunkel, und gesagt, jetzt darfst du kommen, aber ich bewege dich, und du sagst meinen Namen, wenn es so weit ist. Du hast wieder angefangen, langsam, tief, und eine Hand um die Wurzel meines Schwanzes gelegt, dort, wo ich aus dir kam, sodass jeder Stoß von dir auch ein Griff war. Ich habe die Hüfte nicht gehoben. Ich habe mich dir überlassen. Die Spannung, die du vorher zweimal zurückgenommen hattest, kam in einer einzigen, langen Welle zurück. Meine Oberschenkel spannten sich. Meine Hände an deinen Hüften wurden fester, und du hast es zugelassen, hast sogar ja gesagt, halt mich. Ich habe dich gehalten. Du bist schneller geworden, kurz, genau im Moment, in dem ich nicht mehr hätte langsamer bleiben können.

Ich habe deinen Namen gesagt, Nora, und dann noch einmal, und bin in dir gekommen, hart, in mehreren Stößen, die mein Körper machte, obwohl ich versucht hatte, still zu liegen. Du hast mich durchgelassen, hast dich gesenkt und dort gehalten, während ich in dich pulsierte, heiß und lang, bis die letzten Zuckungen nur noch ein Zittern waren. Du hast nicht sofort aufgehört, mich zu umschließen. Du hast die inneren Muskeln ein wenig angespannt, einmal, und das Nachbeben hat mich einen Laut ausstoßen lassen, der fast ein Lachen war und keines. Du hast die Stirn an meine gelegt. Unser Atem war dasselbe Tempo. Zwischen uns war es nass, warm, ein wenig klebrig schon an den Rändern, und keiner von uns hat sich bewegt, um das zu ändern.

Wir sind so geblieben, bis mein Schwanz weicher wurde und du ihn mit einer kleinen Bewegung aus dir gleiten ließest. Ein Schwall ist auf meinen Bauch gelaufen, deins und meins, und du hast die Hand hineingelegt, nicht um zu putzen, sondern um zu fühlen, und dann die feuchten Finger an meine Lippen geführt. Ich habe sie abgeleckt. Salz, du, ich. Du hast dich neben mich gelegt, ein Bein über meines, den Kopf auf meiner Schulter, und die Hand flach auf mein Herz gelegt, wie am Anfang, nur jetzt ohne Hemd und ohne Abstand. Draußen war es dunkel geworden. Die Vorhänge ließen einen Streifen Straßenlicht herein, der über deinen Rücken lief. Ich habe die Decke über uns gezogen, weil deine Schulter kühl wurde, und du hast das zugelassen, ohne die Führung zurückzunehmen. Die Nacht war noch nicht geschlossen. Das hast du gesagt, leise. Noch nicht.

Wir haben Wasser getrunken, aus demselben Glas, weil das andere zu weit weg stand. Du hast mich gefragt, ob irgendetwas zu viel gewesen sei. Ich habe nein gesagt, und dann genauer, weil du die Genauigkeit wolltest: das Warten am Anfang war schwer und richtig, dein Mund war mehr, als ich in Worte fassen kann, und das Nicht-Stoßen, während du mich geritten hast, hat mich klarer gemacht als alles andere. Du hast gefragt, ob ich die Führung zurückhaben wolle, jetzt, in dieser Minute. Ich habe gesagt, nein, noch nicht, ich wolle noch in dem bleiben, was du aufgemacht hast. Du hast genickt und meine Brust geküsst, direkt über dem Herzen, und dann die Stelle, an der du vorher fester gewesen warst, ganz leicht, als Entschuldigung und als Erinnerung zugleich. Es tat nicht mehr weh. Es kribbelte.

Du hast dich auf den Ellbogen gestützt und mich angesehen, das Gesicht nah, die Wimpern noch feucht von der Anstrengung. Dann hast du gesagt, du wollest noch einmal meinen Mund, aber anders, ohne Ziel, nur weil du den Kuss wolltest, den du am Tisch kurz gehalten hattest. Ich habe dich geküsst, langsam, und diesmal hast du mich führen lassen, für die Länge eines Kusses, und dann die Führung wieder genommen, die Zunge tiefer, die Hand an meinem Kiefer. Es war kein Widerspruch. Es war die Regel, lebendig, nicht starr. Danach hast du dich auf den Bauch gelegt und gesagt, ich solle deinen Rücken streicheln, von den Schultern bis zum Kreuz, lange, und nichts sonst. Ich habe das getan. Deine Haut war warm, ein wenig salzig, die Wirbelsäule eine ruhige Linie unter meiner Handfläche. Am Kreuz habe ich innegehalten und gefragt, ob ich tiefer dürfe. Du hast nein gesagt, noch nicht, nur der Rücken. Ich bin beim Rücken geblieben. Das Nein war klein und freundlich und hat die Nacht nicht kleiner gemacht. Es hat sie genauer gemacht.

Nach einer Weile hast du dich umgedreht und mich wieder auf den Rücken gedrückt, diesmal ohne Eile und ohne den harten Glanz von vorhin. Du warst noch feucht zwischen den Beinen, ich auch, und als du dich an mich schmiegtest, klebte die Haut ein wenig, und wir haben beide leise gelacht. Du hast meinen schlaffen Schwanz in die Hand genommen, warm, ohne zu fordern, und ihn nur gehalten, während du erzähltest, wie es sich für dich angefühlt habe, oben zu sein und meinen Blick zu haben, wenn ich fast gekommen wäre und es nicht tat, weil du es gesagt hattest. Du hast gesagt, das Vertrauen darin sei das Erregendste gewesen, nicht die Haltung und nicht das Wort Führung allein. Ich habe gesagt, für mich sei es dein Ernst gewesen, die Art, wie du gefragt hast, bevor du genommen hast, und wie du genommen hast, nachdem ich ja gesagt hatte. Wir haben das eine Weile liegen lassen. Die Straße draußen wurde leiser. Irgendwo im Haus knackte ein Rohr.

Dann wolltest du mich noch einmal, nicht für einen zweiten Höhepunkt um jeden Preis, sondern weil der Körper noch offen war und die Regel noch galt. Du hast es so gesagt. Ich will dich noch einmal in mir, langsam, und du darfst diesmal die Hüfte bewegen, aber nur, wenn ich nicke, und du kommst nur, wenn ich es sage, auch wenn es länger dauert oder gar nicht geschieht. Ich habe ja gesagt. Ich war nicht sofort hart. Du hast das nicht als Mangel genommen. Du hast dich an mir gerieben, deine noch empfindliche Mitte an meinem Oberschenkel, und dabei meinen Hals geküsst, mein Ohr, die Stelle unter dem Kiefer, bis das Blut zurückkam und ich wieder schwer in deiner Hand lag. Du hast mich geführt, diesmal seitlich, dein Bein über meiner Hüfte, und mich von der Seite in dich genommen, langsam, weil du empfindlich warst und es gesagt hast. Ich habe gefragt, ob weniger tief besser sei. Du hast gesagt, so ist gut, bleib, und ich bin geblieben.

Wir haben uns so bewegt, klein, fast ohne Geräusch außer dem Atem und dem leisen Nass zwischen uns. Ich habe die Hüfte erst gehoben, als du nicktest, und auch dann nur wenig, ein kurzes Entgegenkommen, das du mit einem Seufzer beantwortet hast. Deine Hand lag an meiner Wange. Meine lag an deinem Hintern, weil du sie dorthin gelegt hattest. Die Langsamkeit hatte nichts von Verzicht. Sie hatte alles von Nähe. Ich habe gespürt, wie du wieder feuchter wurdest, wie dein Körper mich diesmal nicht mit demselben Drängen umschloss, sondern mit einer weichen, stetigen Wärme, die mich trotzdem bis in die Fußsohlen zog. Du hast nicht versucht, ein drittes Kommen zu erzwingen. Du hast gesagt, es muss nicht, es ist schon genug, und dann, nach ein paar weiteren Minuten, doch, vielleicht, bleib genau so. Ich bin genau so geblieben. Du hast die Hand zwischen uns geschoben und dich selbst berührt, während ich in dir war, und ich habe zugesehen, so gut die seitliche Lage es erlaubte, dein Handgelenk, die Bewegung, das Flattern deiner Lider.

Diesmal kam es leiser. Ein langes Ausatmen, ein Zittern im Oberschenkel, der über mir lag, ein festes Ziehen um meinen Schwanz, und dann dein Gesicht in meiner Halsbeuge, der Mund offen an meiner Haut. Ich habe dich gehalten und mich nicht bewegt, bis du nicktest, ein kleines Nicken, das mehr sagte als ein Satz. Ich war nicht so nah wie beim ersten Mal. Das war in Ordnung. Du hast es gespürt und gefragt, ob ich noch wolle. Ich habe gesagt, ja, aber nur, wenn du es auch nach deinem Kommen noch willst, und nicht aus Pflicht. Du hast gelacht, müde und warm, und gesagt, ich wisse hoffentlich, dass Pflicht in diesem Bett keinen Platz habe. Dann hast du dich auf den Rücken gelegt, mich über dich gezogen und die Beine um meine Hüften geschlungen. Jetzt darfst du stoßen, hast du gesagt, langsam, und du siehst mich an, und du hörst auf, wenn ich die Hand hebe. Ich habe genickt. Ich bin in dich geglitten, leicht, weil du so nass warst, und habe mich bewegt, wie du es wolltest, tief und ohne Hast.

Dein Blick blieb an meinem. Jeder Stoß war eine Frage, die du mit dem Körper beantwortet hast, ein Anheben, ein leises Ja, ein Festziehen der Beine. Ich habe eine Hand neben deinen Kopf gestützt und die andere unter dein Kreuz gelegt, um dich ein wenig anzuheben, und du hast das zugelassen. Die Reibung war glatt und heiß. Unser gemischter Saft machte jedes Gleiten hörbar, ein leises, schamloses Geräusch, das uns beide zum Lächeln brachte, ohne dass wir den Blick lösten. Ich habe gesagt, dass ich dich liebe, mitten in der Bewegung, nicht als Höhepunkt und nicht als Ersatz dafür. Du hast es zurückgesagt, ebenso mitten drin, und dann die Fersen in meinen Rücken gedrückt, ein wenig fester, ein wenig schneller, und gesagt, so, noch ein wenig so. Ich habe das Tempo aufgenommen. Meine Stirn war an deiner. Unser Atem mischte sich. Ich spürte, wie die Spannung wieder stieg, diesmal ohne den scharfen Rand von vorhin, eher wie eine warme Flut.

Als ich nah war, habe ich es gesagt. Du hast die Hand nicht gehoben. Du hast gesagt, komm, ich will es, und die Beine fester geschlossen. Ich bin in dir gekommen, weniger heftig als das erste Mal und irgendwie voller, ein langes Ausströmen, bei dem ich deinen Namen an deinen Mund gelegt habe und du ihn aufgefangen hast. Danach bin ich nicht sofort von dir gerollt. Du hast mich gehalten, die Arme um meinen Rücken, das Gesicht an meinem Hals, und wir haben das Gewicht ausgehalten, bis es zu viel wurde und du leise gesagt hast, zur Seite, aber bleib in der Nähe. Ich bin neben dich geglitten, noch halb über dir, ein Arm unter deinem Nacken, das Bein zwischen deinen. Was aus dir lief, kühlte auf der Haut. Wir haben es nicht sofort weggewischt. Du hast gesagt, das gehöre noch zur Nacht. Ich habe die Stirn an deine Schläfe gelegt und nichts erwidert, weil nichts zu erwidern war.

Eine Weile haben wir nur geatmet. Dein Herz schlug unter meiner Hand, erst schnell, dann ruhiger, dann in dem Takt, den ich von den Abenden kenne, an denen nichts bewiesen werden muss. Ich habe dein Haar aus der Stirn gestrichen. Es klebte ein wenig. Du hast die Augen geschlossen und sie wieder geöffnet, als wolltest du sicher sein, dass ich noch da bin und nicht nur die Wärme. Ich bin da, habe ich gesagt. Du hast gesagt, ich weiß, und dann, nach einer Pause, die Nacht ist geschlossen. Der Satz hat sich im Zimmer gesetzt wie ein Deckel auf einem Glas, nicht um etwas zu ersticken, sondern um es zu halten. Ich habe die Regel in mir wiederholt, ohne sie laut zu sagen: du hast geführt, ich bin gefolgt, wir haben gefragt, wir haben geantwortet, niemand hat Laterne gebraucht, und beide sind geblieben, die wir sind.

Du bist aufgestanden, nackt, ein wenig unsicher in den Knien, und hast das zweite Glas geholt, Wasser nachgefüllt und mir zuerst gereicht. Das war keine Umkehrung der Regel mehr. Das war einfach du. Ich habe getrunken und dir das Glas zurückgegeben. Du hast getrunken und dich dann ins Bad begeben, die Tür offen gelassen, und ich habe das Wasser laufen hören, kurz, und dein leises Summen, dasselbe wie in der Küche, nur tiefer. Als du zurückkamst, hattest du ein feuchtes Tuch in der Hand, warm, und hast mich abgewischt, Bauch, Schwanz, die Innenseiten der Oberschenkel, ohne Kommentar und ohne Eile. Danach habe ich dasselbe für dich getan, weil du mir das Tuch gegeben und gesagt hast, jetzt du. Zwischen deinen Beinen warst du empfindlich. Ich habe kaum Druck gegeben. Du hast die Hand auf meinen Kopf gelegt, nicht führend diesmal, nur da, und leise geseufzt, als das warme Tuch die Haut beruhigte.

Wir sind wieder unter die Decke gegangen. Du hast dich an meinen Rücken gelegt, diesmal du hinter mir, ein Arm über meiner Taille, die Knie in meinen Kniekehlen. Das hatten wir selten. Sonst liege ich oft so um dich. Heute war es umgekehrt, und es passte zu allem, was vorher gewesen war, ohne dass wir es hätten planen müssen. Deine Brüste drückten warm an meinen Rücken. Dein Atem ging in meinen Nacken. Du hast gesagt, du seist stolz auf uns, nicht auf eine Leistung, sondern darauf, dass die Absprache gehalten habe, auch als die Körper laut wurden. Ich habe deine Hand genommen und sie an meinen Mund geführt, die Knöchel geküsst, und gesagt, ich wolle die Regel behalten, genau so, mit dem Fragen und mit dem Wort, das alles beendet, falls es einmal nötig wird. Du hast ja gesagt, gegen meine Haut, und dann nichts mehr, weil der Schlaf kam, schnell und schwer, wie er kommt, wenn der Körper ehrlich gewesen ist.

Ich bin vor dir wach geworden. Das Licht war grau, der Regen hatte aufgehört, und dein Arm lag noch über mir, schwer und vertraut. Ich bin vorsichtig aufgestanden, habe Kaffee gemacht und mich an diesen Tisch gesetzt, um dir zu schreiben, was du hören wolltest, nicht als Bericht für irgendwen sonst, nur für dich. Während ich schreibe, hör ich dich im Schlafzimmer die Decke zurechtziehen. Gleich wirst du hereinkommen, barfuß, das Haar offen, und fragen, ob der Kaffee stark genug ist. Ich werde ja sagen. Ich werde dir diesen Brief nicht vorlesen, es sei denn, du willst es. Ich werde ihn dir geben, und du wirst ihn lesen, wenn du willst, in deinem Tempo, so wie du die Nacht geführt hast.

Was ich noch festhalten will, damit es nicht im Morgen verblasst: ich habe mich nicht klein gefühlt, als ich wartete. Ich habe mich gewählt gefühlt. Deine Führung war kein Spiel gegen mich. Sie war eine Form, in die wir beide gepasst haben, weil wir sie vorher gebaut haben und weil wir sie gestern Wort für Wort gehalten haben. Wenn der nächste Abend dieser Art kommt, will ich wieder auf dem Stuhl sitzen, die Füße auf dem Boden, und auf deinen Satz warten. Heute führe ich, und du folgst. Ich werde wieder antworten. Ich folge, und ich will es. Und wenn du zwischendurch fragst, ob ich noch da bin, werde ich ja sagen, mit dem Mund und mit dem Körper, so lange, bis einer von uns die Nacht schließt oder bis das Wort fällt, das alles beendet. Beides ist in der Regel. Beides ist Liebe, nur in verschiedener Lautstärke.

Nora, du bist meine Frau, und diese offene Ehe ist unsere, nicht die Idee von irgendwem. Der Rollentausch gehört dazu, nicht als Ausnahme von uns, sondern als eine unserer Arten, uns zu berühren. Gestern hast du mich geführt, und ich bin dir gefolgt, und am Ende lagen wir so, wie wir immer liegen, wenn es stimmt: nah, warm, ein wenig zerzaust, und ohne eine Schuld, die am Morgen eingesammelt werden müsste. Der Kaffee ist stark genug. Ich höre deine Schritte. Ich lege den Stift weg.

Mehr zum Thema Ehefrau

TitelThemaMinuten
Beim Paartherapie mit die WinzerinEhefrau1
Der Paartherapie und die WinzerinEhefrau1
Nachts im PaarfotoEhefrau1
Ein Abend im Zweite Hochzeitsnacht mit der PilotEhefrau1
Nach dem Wochenendregel: die ApothekerinEhefrau1
Der Gemeinsames Konto und die BergführerinEhefrau1